Ratgeber - Ernährung


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Ernährung Tipps für gesundes Grillen

Ein allzu sorgloser Umgang mit dem Grillgut kann nicht nur auf den Magen, sondern auch auf die Gesundheit schlagen. Besonders gefährlich: Fett, das aus dem Grillgut in die Glut tropft.

Stand: 21.06.2016

Denn dieses Fett verbrennt. Dabei entstehen hochgiftige Substanzen - beispielsweise "polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe" (PAK) wie Benzpyren. Diese schlagen sich mit dem Rauch auf dem Grillgut nieder. Je länger dieses auf dem Feuer liegt, je "schwärzer die Kruste", desto größer der Giftcocktail, den wir damit zu uns nehmen.

Eine weitere Gefahr: Nitrosamine

Nitrosamine sind ebenfalls Krebs erregend. Sie entstehen bei großer Hitze im Grillgut selbst, wenn dieses Nitritpökelsalz enthält. Tabu sind deshalb alle geräucherten oder gepökelten Fleisch- oder Wurstsorten (vor allem "rote" Wurst enthält Nitritpökelsalz).

Tipps für ein gesundes Grillvergnügen

Dünne Scheiben

Dünne Scheiben bevorzugen: Diese garen schneller durch, sind daher nicht so lange dem Rauch ausgesetzt und werden nicht so schnell schwarz. Falls schwarze Krusten entstehen: Abschneiden - nicht mitessen.

Grilltemperatur

Die richtige Grilltemperatur ist erreicht, wenn die Holzkohle eine weiße Glut hat - das kann bis zu einer halben Stunde nach dem Anzünden des Feuers dauern. Erst dann auflegen!

Würzen

Wer sicher gehen will, dass kein Öl vom Fleisch auf die Kohle tropft, sollte nur mit Salz und Pfeffer würzen. Marinierte Fleischstücke auf alle Fälle vorher gut abtropfen lassen. Gewürze und Kräuter verbrennen in der Hitze! Auf jeden Fall erst nachher aufstreuen.

Brennende Kohle

Wenn die Kohle zu brennen beginnt, weil Fett hineintropft: Den Rost vom Feuer nehmen oder höher hängen. Auf keinen Fall mit Bier oder anderen Flüssigkeiten löschen. Das erzeugt erst richtig Dampf und Rauch - welcher sich am Fleisch niederschlagen kann.

Grillpfannen

Grillpfannen benutzen, am besten wieder verwendbare Schalen, und zwar aus Edelstahl, nicht aus Aluminium. Vorteil der Schalen: Liegt das Fleisch in der Pfanne, kann das Fett nicht ins Feuer tropfen, sondern wird aufgefangen. Außerdem halten die Pfannen den Rauch ab. Alternativ können Sie das Grillgut einfach auch indirekt grillen.

Warum kein Aluminium?

Bei längerem Kontakt mit Fleisch, besonders wenn es mariniert ist, können sich Aluminiumpartikel lösen und aufs Grillgut übergehen. Deshalb lieber Edelstahlpfannen nutzen oder indirekt grillen. Übrig gebliebenes Fleisch sollte ebenfalls nicht in Alufolie - lieber eintuppern.

Weiße Würste

Grillen Sie nur weiße Würste und ungepökelte Würste. Gepökeltes Fleisch kann beim Grillen krebserregende Stoffe freisetzen. Fragen Sie Ihren Metzger im Zweifelsfall, ob die Wurst, die Sie kaufen, zum Grillen geeignet ist.

Vegetarisches

Es muss nicht immer Fleisch sein. Versuchen Sie es doch einmal mit Gemüse. Stellen Sie sich selbst ihren individuellen Gemüsespieß zusammen. Tomaten, Pilze, Paprika, Oliven ... der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Gemüse enthält kaum Fett, ist darüber hinaus kalorienarm und gesund.

Elektro- oder Gasgrills

Es muss auch nicht immer Holzkohle sein: Elektro- oder Gasgrills rauchen nicht (so stark) wie offenes Feuer. Außerdem entfallen die Gefahren beim "Anzünden".

Tipps für Asthmatiker

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Mit Alugrillschalen wollen viele Menschen gesünder grillen. Doch tatsächlich machen die meisten einen Fehler, der ihre Gesundheit gefährden kann. [mehr]

Asthmatiker sollten darauf achten, dass Fett und Bratensaft nicht direkt in die Glut tropfen. Dabei entwickelt sich besonders viel Rauch, der bei Asthmatikern zu Hustenanfällen und Atemnot führen kann. Eine sichere Alternative ist der sogenannte Vertikal-Holzkohlegrill, bei dem die Glutbox seitlich liegt. Auch Elektro-, Gasgrill- oder Propangasgeräte sind für Asthmatiker geeignet, weil keine Flüssigkeiten ins Grillgut tropfen können.


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