Ratgeber - Netzwelt


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Microsoft verklagt Verbraucherzentralen gegen Windows 10

Nutzerdaten sind bei Microsofts neuem Betriebssystem unzureichend geschützt. Diese Auffassung vertritt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und hat den Konzern deswegen vor dem Landgericht München verklagt.

Von: Achim Killer

Stand: 01.03.2016

Microsoft-Betriebssystem Windows 10 (Archivbild) | Bild: picture-alliance/dpa

Konkret werfen die Verbraucherschützer dem Software-Haus vor, die Datenschutzklauseln für Windows 10 seien "zu lang, unübersichtlich und unbestimmt". Die Nutzer aber müssen ihnen zustimmen, um auf das aktuelle Betriebssystem upgraden zu können.

Ein aufgeregter Klick und die Daten sind in Redmond

Nun ist die Installation neuer System-Software - insbesondere, wenn sie von Microsoft stammt - immer etwas aufregend. Ein Kalkül, dass der Nutzer in solchen Situationen nicht auch noch den Nerv hat, sich mit einem umfassenden Paragrafenwerk auseinanderzusetzen, geht also meistens auf. Er stimmt per Mausklick zu, ohne zu wissen, worin er einwilligt.

Aggressives Drängeln abgemahnt

Auch die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat angekündigt, Microsoft zu verklagen. Sie kritisiert, dass der Konzern Nutzer von Windows 7 in unzulässiger Weise zum Wechsel auf Windows 10 drängt. Beide Organisationen haben den Konzern zunächst abgemahnt. Da er sich weigert, schriftlich Besserung zu geloben, ziehen die Verbraucherschützer aus NRW jetzt vors zuständige Gericht nach München.


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