Unterwegs im Internet Behütet in der digitalen Welt
Cyberbullying, sexuelle Belästigung, Pornografie: Das Internet ist so gut und so schlecht wie die reale Welt. Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihr Kind schützen können.
Wann Sie Ihrem Kind die ersten Schritte im Internet erlauben, müssen Sie allein wissen - das hängt unter anderem vom Entwicklungsstand Ihres Kindes und seiner Zuverlässigkeit ab. Dazu steht in der Elternbroschüre "Ein Netz für Kinder - Surfen ohne Risiko?": "Lieber etwas später als zu früh! Lassen Sie Ihr Kind nicht mit ungutem Gefühl ins Netz. Statt im Internet kann es auch mit guten Lern- und Unterhaltungsspielen seine PC-Fähigkeiten trainieren."
Link-Tipps für Eltern
Auf diesen Seiten können sich Eltern schlau machen.
Zuerst sollten Eltern ein Benutzerkonto fürs Kind einrichten
Vor dem Surfen sollten Sie Hausaufgaben machen. Erste Aufgabe für Eltern: Ein eigenes Benutzerkonto für das Kind einrichten. Dieses ermöglicht es, dass Sicherheitseinstellungen sich nur für Ihr Kind, aber nicht auf die anderen Nutzer auswirken. Eine Kindersuchmaschine wie Blinde Kuh oder fragFinn sollte im Browser als Startseite festgelegt sein sowie - je nach Interesse des Kindes - als Lesezeichen einige gute Kinderseiten, ein sicherer Chat oder eine Community, die dem Alter Ihres Kindes entspricht. Anregungen finden Sie unter "Seiten für Kinder".
Kinder lernen mit den Internauten
Tolle Abenteuer-Comics: Auf der Missions-Seite der Internauten lernen Kinder spielerisch, welche Gefahren im Internet lauern - von "der falschen Paula" im Chat bis hin zur "Mission Download: Eiskalte Trojaner". Interaktive Comics, kindgerecht gemacht und gut illustriert. Die Internauten-Site wird von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter, Microsoft und dem Deutschen Kinderhilfswerk gestaltet.
Anfangs immer gemeinsam surfen
Sagen Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter, dass er oder sie im Internet ganz besonders vorsichtig sein muss. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es im Internet Seiten gibt, die erschreckend, bedrohlich oder ekelerregend und damit schädlich für Kinder sind. Oder dass es unangenehme Begegnungen geben kann - zum Beispiel in einem Chat. Nehmen Sie Ihrem Kind das Versprechen ab, dass es zu Ihnen kommt, wenn ihm im Internet fiese Seiten auffallen oder es in einem Chat blöd angemacht wird.
So machen Sie Ihren Computer sicher für Kinder
Start
Stellen Sie eine kindgerechte Internetseite als Browser-Startseite ein wie zum Beispiel eine Kindersuchmaschine. Sie können die Seite als Startseite festlegen, indem Sie die Seite aufrufen und mit der Maus das kleine Symbol neben der URL (der Webadresse) anklicken und mit gedrückter Maustaste auf das Haus-Symbol Ihres Browser ziehen. Sie können die Startseite aber auch über das Menü Ihres Browsers ändern: Beim Internet-Explorer zum Beispiel finden Sie das Adressfeld für die Startseite unter "Extras", "Internetoptionen".
Suche
Legen Sie, wenn möglich, in Ihrem Browser eine Kindersuchmaschine als Standard-Suchanbieter fest - das geht bei den aktuelleren Versionen von Firefox und Internet Explorer.
Konto
Richten Sie für Ihre Kinder eigene Benutzerkonten mit eingeschränkten Rechten ein - und nehmen Sie die Einstellungen der ersten beiden Tipps dort vor. Vorteil: Es wirkt sich nicht auf die anderen Benutzerkonten aus. Jedes Kind kann außerdem ein eigenes Hintergrundbild oder einen eigenen Bildschirmschoner hochladen.
Sicherheit
Machen Sie Ihren Computer sicher:
Installieren Sie Filtersoftware, damit sich Ihr Kind nur auf sicheren Webseiten bewegt.
Installieren Sie sicherheitsrelevante Updates von Betriebssystemen und installierter Software zeitnah.
Spamfilter für E-Mail-Postfächer und Webfilter, die Werbefenster unterdrücken, können Ihre Kinder vor ungeeigneten Inhalten schützen.
Antiviren-Schutz und Firewall sollten ebenfalls installiert und aktiviert sein.
Information
Informieren Sie sich, was Kinder oder Schüler im Internet suchen - besuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine geeignete Suchmaschine.
Gespräch
Bleiben Sie im Gespräch mit Ihrem Kind: Fragen Sie, was es am Internet interessiert und fasziniert. Fragen Sie aber auch, ob es auch unangenehme Erfahrungen im Netz gemacht hat.
Surfen Sie gemeinsam und tauschen Sie sich immer wieder mit Ihren Kindern aus.
Tipps von fragFinn
Suche - gewusst wie
Fragen Sie Ihr Kind, was es im Internet suchen oder tun möchte. Zeigen Sie, wie man mit Hilfe einer Kindersuchmaschine gute Suchergebnisse erzielt. Einfach googeln geht gar nicht, das sollte klar sein. Auf diese Weise gelangt Ihr Kind ganz leicht auf Seiten mit gefährlichen Inhalten oder kostenpflichtigen Angeboten. Und: Warnen Sie Ihr Kind davor, eine Adresse direkt in die Adressleiste des Browsers einzugeben. Beispiel: "kino-aktuell.de" ist nicht etwa ein Filmportal, sondern ein Pornoportal mit frauenfeindlichen Fotos auf der Startseite, von denen Sie sicher nicht wollen, dass Ihr Kind sie sieht.

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