Ratgeber - Gesundheit

Klinikclowns Lachen macht gesund

Ein Arzt mit roter Knubbelnase, der nur Unsinn im Sinn hat? Keine Frage, es kann sich nur um einen Klinikclown handeln. Auf der ganzen Welt sorgen diese besonderen Spaßmacher dafür, dass kleine Patienten im Krankenhaus was zu lachen haben.

Stand: 08.03.2012
Clowns im Krankenhaus | Bild: picture-alliance/dpa

Lachen ist gesund. Und es macht auch gesund. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Lachen ist gut für Geist und Körper, entspannt, verbessert die Atmung, stärkt das Immunsystem, das Herz und den Kreislauf. Beim Lachen werden Endorphine freigesetzt, was wiederum die Stimmung verbessert und Schmerzen reduziert. Doch wer im Krankenhaus liegt, der hat oft nicht viel Grund zu lachen.

Patch Adams: Arzt mit Humor

Patch Adams

Genau deswegen gibt es die sogenannten Klinikclowns. Die Idee, Kinder in Krankenhäusern zu besuchen, stammt aus den USA. Hier gibt es diese ganz besonderen Clowns seit 1986. Ihr geistiger Vater ist der Arzt Patch Adams, dessen Geschichte in Hollywood mit Robin Williams in der Hauptrolle verfilmt wurde. Er entdeckte den Humor als wichtigen Bestandteil der Behandlung seiner Patienten. Der erste Klinikclown war Michael Christensen, der Mitbegründer des New Yorker Big Apple Circus. Anfang der 1990er Jahre kamen die Klinikclowns nach Europa. Auch in Bayen gibt es inzwischen regelmäßig Clownsvisiten: in Kinderkrankenhäusern, Seniorenheimen und Einrichtungen für behinderte Menschen sorgen die Spaßmacher für gute Stimmung.

Gern gesehene Gäste

Spaßmacher im Krankenhaus

Flexibilität und Sensibilität sind zwei für Klinikclowns sehr wichtige Eigenschaften. Schließlich müssen sie sich an ständig wechselnde Situationen anpassen und individuell auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen. Auch Improvisationstalent ist hier gefragt. Kaum ein Klinikclown arbeitet ausschließlich als solcher, denn die psychische Belastung wäre einfach zu groß. Viele haben noch einen anderen Beruf, zum Beispiel im künstlerischen Bereich. Doch auch Lehrer, Bankkaufmänner, Anwälte oder sogar Pfarrer arbeiten als Klinikclowns.

Ob Kinderklinik oder Seniorenheim, der Erfolg der Klinikclowns ist unbestritten. Personal und Angehörige betrachten sie in den allermeisten Fällen keineswegs als Störenfriede, sondern als Entlastung.

Clowns in Krisengebieten

Genau wie Ärzte gibt es auch Clowns ohne Grenzen. Sie reisen ehrenamtlich in Krisengebiete, zu Menschen, die nicht viel zu lachen haben, um dort zur Verbesserung der Situation beizutragen. Als Krisengebiete verstehen sie dabei solche, in denen Krieg, Naturkatastrophen oder Armut herrschen. Die Idee zu Clowns ohne Grenzen entstand 1993 in Spanien, seit 2005 gibt es sie auch in Deutschland.