CD / DVD gebrannt: 5 bis 10 Jahre
Nach fünf bis zehn Jahren sind gebrannte CDs und DVDs häufig nicht mehr lesbar, wobei CDs in der Regel schneller kaputt gehen als DVDs. Licht, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und mechanische Einwirkungen wie Kratzer greifen die reflektierende, meist metallische Beschichtung an, in der die Daten eingebrannt sind. Auch Beschriftungen mit Folien- oder Filzschreiber, die auf der Oberseite und damit – nur getrennt durch ein bisschen Schutzlack – auf der Speicher-Schicht angebracht sind, können diese mit der Zeit chemisch angreifen.
30 Jahre CD Welcher Datenträger hält am längsten?
Papier verrottet - digitale Daten bleiben? Weit gefehlt! Texte, Fotos oder Musik sind auf CD nicht für alle Zeiten sicher. Zum 30. Geburtstag der glänzenden Plastikscheiben checken wir die Haltbarkeit verschiedener Datenträger.
Am 17. August 1982 startete die damalige Polygramm die erste serienmäßige Produktion der Compact Disc (CD) - mit einer Chopin-Einspielung von Claudio Arrau. Die erste Pop-CD war zugleich das letzte ABBA-Album, The Visitors. Wer sich die Scheibe damals gekauft hat, hat Glück, wenn sie heute noch funktioniert. Denn auch bei pfleglichem Umgang und der Vermeidung jedes Kratzers macht der Verfall vor der CD nicht halt.
50 bis 100 Jahre haltbar - im Idealfall
Zwar geben Hersteller an, CDs würden 50 bis 100 Jahre halten. Doch dafür müssten sie konstant bei einer Ideal-Temperatur von 25 Grad Celsius und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit gelagert werden, am besten auch bei völliger Dunkelheit. Compact Discs, die im Auto in der Ablagemulde auf dem Armaturenbrett vor sich hin gammeln, geben leicht schon eher den Geist auf. Und im Gegensatz zu gepressten Kauf-CDs sind selbst gebrannte Scheiben noch einmal um ein Vielfaches anfälliger für äußere Einflüsse, da kann auch schon nach fünf Jahren Schluss sein.
Auch wenn die CD-Verkäufe in Zeiten von Musikdownloads und –Streamings, mp3s und USB-Stick-fähigen Autoradios stark einbrechen, besitzen doch noch immer die meisten Menschen CDs. Nicht nur Musik, auch Abschlussarbeiten, Urlaubsfotos oder Videos schlummern darauf – einem ungewissen Ende entgegen. Denn nicht nur die Verkaufszahlen von CDs im Allgemeinen gehen den Bach runter, sondern mit der Zeit auch die Daten auf der einzelnen Scheibe. Um Musik und Datenverlust zu vermeiden, empfiehlt es sich, von jedem CD-Inhalt, den man für erhaltenswert befindet, digitale Sicherungskopien anzulegen. Das kann ebenfalls auf CD oder DVD geschehen, auf der Festplatte des Rechners oder auf Speicherkarten und -Sticks.
Auch Sicherungskopien halten nicht ewig
Alle paar Jahre sollten auch Sicherungskopien wieder erneuert werden. Erstens, weil sich die verwendeten Datei- und Datenträgerformate ändern: Man hätte schon ein kleines Problem, wollte man etwa heute ein Laufwerk kaufen, um eine 5,25-Zoll-Diskette auszulesen, die vor 20 Jahren gängig war.
Zweitens sind auch die CDs oder DVDs, Platten, Sticks und Karten, auf denen eine Sicherungskopie gespeichert ist, einem natürlichen Verfall unterworfen. Welcher Datenträger wie lange hält, sehen Sie in der folgenden Bildergalerie - von der Steintafel bis zum Flash-Speicher:
Hologramme und DNA - Speicher der Zukunft
Wissenschaftler speichern immer größere Datenmengen auf immer kleinerem Raum. Als vielversprechende Technologie gilt seit Jahren der sogenannte holografische Speicher, bei dem Information zum Beispiel in dreidimensionale Kristalle eingespeist wird. Werden diese auf eine Disc aufgebracht, könnte diese bedeutend mehr Daten speichern als heutige CDs, DVDs oder Blurays, bei denen nur die Oberfläche beschrieben werden kann. Ein weiterer Ansatz ist eine Jahrmillionen alte Speichertechnik aus der Natur: die DNA, der genetische Erbgut-Speicher aller Lebewesen. Forscher der Harvard-Universität codierten jüngst den Inhalt eines Buches, über 50.000 Wörter und einige Bilder beziehungsweise 5,27 Megabit digitale Daten, in DNA-Moleküle auf sogenannten Bio-Chips und lasen die Informationen anschließend wieder aus. Die Technik könnte dereinst extrem platzsparende Speichermedien hervorbringen: Etwa der gesamte komplizierte Aufbau des menschlichen Organismus ist per DNA in einer mit bloßem Auge nicht erkennbaren Zelle gespeichert. Auch an Langlebigkeit ist DNA kaum zu überbieten: Heute noch wird erhaltene DNA aus Jahrtausende alten Fossilien extrahiert.

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Michael Richter, Montag, 20.August, 12:10 Uhr
1.
Unglaublich, wie Sie einfach das schwarze Gold übergehen, gerade, wo Vinyl jetzt mehr verkauft als zuvor. Ich wüsste gern wie lange eine Schallplatte hält, und wo der Unterschied zwischen einer heavyweight Pressung und einer ganz dünnen...