Digital Life Design '13 Zukunfts-Konferenz in München
In München trifft sich die digitale Prominenz zur Digital Life Design. Auf der Zukunfts-Konferenz diskutieren Web- und Technikexperten, Unternehmer und Kreative drei Tage lang über die Zukunft in einer vernetzten Welt.
Zum neunten Mal veranstaltet der Burda-Verlag die Digital Life Design (DLD), diesmal unter dem Motto "Patterns That Connect" (deutsch in etwa: "Verbindende Muster"). Von 20. bis 22. Januar geht es in München um aktuelle technologische Entwicklungen und darum, was sie für unsere Zukunft bedeuten könnten.
E-Commerce und Datenschutz
DLD
Die Digital Life Design (DLD) wurde im Jahr 2005 aus der Taufe gehoben und findet seither jährlich im Januar in München statt. Die DLD ist eine der meistbeachteten internationalen Konferenzen aus dem Netz- und Digitalbereich. Immer wieder treten schillernde Figuren als Referenten auf, neben der Digitalwirtschaft und –Wissenschaft zum Beispiel auch aus dem Showgeschäft: Neben Facebook-Boss Zuckerberg und Google-Boss Schmidt war auch Lady Gaga schon zu Gast.
Sprecher aus aller Welt zerbrechen sich auf Podien und bei Vorträgen die Köpfe darüber, was die vernetzten Digitaltechnologien der Welt in Zukunft bringen, in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. Unter anderem Telekom-Chef René Obermann trat bereits als Sprecher auf, Virenspezialist Eugene Kaspersky referierte und diskutierte mit IT-Sicherheitsexperte Mikko Hypponen über das Gefahrenpotenzial von Cyberwaffen. Für ein Raunen - auch bei Twitter (Hashtag zur DLD: #dld13) - sorgte die Äußerung des Russen Kaspersky, dass der deutsche Atomausstieg wohl nicht nur mit Fukushima, sondern auch mit der Angst vor einem Computervirus wie Stuxnet zusammenhängen könnte.
Marissa Mayer als Überraschungsgast
Meist gibts bei der DLD noch einen Überraschungsgast als Zuckerl obendrauf, in diesem Jahr ist es Yahoo-Chefin Marissa Meyer. Im DLD-Programm stehen heuer besonders im Fokus: Die Zukunft des E-Commerce, also des Handels über das Internet, sowie IT-Sicherheit und Datenschutz als komplementäre Themen. Außerdem stehen gesellschaftliche Fragen wie Veränderungen im Bildungsbereich und der Wandel der Unterhaltungsbranche auf der Agenda.
Beim Thema E-Commerce wird in Zukunft interessant, wie sich der Tablet- und Smartphone-Boom auswirken. Mobile Endgeräte verändern das Kaufverhalten von Kunden, durch ortsbezogene Werbeeinblendungen ergeben sich neue Geschäftsmodelle – etwa dann, wenn ein Kunde vor einem Ladengeschäft auf dessen Sonderangebote hingewiesen wird. Aber auch die Nutzung von Websites verändert sich: Kleinere Displays als bei einem klassischen PC und die Touchscreen-Bedienung erfordern etwa neue Bedienkonzepte für Websites beziehungsweise Apps.
Muster im Daten-Moloch
Hinzu kommt eine immer stärkere Personalisierung von Webangeboten. So können durch die automatisierte Auswertung großer Datenmengen zum Online-Nutzungsverhalten einer Person - Stichwort Big Data - immer besser auf individuelle Bedürfnisse und Interessen angepasste Webangebote angezeigt werden. Hier greift auch die Metapher vom Muster im diesjährigen Motto: Big-Data-Auswertung funktioniert vor allem über die Erkennung von Mustern und Regelmäßigkeiten in einem auf den ersten Blick chaotischen Daten-Moloch, den Millionen von Webservern Tag für Tag weiter anhäufen.
Nicht zuletzt geht es bei den Diskussionen mit Vertretern aus Digital-Industrie und Medien, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, und Kunst auch um die Frage, wie die neuen Technologien in Zukunft unsere Gesellschaft verändern werden.
In diesem Jahr sind unter anderem angekündigt:
Jack Dorsey, Twitter-Gründer
David Marcus, CEO Paypal
René Schuster, CEO Telefónica Deutschland
René Obermann, Vorstandsvorsitzender Telekom
Eugene Kaspersky, Gründer Kaspersky IT Security
Sanghvi Ruchi, CTO Dropbox

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