Kultur - Film


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Wie alles begann Bewegte Bilder damals und heute

Der Wunsch Erlebnisse in Bildersequenzen festzuhalten, ist so alt wie die Menschheit. Schon Höhlenmalereien, die vor mehr als 30.000 Jahren entstanden sind, zeigen animierte Jadgszenen. Erfahen Sie mehr zu den Meilensteinen der Animationstechnik.

Stand: 03.08.2011 | Archiv

Bildleisten für die Laterna Magica | Bild: picture-alliance/dpa

Bilder sind fast so alt wie der Mensch. Schon unser Urahn, der Höhlenmensch, benutzte Bilder, um Jagdszenen in Bewegungsabläufen darzustellen. Natürlich hat sich in den letzten 30.000 Jahren einiges getan. So sind Höhlenwände als Projektionsfläche durch große Leinwänden ersetzt worden und einfarbige Maltechniken sind aufwendigen Vielfarbtechniken gewichen. Bis dahin war es allerdings ein weiter Weg, auf dem noch viele technische Zusammenhänge erkannt und in Neuentwicklungen eingebracht werden mussten.

Die Wahrnehmung des Menschen

Leonardo Da Vinci legte mit seiner Beschreibung der "Camera Obscura" den Grundstein für die Fotografie und den Film. Mitte des 17. Jahrhunderts konnte der Jesuitenpater Athenasius Kirchner durch den Einsatz von Linsen den ersten Projektor, die "Laterna Magica" herstellen. Doch erst die Studien des Belgiers Joseph Antoine Ferdinand Plateau über die Wahrnehmung des Menschen schuf die Grundlagen für die ersten Filmvorführgeräte. 1829 veröffentlichte er seine Erkenntnisse über den "Netzhauteffekt" und leitete 1836 daraus die Gesetzte des "stroboskopischen Effektes" ab. Um diesen Effekt zu illustrieren, entwarf er in dieser Zeit das "Lebensrad".

Von der Theorie zur Praxis

In den folgenden Jahren tüftelten mehrere Erfinder an der Umsetzung praktikabler Vorführgeräte. Der Guckkasten für den einzelnen Zuschauer wurde von Edison entwickelt und vorwiegend auf Jahrmärkten eingesetzt. Franz Freiherr von Uchatius kombinierte diese ersten Projektoren mit der so genannten "Laterna Magica", dem Vorläufer heutiger Diaprojektoren, um seine Filme aufzuführen. Der Franzose Émile Reynaud verfeinerte diese Technik, indem er die Bilder auf die Rückseite der Leinwand projizierte. Diese Installation - das "Théâtre Optique" - wurde am 28. Oktober 1892 im "Cabinet fantastique" des Museums Grévin in Paris ausgestellt und lockte bis 1900 über eine halbe Million Besucher an.

Meilensteine der vergangenen Jahrhunderte

Verschiedene Materna-Magica-Modelle

1589 Camera Obscura
Leonardo Da Vinci

1646 Laterna Magica
Athenasius Kirchner

1832 Lebensrad
Ferdinand Plateau

1892 Théâtre Optique
Émile Reynaud


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