Bubble Tea Trinkspaß mit vielen Kalorien & Zusatzstoffen
Eine Spezialität aus Südostasien hat die Getränkeszene erobert: Bubble Tea. Kleine, süße Perlen sollen viel Spaß und ein völlig neues Trinkerlebnis vermitteln. Ärzte, Krankenkassen und Verbraucherschützer allerdings warnen vor den Risiken.
Genaugenommen lautet die deutsche Übersetzung Blasentee - aber das führt zwangsläufig zu Missverständnissen. Gemeint ist natürlich kein Körperorgan, sondern die kleinen Perlen, die neben dem Schwarzen oder Grünen Tee essentieller Bestandteil des Drinks sind.
Maniokwurzeln & Ahornsirup
Die Urform der Bubbles sind schwarze Tapioka-Perlen, die aus gemahlenen Maniokwurzeln, vermischt mit Ahorn-Sirup, hergestellt werden. Ihre gummibärenähnliche Konsistenz erhalten die Kugeln durch Aufkochen.
Hauptsache süß
Beliebter als die traditionellen Tapioka-Perlen sind allerdings die bunten Bubbles. Hergestellt werden diese Bubbles aus intensiv süßen, eingedickten Fruchtsäften, ummantelt von Calciumhüllen: Litschi, Mango, Erdbeer - die Auswahl ist ähnlich opulent wie in einer Eisdiele, zumal man den Bubble Tea noch mit Milch und den verschiedensten Sirupsorten verfeinern kann. Der besondere Kick an der Sache: Die saftig-süßen Bubbles lassen sich mit extra dicken Trinkhalmen aufsaugen und zerplatzen beim Kauen im Mund.
Ärzte und Verbraucherschützer warnen
Üppige Kalorienbombe
Laut der Techniker Krankenkasse enthält ein 0,2-Liter-Becher Bubble Tea zwischen 300 und 500 Kalorien. Das entspricht etwa einem Drittel des Tages-Energiebedarfs eines Kindes.
Doch der neue Szene-Drink hat auch seine Schattenseiten: Kinderärzte zum Beispiel fordern Warnhinweise auf Bubble Tea-Bechern, da vor allem Kleinkinder sich an den meist erbsengroßen Kügelchen verschlucken können: Bubbles, die in die Luftröhre gelangen, könnten zu einer Lungenentzündung, schlimmstenfalls zu einem Lungenkollaps führen.
Zusatzstoffe en masse
Ein weiterer Kritkpunkt: Bubble Tea enthält je nach Zusammenstellung eine Vielzahl an Farb- und Aromastoffen, unter anderem auch die stark umstrittenen Azofarbstoffe, sowie Säuerungsmittel und Konservierungsstoffe. Diese Zusatzstoffe seien in vielen Fällen nicht klar gekennzeichnet, warnt die Verbraucherzentrale Bayern. Wünschenswert wäre neben der eindeutigen Kennzeichnung der Zusatzstoffe zudem eine Kennzeichnung von allergieauslösenden Inhaltsstoffen.

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