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AIDS geht jeden an - immer noch

Stand: 30.11.2017

Bunte Aidsschleifen | Bild: colourbox.com

Frauen und HIV

Frauen gehören nicht zu den klassischen Risikogruppen für HIV. Bisher! Denn es fällt auf, dass immer mehr Frauen an Aids erkranken, aber meist erst spät ein HIV-Test gemacht wird. Für einige ist es dann zu spät ...

In Sachen Aids kann immer noch keine Entwarnung gegeben werden - auch nicht in Deutschland. Hierzulande leben rund 88.400 Menschen mit einer HIV-Infektion oder Aids. Etwa 3.100 Menschen infizierten sich 2016 neu. Die Zahl der Neuinfektionen ist damit gegenüber den Vorjahren nahezu unverändert. (Stand: November 2017)

Im Vorfeld der Aids-Konferenz in Paris im Juli 2017 veröffentlichte UNAIDS ihren neuesten Weltaidsbericht. Demnach lebten 2016 weltweit 36,7 Millionen Menschen mit HIV - fast zwei Drittel von ihnen in Afrika südlich der Sahara. Erstmals wird mehr als die Hälfte aller Infizierten mit antiretroviralen Medikamenten behandelt. Außerdem hat sich die Zahl der Todesfälle seit 2005 auf eine Million im Jahr halbiert.

"Nach Erreichen der Ziele für 2015 von 15 Millionen Menschen in Behandlung sind wir nun auf dem besten Weg die Zahl von 30 Millionen für 2020 zu erreichen."

UNAIDS-Direktor Michel Sidibé in Genf am 20. Juli 2017

Sorgen bereitet den Experten die Entwicklung in Osteuropa und Teilen Asiens, wo die Fälle von HIV und Aids zunehmen. Hier wurde eine Zunahme von 120.000 im Jahr 2010 auf rund 190.000 HIV-Fälle im Jahr 2016 verzeichnet. In Russland hat sich mehr als 0,5 Prozent der Bevölkerung mit HIV angesteckt. Das sind knapp eine Million Russinnen und Russen.

In Deutschland leben die meisten HIV-Infizierten in den Großstädten. Immer noch sind vor allem Männer betroffen, die Sex mit Männern haben, aber immer wieder stecken sich auch Frauen an. Meist wird bei ihnen erst spät ein Aids-Test gemacht. Ein Versäumnis, das tödlich sein kann, denn je früher eine HIV-Infektion entdeckt und behandelt wird, desto besser sind die Aussichten, trotz Erkrankung lange zu leben.

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