Ratgeber - Gesundheit


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Welttag des Händewaschens Schutz vor Infektionen

Nicht mal jeder Dritte tut es: Händewaschen vor dem Kochen oder nach dem Toilettengang. Dabei schützt das Händewaschen einfach und wirksam vor Durchfall und Infektionen. In zahlreichen Ländern könnte es sogar Kinderleben retten.

Stand: 15.10.2015

Händewaschen | Bild: colourbox.com

Info

Am 15 . Oktober 2015 ist Welttag des Händewaschens. Gründliches Händewaschen kann vor Infektionen schützen.

Das Wasser laufen zu lassen und zwei, drei Mal die Hände zu reiben genügt jedenfalls nicht. Sie sehen dann sauber aus, aber keimfrei sind sie nicht. Wer Mikroorganismen vernichten möchte, muss seine Hände mindestens 20 Sekunden lang waschen. Flüssigseifen oder Waschlotionen gehören unbedingt dazu, denn Wasser allein tötet keine Keime. Und so geht's: Hände nassmachen, einseifen - dabei Handrücken, Fingerzwischenräume und Daumen nicht vergessen - und dann ordentlich reiben und rubbeln. Anschließend unter fließendem Wasser gut abwaschen.

Je öfter, desto besser

Beliebte Keimböden

Türklinken - vor allem aus Edelstahl - sind gute Keimböden für Mikroorganismen. Auch auf Lichtschaltern oder Klinken aus Plastik und Aluminium gedeihen die Keime gut. Einen besseren Schutz bieten Klinken aus Kupfer, denn Kupfer wirkt antibakteriell.

Wichtig ist auch, sich nach dem Waschen die Hände gut abzutrocknen, auf öffentlichen Toiletten am besten mit einem Einmalhandtuch. Denn Mikroorganismen gedeihen besonders gut dort, wo es feucht ist, also zum Beispiel in vielbenutzten Handtüchern. Die sind genauso unhygienisch wie Seifen-Stücke.

Mindestens ebenso wichtig wie das richtige Händewaschen ist auch die Frequenz: Waschen Sie Ihre Hände mehrmals am Tag, beispielsweise nach dem Toilettenbesuch, vor dem Kochen und Essen, nach dem Naseputzen oder wenn man nach Hause kommt. Um den Kontakt mit Mikroorganismen zu verringern, ist es empfehlenswert, Computer-Tastaturen oder Telefonhörer öfter mal abzuwischen und Küchenhandtücher regelmäßig zu wechseln.

Nicht reiben, nicht zu viel cremen

Gut gegen das Austrocknen - aber sparsam!

Vermeiden Sie es zudem, an den Fingernägeln zu kauen oder sich die Augen zu reiben, da so Erreger von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übertragen werden können. Eine wenig erfreuliche Nebenwirkung hat das häufige Händewaschen allerdings: Die Haut trocknet aus. Deshalb am besten ab und zu die Hände eincremen. Tun Sie das aber nicht zu oft, denn auf fettigen Belägen an Tisch und Tastaturen tummeln sich Bakterien gerne.

Hygienetipps:

  • Regelmäßig 20 Sekunden lang Hände waschen - mit Flüssig-Seife und Papierhandtüchern.
  • Gesicht, Mund und Augen möglichst nicht mit ungewaschenen Händen berühren.
  • Niesen und Husten Sie in die Armbeuge, um andere nicht anzustecken.
  • Benutzte Taschentücher ins Klo werfen, nicht in den Mülleimer.
  • Bei Grippe-Symptomen wie Fieber, Schnupfen, Husten, Hals- und Gliederschmerzen zu Hause bleiben.
  • Wenn es Grippe-Kranke in der Arbeit gibt: Türgriffe, Treppengeländer und Computer-Tastaturen desinfizieren.

Hintergrund:

Weltweit sterben jährlich rund 3,5 Millionen Kinder an Durchfall- oder Atemwegserkrankungen. Betroffen sind vor allem Länder wie Afrika und Südasien. Zum Welttag des Händewaschens, der jeweils am 15. Oktober stattfindet, wirbt das Kinderhilfswerk Unicef für bessere Hygiene. Besonders das Händewaschen schütze vor Infektionen, so Unicef.

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