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Mach es selbst! Do-it-Yourself-Szene-Treff München

Fußballspielende Roboter, nähende Muttis und jede Menge 3D-Drucker: Das alles und noch viel mehr gab es zu bestaunen auf der mittlerweile dritten Do-it-Yourself-Messe „Make Munich“.

Von: Christian Schiffer

Stand: 19.01.2016

Der Geschäftsführer von Jinn-Bot, Roger Seebeger, erläutert Besucherinnen die Funktionsweise des humanoiden Roboters Jinn auf dem Do-It-Yourself-Festival "Make Munich" | Bild: picture-alliance/dpa

Drink-S heißt der Roboter, der ein wenig so aussieht wie R2D2 aus Star Wars und der unser Leben sehr viel bequemer machen soll – denn Drink-S mixt aus bis zu fünf unterschiedlichen Getränken Longdrinks und bringt sie einem per Knopfdruck.

Roboter-Butler erkennt seinen Herrn

Saber Kaygusuz ist der Erfinder des Drink-Roboters Drink-S.

Vier Jahre hat der 19-jährige Auszubildende Saber Kaygusuz mit zwei Mitstreitern an dem Hightech-Butler herumgebastelt, mittlerweile haben sie einen zweiten Prototyp fertig, den sie auf Veranstaltungen wie der „Make Munich“ vorführen. Bald wollen sie einen dritten Getränke-Roboter bauen, der dann vielleicht sogar per Gesichtserkennung daran erinnern soll, wer was bestellt hat.

Entstanden ist Drink-S vor allem im Nürnberger FabLab, das sind kleine Hightechwerkstätten in denen beispielsweise 3D-Drucker, Laser-Cutter und Fräsmaschinen stehen. FabLabs sind oft gemeinnützige Vereine und solche Werkstätten gibt es mittlerweile überall auf der Welt. Inzwischen erobern sie auch die Provinz. So soll in Neumarkt i.d. OPf. demnächst eine solche Werkstätte entstehen, die Neumarkter können hier dann selbst ihre Ersatzteile ausdrucken.

Mondbasen aus dem 3D-Drucker

3D-Drucker sind schon mal so groß wie ein Container.

3D-Drucker waren auf der „Make Munich“ unübersehbar und manch einer glaubt daran, dass diese Technologie die Welt zum besseren verändert. Schon längst ist die Rede davon, dass es möglich wäre, mit der Technik Herzklappen oder künstliche Nieren auszudrucken und zwar auch in den entlegensten Regionen unserer Erde. Sogar Mondbasen oder Häuser auf dem Mars könnten irgendwann einmal aus solchen Drucken kommen, die auch schon mal so groß sein können wie ein Container.

Die „Make Munich“ – die größte Veranstaltung ihrer Art in Süddeutschland – zeigte nun schon zum dritten Mal ihre vielen nützlichen bis skurrilen Hightech-Basteleien. Auch das ist ein Indiz dafür, dass die Do-it-Yourself-Bewegung rasant wächst. Und: Das Selbermachen könnte sich für manch einen vielleicht sogar auszahlen: Saber Kaygusuz und seine Freunde haben vor kurzem eine kleine Firma gegründet und suchen nach Investoren.


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