Auch Darth Vader muss mal: Weltraum-Bösewichte haben manchmal ganz menschliche Bedürfnisse. Gut, wenn dann ein Plastikhäuschen in der Nähe ist.
Hygiene Toiletten sind keine Selbstverständlichkeit
Eine saubere Toilette ist für uns eine Selbstverständlichkeit, für andere dagegen ein unerreichbarer Luxus: Mehr als 2,6 Milliarden Menschen, also knapp 42 Prozent der Weltbevölkerung, haben laut UN-Entwicklungsprogramm UNDP keine ausreichende Sanitärversorgung. Ihnen drohen Durchfallerkrankungen, Hepatitis, Würmer - und der Tod.
Rund 20 Prozent aller Menschen steht nicht einmal ein Plumpsklo zur Verfügung. 13 Prozent müssen weit laufen, um sich Wasser aus unüberwachten Quellen zu besorgen. 90 Prozent der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren seien auf Durchfälle zurückzuführen - drei Viertel davon in Entwicklungsländern, so eine internationale Forschergruppe im Fachjournal "PlosMedicine".
Zur Not im Freien
Laut dem Sprecher der German Toilet Organization, Johannes Rück, ist die Lage in Subsahara-Afrika am schlimmsten. Dort hätten rund 70 Prozent der Menschen keinen zureichenden Zugang zu sanitären Anlagen.
Hintergrund
Ähnliche Bedingungen herrschen in Asien: "Etwas mehr als die Hälfte aller Inder hat kein Klo", fügt Rück hinzu. Die Betroffenen verrichteten ihre Notdurft hinter Büschen, Bahngleisen und alten Schuppen - ohne danach ihre Hände waschen zu können. Die Folge der unhygienischen Verhältnisse: Hepatitis, Durchfallerkrankungen wie Cholera, Würmer und Hauterkrankungen.
Tastatur statt Toilette
Welt-Toilettentag
In Industrieländern gilt die Toilette zu Unrecht als größter bakterieller Krisenherd. Hier sind Geschirrtücher und Computer-Tastaturen die Favoriten, so das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt. Vor allem Tastaturen, die Frauen nutzten, seien mit Keimen belastet: Hautcreme- Reste hinterlassen einen klebrigen Film, der ein guter Nährboden für Bakterien aller Art ist.
Toiletten-Tatsachen
Im Laufe unseres Lebens verbringen wir im Durchschnitt sechs bis neun Monate auf dem stillen Örtchen. Männer brauchem im Schnitt 80 Sekunden auf der Toilette, Frauen 140 Sekunden. Zehn Prozent der Toilettengänger beiderlei Geschlechts waschen sich danach nicht die Hände.
Einmal im Jahr ist Welttoilettentag
Web-Tipp:
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Um auf das Problem der fehlenden Toilette aufmerksam zu machen, wurde zudem 2001 der "Welttoilettentag" ins Leben gerufen. Jedes Jahr am 19. November soll die Weltbevölkerung an das Tabuthema "Toilette" erinnert werden. Ziel der Organisatoren ist es, die Lage der Menschen ohne sanitäre Anlagen zu verbessern, so Jack Sim, Gründer der World Toilet Organization (WTO). Die weltweite Vereinigung hat mittlerweile auch einen deutschen Ableger: die German Toilet Organization (GTO) in Berlin.

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