Für Fruchtfliegen ist jetzt Hochsaison. Sie lieben Fallobst oder reifes Obst in der Küche und schwirren dann zu Hunderten herum.
Sommer, Sommer, Sommer Hochsaison für lästige Insekten
Lästigen Insekten kann es offenbar nicht heiß genug sein: Bei diesem Wetter fühlen sich zum Beispiel Fruchtfliegen oder die Weiße Fliege pudelwohl. Einer Masseninvasion kann man aber bereits im Garten vorbeugen.
23. August
Donnerstag, 23. August 2012, 10:00 Uhr
Nach Spätsommerhitze Frühherbstfrische:
- Heidekraut und Artischocke im fliederfarbenen Blütenrausch.
- Goldruten in schwungvollem Sonnenflor.
- Sommerastern und Zinnien mit strahlenden Blütengesichtern.
In die Falle gelockt
Bauernregel:
Sind Lorenz (10.8.) und Bartl (24.8.) schön,
wird der Herbst gar gut ausgeh'n.
Im Garten reift das Obst - Beeren, Zwetschgen, Äpfel, Pfirsiche. Der Erntesegen wandert in die Küche, und dort stellen sich oft lästige "Obstliebhaber" ein: Obst-, Most-, Gär-, Tau-, Frucht- oder Essigfliegen. Diese winzigen Insekten werden vom Duft des Obstes angezogen, besonders von überreifen Früchten und bereits gärenden Säften. Nur eine Fliege kann innerhalb von vier Wochen 16 Millionen Nachkommen haben. Masseninvasionen kann man bereits im Garten vorbeugen, indem Fallobst so schnell wie möglich aufgesammelt und entsorgt wird. Eimer und Körbe für die Ernte stets gründlich reinigen, es dürfen keine Fruchtreste übrig bleiben. Obst für die Küche mit lauwarmem Wasser abwaschen, um anhaftende Eier der Fliegen zu entfernen. Obst- und Gemüseabfälle umgehend aus der Küche räumen. Schale mit Essigwasser oder Apfelsaft, versetzt mit etwas Spülmittel als Falle aufstellen.
Auf den Leim gegangen
In diesem Jahr leider häufig in Gewächshäusern und sogar im Freiland: Weiße Fliege. Eigentlich handelt es sich um Mottenschildläuse, die winzigen weißen Fliegen ähneln. Sie saugen an den Pflanzen und scheiden Honigtau aus, der wiederum verklebt Blätter und Früchte, auf ihm siedelt sich Rußtau, ein Pilz, an. Das alles ist sehr lästig, wenn auch noch nicht gefährlich - das Erntegut kann man durch sorgfältiges Waschen retten. Der Honigtau kann bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit aber auch zu schimmeln beginnen, dann verdirbt die Ernte.
Weiße Fliege lässt sich mit Klebefallen (mit Leim bestrichene, gelbe Tafeln, im Fachhandel erhältlich) bekämpfen, daneben durch Aussetzen von Schlupfwespen und Erzwespen (als Nützlinge im Fachhandel zu bestellen).
Unter den Tontopf geholt
Noch bis weit in den Herbst hinein schwärmen die Ameisen. Junge Königinnen suchen eine neue Heimat, graben sich im Rasen ein, um ein neues Volk zu gründen. Die meisten werden von bereits ansässigen Ameisenstaaten aber zunichte gemacht. Sofern Ameisen im Rasen sind! Wo Ameisen strikt bekämpft wurden, finden die Königinnen paradiesische Zustände - im nächsten Jahr wird sich das rächen. Ameisen kann man umsiedeln, indem an warmen, sonnigen Tagen ein mit lockerer Blumenerde, Holzwolle oder Zeitungsschnipseln gefüllter Tontopf übers Nest gestülpt wird. Die Ameisen ziehen innerhalb der folgenden Tage dort ein, dann mit einer Schaufel den Topf samt Ameisenvolk aufnehmen und an eine Stelle bringen, wo die Tiere nicht stören. Diese sollte mindestens 30 m entfernt liegen.
Gartenweisheit: Wehret den Anfängen
Mit Samen, Früchten, Blüten und anderen Pflanzenteilen, die man ins Haus holt, kommen nicht selten auch ungebetene Gäste mit. Lebensmittelmotten, z.B. die Dörrobstmotte oder die Kornmotte. Diese können erhebliche Probleme bereiten, indem sie Lebensmittel befallen und nur mit großem Aufwand wieder zu beseitigen sind. Um solche Schädlinge abzuwehren, greift man gerne auf altbewährte Hausmittel, besser "Gartenmittel" zurück: Lavendel, Rosmarin, Pfefferminze, Zitronenverbene, Eberraute, Balsamkraut, Heiligenkraut, Rainfarn, Waldmeister und Weinraute. Sträußchen davon in den Schrank, in die Vorratskammer legen, das hält die Insekten ab.

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