Zahnpflege fürs Baby
Mit einem Wattestäbchen oder einem weichen Tuch einmal am Tag sanft die Zähnchen reinigen.
Zahnpflege Gesundheit beginnt im Mund
Wer seine Zähne regelmäßig pflegt, tut einiges für seine Gesundheit. Denn ernsthafte Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall können auch etwas mit mangelnder Zahnhygiene zu tun haben. Tipps für die richtige Zahnhygiene von Anfang an!
Süßigkeiten-Konsum
Schokolade, Kekse, Gummitiere: Die Deutschen lieben Süßigkeiten. Fast 31 Kilo Süßwaren Im Wert von rund 111 Euro verspeist laut Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie jeder Deutsche pro Jahr.
Richtiges und regelmäßiges Zähneputzen ist Gesundheitsvorsorge: Eine Studie der Uni Barcelona beweist, dass Zähneputzen das Risiko verringert, an einer Lungenentzündung zu erkranken. Lungenentzündungen werden meist durch Bakterien ausgelöst. Ist der Mundraum besiedelt und wird nicht gereinigt, breiten sich die Krankheitserreger rascher in Richtung Atemwege aus. Zusammenhänge zwischen Erkrankung und Zahngesundheit werden auch bei Schlaganfällen, Diabetes und Herzinfarkten vermutet.
25. September - Tag der Zahngesundheit
Parodontose fördert Arterienverkalkung
Anscheinend gibt es einen Zusammenhang zwischen Parodontose und Arterienverkalkung, so das Verbrauchermagazin Apotheken Umschau. Die Entzündungsprozesse im Körper scheinen die Verkalkung der Arterien zu fördern. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, bei der zwölf Jahre lang rund 1.100 Teilnehmer aus Schottland getestet wurden. Testpersonen, die ihre Zähne weniger als zweimal am Tag putzten, hatten demnach ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nicht auszuschließen ist aber auch, dass Menschen, die regelmäßig ihre Zähne pflegen, auch sonst mehr auf ihre Gesundheit achten.
Studien zur Zahngesundheit
Mangelnde Vorsorge
Viele Vorschüler versäumen die Vorsorge: Vorsorgeuntersuchungen sind bereits bei Kindergartenkindern entscheidend. Zwei von drei Vorschulkindern werden von ihren Eltern nicht zu Vorsorgeuntersuchungen zum Zahnarzt gebracht. Das ist das Ergebnis des "Zahnreports 2012" der Barmer Ersatzkasse. Nur 31 Prozent der Kinder zwischen zweieinhalb und sechs Jahren erscheinen mit ihren Eltern regelmäßig, also einmal im Halbjahr, zur Dentalvorsorge. Thomas Schäfer vom Hannoveraner Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG), Autor der Studie, hält das für bedenklich: "Schäden am Milchgebiss können später Schäden der bleibenden Zähne zur Folge haben. Wir müssen die Akzeptanz der kleinkindlichen Früherkennungsuntersuchung stärken, insbesondere in sozial schwachen Familien." (25. April 2012)
Krebs-Prophylaxe
Zähne putzen kann vor Krebs schützen: Wer regelmäßig Mundhygiene betreibt, kann Karzinome der oberen Luft- und Speisewege verhindern. Das fanden japanische Wissenschaftler in einer Studie mit 856 Krebspatienten und 2.696 Kontrollpersonen heraus. Wer sich zum Beispiel zweimal am Tag die Zähne putzt, kann sein Krebsrisiko um 18 Prozent gegenüber Einmalputzern senken. Besonders nützlich ist gute Mundhygiene bei hohem Zigaretten- und Alkoholkonsum. Die Begründung: Bakterien im Mund erzeugen krebserregendes Acetaldehyd. Durch regelmäßige Mundhygiene werden diese einfach weggeputzt. Quelle: Head & Neck Volume 33, Issue 11, pages 1628–1637, November 2011
Zahnpflege-Tipps
- Zweimal täglich die Zähne mit fluoridhaltiger Zahncreme putzen.
- Außerdem täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide und einer speziellen Bürste reinigen.
- Nicht zu viele süße oder saure Zwischenmahlzeiten.
- Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt
- Für Speichelfluss sorgen: mit Bonbons und Kaugummi gegen Bakterien
Die meisten putzen klassisch
Rund drei Viertel der Deutschen nutzen laut einer Forsa-Umfrage die klassische Handzahnbürste für die Zahnpflege. Ein Drittel der Putzer läßt eine elektrische Zahnbürste den Job erledigen. Für die Reinigung der Zahnzwischenräume nutzen 47 Prozent der Deutschen Zahnseide, 26 Prozent Zahnzwischenraumbürstchen. Mundwasser benutzen 50 Prozent der Deutschen.
