Ratgeber - Netzwelt


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Samsung vor Gericht Verbraucherschützer klagen wegen Updates

In Amsterdam muss sich Samsung heute vor Gericht verantworten. Geklagt hatte die Verbraucherschützer von Consumentenbond. Sie werfen Samsung vor, Android-Handys unzureichend mit Sicherheits-Updates zu versorgen. Von Achim Killer

Von: Achim Killer

Stand: 16.02.2016

Android-Update auf einem Smartphone | Bild: picture-alliance/dpa

Die niederländischen Verbraucherschützer betonen, dass sie den Smartphone-Marktführer stellvertretend für ganze Branche vor Gericht gezogen haben. Nach einschlägigen Schätzungen weisen 90 Prozent aller Android-Geräte gravierende Sicherheitslücken auf. Die Anwender sind machtlos, weil die Hersteller keine entsprechenden Patches bereitstellen.

Uninformierte Handy-Käufer

Üblicherweise liefern die Anbieter lediglich für teure Handys eine kurze Zeit lang Sicherheits-Updates und neue Betriebssystemversionen aus. Die Käufer von preiswerten Geräten gehen meist ganz leer aus. Zudem werden die Konsumenten oft im Unklaren darüber gelassen, ob sie überhaupt Updates erwarten können.

Aus Marketinggründen verändern die Hersteller die Systemsoftware von Google. Sie erhoffen sich bessere Verkaufschancen, wenn sich ihre Produkte von denen der Konkurrenz unterscheiden. Kundenservice und damit die Pflege der ausgelieferten Software spielt in diesem Marketing-Konzept keine Rolle.

Google liefert Original-Android

Ohne größere Probleme auf dem neusten Stand halten lassen sich nur Geräte von Google selbst und von Motorola, die unveränderte Betriebssystem-Versionen verwenden - und Handys, auf denen die Anwender selbst alternative Varianten wie etwa CyanogenMod installiert haben.


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