Ratgeber - Netzwelt


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BSI rät zu Sicherheits-Updates Sichere Android-Handys sind unmöglich

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt Android-Nutzern dringend, ihre Smartphones und Tablets auf den aktuellen Sicherheitsstand zu bringen. Die würden das meist gerne tun. Aber viele Hersteller halten keine Updates bereit.

Von: Achim Killer

Stand: 07.01.2016

Bunte Android-Männchen stehen im Berliner Google-Büro in einer Vitrine.  | Bild: picture-alliance/dpa

Am Montag hat Google zwölf Sicherheitslücken in seinem Handy-Betriebssystem Android geschlossen. Fünf davon stuft der Konzern als „kritisch“ ein, also als richtig gefährlich. „Aktualisieren Sie Android“, rät das BSI den Nutzern in einer als „technische Warnung“ überschriebenen dringenden Empfehlung. Android-Nutzer sollten das Betriebssystem aktualisieren, sobald sichere „Versionen für ihr Gerät verfügbar“ sind.

Google repariert nur Software für Nexus-Geräte

Das wird allerdings in den meisten Fällen nie geschehen. Google selbst stopft nur Sicherheitslücken bei Geräten der Marke „Nexus“, die im Auftrag des Konzerns gefertigt werden. Die Software von anderen Handys müsste von deren Anbietern angepasst werden. Daran aber haben die Unternehmen oft kein Interesse.

Herstellern ist Sicherheit egal

Android ist ein Betriebssystem, das für die Bedürfnisse der Smartphone-Hersteller entwickelt wurde. Die können neue Funktionen einbauen und ihre Gadgets so von denen der Konkurrenz unterscheiden. Dafür müssten sie allerdings auch Sicherheits-Updates für ihre veränderte Software bereitstellen. Aber wenn das tatsächlich nötig wird, verticken die Anbieter meist schon neue Geräte. Die alten interessieren sie dann nicht mehr.

  • Achim Killer | Bild: BR Achim Killer

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