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Essbare Blüten Das Veilchen

Das eher unscheinbare Veilchen füllt ganze Poesiesammlungen: "Sei wie das Veilchen im Moose, sittsam bescheiden und rein und nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert will sein." Der Ruf der Bescheidenheit haftet dem Veilchen seit alters her an.

Stand: 13.04.2016

Veilchen | Bild: BR

Schon im antiken Athen wurden Frauengräber mit Veilchen als Zeichen der Weiblichkeit, Ausdauer und Bescheidenheit bepflanzt.

Delikatesse und Heilpflanze

Das Veilchen - auch ein Symbol der jungen Liebe - hat nicht nur Dichter inspiriert. Es ist auch eine süße Delikatesse und Heilpflanze. Es wurde schon zu allen Zeiten als Heilmittel eingesetzt, denn es lindert unter anderem Beschwerden der Atemwege, ist schweißtreibend bei Erkältungen und wirkt günstig auf gereizte Magenschleimhäute.

Waldveilchen

Veilchen sind auf schattigen Wiesen und an Waldrändern zu Hause. Ihre violetten Blüten bestechen durch einen betörenden Duft. Deshalb heißt das echte Veilchen auch wohlriechendes Veilchen (Viola odorata). Die Veilchenblüten sind nicht nur hübsch, sondern auch rundum gesund. Sie enthalten Vitamine und Mineralien. Ihr liebliches Aroma eignet sich besonders zur Verfeinerung von Süßspeisen. Aber auch Salate und Suppen lassen sich mit Veilchenblüten aromatisieren.

Rezept: Veilchenmarmelade

Zutaten:

  • 75 g Veilchen
  • 250 ml Wasser
  • 200 g Puderzucker
  • Saft einer halben Zitrone


Wasser, Zitronensaft und Puderzucker aufkochen. Dann die entstielten Veilchen hinzugeben und auf kleiner Flamme eine halbe Stunde lang kochen. Wenn der Sud so eingedickt ist, dass er seine Form behält, ohne hart zu werden, wird der Topf vom Herd genommen. Das Ganze in Gläser abfüllen. Nach dem Abkühlen die Gläser verschließen.

Rezept: Kandierte Veilchen

Zutaten:

  • 150 g Zucker
  • 250 g Blüten von Veilchen (oder Rosen, Borretsch - ganz nach Belieben)

Blüten vorsichtig waschen und in einer Schüssel mit kochendem Wasser überbrühen. Die Blätter vorsichtig herausnehmen und abtropfen lassen. Den Zucker mit 4 Esslöffeln Wasser kochen, bis er Blasen wirft. Die Blüten zart unterheben und eine halbe Minute kochen. Danach die Blüten auf Backpapier auslegen und warten, bis sie getrocknet sind.

Variante:

Zutaten:

  • 1 - 2 Eiweiß
  • 100 g feiner Zucker
  • Blüten nach Lust und Laune


Das Eiweiß schlagen und die gereinigten Blüten mithilfe eines Backpinsels damit einstreichen. Dann mit feinem Zucker bestreuen. Die Blüten entweder zwei bis drei Tage auf Backpapier in der Küche oder im Backofen 15 - 20 Minuten trocknen lassen. Vorsicht mit der Hitze, die Blüten verbrennen leicht. Am Besten den vorgeheizten Backofen ausschalten, bevor man die Blüten hineingibt. Dann in einer gut verschlossenen Dose aufbewahren. Legen Sie die Blüten separat auf Backpapier, damit sie nicht zusammenpappen.


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