Ebola Das Virus aus dem Dschungel
Eine Infektion mit Ebola-Viren führt in 50 bis 80 Prozent der Fälle zum Tod. Zurzeit sind in Uganda über 20 Krankheitsfälle dokumentiert, über ein Dutzend Menschen sind gestorben. Es gibt noch kein Heilmittel gegen Ebola, Forscher suchen das Wirtstier.
Ebola
Das Ebola-Virus wurde 1976 das erste Mal identifiziert und wurde nach dem Fluss "Ebola" im Kongo benannt. Es gehört zur Familie der Filoviren und hat fünf bekannte Stämme.
Immer wieder wurden Fälle aus Ostafrika bekannt, in denen sich Menschen an Aas von Schimpansen und Gorillas angesteckt haben. Oder durch den Verzehr von Affenfleisch. Die Ansteckung erfolgt über Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten. Auch eine Tröpfcheninfektion ist bei den hochansteckenden Viren in seltenen Fällen möglich.
Beginnt wie eine Grippe
Nach einer Inkubationszeit von zwei bis längstens 21 Tagen bricht das Ebola-Fieber aus und beginnt wie ein grippaler Infekt mit Hals-, Kopf- und Muskelschmerzen, aber auch Durchfall und Übelkeit. Einige Infizierte entwickeln Hautausschläge. Ab dem fünften bis siebten Tag nach Ausbruch der Krankheit setzen äußere und innere Blutungen ein, berichtet das Robert-Koch-Institut. Daher ist Ebola ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber, also eine Erkankungsart, die mit hohem Fieber und Blutungen verbunden ist. Im Verlauf der Krankheit kommt es häufig zu Leber- und Nierenversagen.
Das Ebola-Fieber ist nicht nur hochansteckend, sondern meist tödlich: 50 bis 90 Prozent der infizierten Patienten sterben an der Krankheit.
Es gibt kein Heilmittel
Die Kranken müssen schnellstmöglich auf einer Intensivstation isoliert werden. Es können lediglich die Symptome des Ebola-Fiebers behandelt werden mit Infusionen von Flüssigkeit und Elektrolyten. Medikamente gegen das Virus gibt es bislang noch nicht, ebenso wenig einen Impfstoff.
Woher das Virus kommt, ist noch unklar
Trotz eingehender Forschungen und der Untersuchung verschiedener Tierarten in Ebola-Ausbruchsgebieten ist immer noch nicht geklärt, wo das Virus genau herstammt: Im Verdacht als Wirtstiere standen und stehen Insekten, Nagetiere, Flughunde und Fledermäuse. Besonders Flughunde sind jüngst in den Fokus der Forscher gerückt - und zwar unter anderem Hammerkopf-, Nil- und Kragenflughunde. Flughunde, die sich von Früchten ernähren, werden in Afrika gejagt und gegessen.
Der Ausbruch in Uganda
Der aktuelle Ebola-Ausbruch ist bereits der vierte in zwölf Jahren. Er hatte seinen Anfang in der Region Kibaale, in dessen Gebiet auch ein bei Touristen beliebter Nationalpark liegt. Es soll mittlerweile bereits zwei Patienten in Ungandas Hauptstadt Kampala geben.
Bei Primaten, also Schimpansen und Gorillas, ist mittlerweile klar, dass sie nicht die Wirtstiere sein können. Sie verenden auch an dem Virus, wenn sie infiziert werden. Tausende der bedrohten Primaten sind Ebola-Epidemien bereits zum Opfer gefallen. Klar zu sein scheint, dass das Virus im tropischen Regenwald beheimatet sein muss.

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