Von klein auf ordentlich putzen
Nachgebohrt!
Zahnpflege sollte bereits im Babyalter beginnen - Eltern müssen bis zum Grundschulalter ihren Kindern die Zähne putzen. Dietmar Oesterreich, der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, empfiehlt, Kinder spielerisch an die Zahnpflege heranzuführen. Bei Süßigkeiten sollte man die vorziehen, die mit dem "Zahnmännchen" versehen sind. Frühestens als Erstklässler sind Kinder in der Lage, ihre Zähne selbst ausreichend zu reinigen.
Daran erkennen Sie einen guten Zahnarzt
Qualität, Management, Service
Bei der Wahl der Zahnarztpraxis sollte man drei Faktoren beachten: die medizinische Behandlungsqualität, die Organisation der Praxis sowie Freundlichkeit und Service des Personals. Tipps der Verbraucherschützer Christoph Kranich und Elisabeth Goetz von der unabhängigen Patientenberatung.
Erster Eindruck
Gute Zahnärzte legen Wert darauf, dass Sie sich wohl fühlen - und zwar bereits beim Betreten der Praxis - die sollte vor allem sauber sein. Wenn ihr erster Gedanke darin besteht, dass der Boden mal wieder gewischt werden müsste - dann nichts wie weg!
Organisation
Warteschlangen am Empfang? Große, überfüllte Wartezimmer? Mehr als drei Wartestühle? Das sieht nach Massenabfertigung aus. Bei guter Organisation lassen sich solche Situationen vermeiden. Aber: Notfälle haben Vorrang, auch ohne Termin!
Freundlichkeit
Fühlen Sie sich am Empfang willkommen? Kommt man Ihren Terminwünschen entgegen? Die Freundlichkeit des Personals gehört zum A und O - und sollte nicht aufgesetzt sein. Wenn Sie glauben, dass Sie stören - in der nächsten Praxis ist man sicher freundlicher zu Ihnen.
Gespräch auf Augenhöhe
Ein guter Zahnarzt wird Ihnen umfassend und genau erklären, wie es um Ihre Zähne bestellt ist und welche Maßnahmen seiner Meinung nach zu ergreifen sind - und zwar so, dass sie es auch tatsächlich verstehen, und nicht auf fachchinesisch. Wichtig ist, dass Ihre Rückfragen ernst genommen werden.
Angemessene Behandlung
Der Zahnarzt sollte Ihnen vermitteln, welche Behandlungsmaßnahmen akut sind und welche sinnvoll erscheinen. Er wird Ihnen mögliche Alternativen darlegen. Und er wird Ihnen sagen, auf was Sie verzichten können. Wird Ihnen ein pauschales Rundum-sorglos-Programm angeboten, ist Vorsicht angesagt!
Transparente Preise
Preise sollen transparent und nachvollziehbar sein. Die Kosten müssen vor der Behandlung feststehen. Ein guter Arzt informiert Sie ausführlich über die Kassenleistungen und darüber, was ansonsten für Kosten auf Sie zukommen. Er wird Ihnen dies schriftlich mitgeben und Sie nicht zu einer spontanen Entscheidung drängen.
Billig ist nicht gleich schlecht
Auch preiswerte Varianten können qualitativ gut sein, zum Beispiel weil gut kalkuliert wurde. Ein Zahnarzt, der Ihnen stets das Teuerste empfiehlt und über den grünen Klee lobt, denkt dabei unter Umständen an die eigene Tasche.
Instrumente und Geräte
Instrumente und Geräte wirken in einer guten Praxis modern und gepflegt und sind technisch auf dem neuesten Stand. Sie haben das Gefühl, der Behandlungsstuhl bricht gleich unter Ihnen zusammen? Dann nichts wie weg!
Solides Handwerk
Gute Füllungen halten zehn Jahre oder länger. Wenn nach zwei, drei Jahren die Füllung rausfällt, ist das ein schlechtes Zeichen. Ein guter Arzt gibt Ihnen mehr als die obligatorischen zwei Jahre Garantie auf den Zahnersatz - und zwar ohne saftigen Aufpreis.
Kompetenz
Die Behandlung ist Sache des Arztes! Füllungen, Spritzen und Behandlungen gehören nicht in die Hände der Zahnarzthelferinnen. Spätestens dann sollten sie den Arzt wechseln!
Ansprechpartner
Bei der Verbraucherzentrale, bei der unabhängigen Patientenberatung, aber auch am Patiententelefon der Zahnärztekammer finden Sie umfassend Hilfe. Vorsicht ist bei Beratungsseiten im Internet geboten: Dort geht es meist nur um die Kosten, nicht um die Qualität der Behandlung.

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