Zrinka Cvitesic wurde als beste Hauptdarstellerin im Film "Die Brücke am Ilbar" mit dem Bernhard-Wicki-Filmpreis ausgezeichnet.
Festival-Flimmern über München - mit und ohne Stars
Marilyn Monroe war wieder nicht da. Und Robert de Niro - in jungen Jahren zu Gast in München - ließ sich auch nicht blicken. Dafür: Julie Delpy und Melanie Griffith und James Franco. Letztere beantwortete die Fragen der Fans genauso geduldig wie Independentfilmer Todd Haynes. Gespräche statt Geglitzer - das Motto des alten Festivalchefs Andreas Ströhl lebt trotz einer leichten Öffnung hin zum Blockbusterkino fort.
"Wir hatten nicht mehr roten Teppich als früher, wir haben bloß versucht, darauf mehr hinzuweisen", kommentierte Festivalsprecher Michael Amtmann. Die neue Chefin und das Festival selbst machten auf dem Teppich und daneben eine gute Figur. Zum 30. Jubiläum hatte sich das Filmfest eine Diät verordnet: Statt 240 Filmen wie im Vorjahr liefen diesmal 186 - immer noch mehr, als sich auch der filmwütigste Fan anschauen kann. Die Zahl der Zuschauer blieb mit 70.000 dann auch konstant.
Und Preise gab es natürlich auch wieder - zum Abschluss den mit 30.000 Euro dotierten Arri-Preis für den besten ausländischen Film. "La Pirouge" von Moussa Touré porträtiert Flüchtlinge, die es vom Senegal aus in einem Fischerboot nach Europa schaffen wollen. Null Glamour, guter Film.

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