Ratgeber - Ernährung


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Ostereier Salmonellen-Gefahr durchs Ausblasen?

Das Ausblasen von Eiern ist ganz schön anstrengend. Aber wie ist das denn mit der Hygiene? Kann man sich dabei mit Salmonellen infizieren? Die befinden sich nämlich nicht nur im Inneren des Eis, sondern auch auf der Eierschale.

Stand: 11.03.2016

Junge bläst mit einem Strohhalm ein Ei aus | Bild: picture-alliance/dpa

Nicht nur zu Ostern sollte man bei Eiern auf Frische achten. Alte oder verdorbene Eier können Salmonellen übertragen und zu einer schweren Magen-Darm-Erkrankung führen. Besonders kleine Kinder und Senioren sind gefährdet. Die Gretchenfrage zur Osterzeit lautet: Kann man vom Ostereier ausblasen Salmonellen bekommen? Theoretisch ja, denn die Salmonellen befinden sich zuerst einmal auf der Schale. Nichtsdestotrotz kann man das Risiko fast ausschließen, wenn man ein paar Dinge beachtet:

Tipps zum Eier-Ausblasen:

  • Nur frische Eier ausblasen.
  • Darauf achten, dass die Eier unbeschädigt sind. Denn durch Risse und Defekte können Keime eindringen und sich vermehren.
  • Die Eier vor dem Ausblasen mit Wasser und Spülmittel abwaschen.
  • Zum Ausblasen einen dünnen Strohhalm benutzen, wahlweise eine Einwegspritze oder einen Mini-Blasebalg aus der Drogerie oder dem Bastelgeschäft verwenden.
  • Nach dem Ausblasen das Ei mit Wasser und Spülmittel durchspülen.
  • Spritzer von Dotter und Eiweiß sofort aufwischen.
  • Hinterher Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen.

Eier gehören in den Kühlschrank

Je frischer ein Ei ist, desto weniger Vermehrungschancen haben Salmonellen. Erst durch unsachgemäße Lagerung können sich Salmonellen soweit vermehren, dass die Infektionsschwelle überschritten wird. Frische Eier deshalb am besten von Anfang an im Kühlschrank aufbewahren, denn Salmonellen vermehren sich bei Temperaturen unter sechs Grad Celsius praktisch nicht.

Der Frischetest

Eier werden in der Sortieranlage durchleuchtet.

Der Frischetest ist einfach zu machen. Bleibt das rohe Ei in einem Wasserglas am Boden liegen, ist es frisch, richtet es sich senkrecht am Boden auf, dann ist es etwa zwei bis drei Wochen alt. Schwimmt es an der Oberfläche, ist es bestimmt zwei Monate alt und ungenießbar.

Man kann auch ein Ei aufschlagen. Wölbt sich der Dotter hoch über das Eiweiß, ist das Ei frisch. Alte Eier haben flache Dotter.

Bei hartgekochten Eiern kann das Pellen der Schale Hinweise auf die Frische geben. Bleibt die Haut an der Schale haften, ist das Ei frisch. Lässt sich dagegen die Schale leicht abziehen, ist das Ei schon älter.

Die Haltbarkeit

Hartgekochte Eier sollten nicht länger als zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt bleiben. Ostereier können vier bis sechs Wochen im Kühlschrank bleiben, industriell gefärbte wegen ihrer Lackschicht bis zu drei Monaten. Vorausgesetzt - die Eier sind nicht beschädigt.

Lagerungstipps für frische Eier:

  • So errechnen Sie das Legedatum: Ziehen Sie 28 Tage vom Mindesthaltbarkeitsdatum ab, dann haben Sie das Legedatum. Normalerweise landet ein Ei zwei bis vier Tage nach dem Legen im Supermarkt.
  • Eier immer im Kühlschrank aufbewahren.
  • Eier schnell verbrauchen, nicht zu lange lagern.
  • Eier, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, nur noch durcherhitzt verzehren.
  • Rohe Eier mit beschädigter Schale nur durchgegart essen (durch die Risse in der Schale können Salmonellen ins Innere des Eis gelangen).

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