Hier will niemand rutschen: Das Freibad vor der Renovierung
miteinander-Finalisten Förderverein Höhenschwimmbad Gößweinstein
Badegäste ziehen im chlorfreien Wasser ihre Bahnen, Kinder bauen am Matschspielplatz Sandburgen und Sonnenhungrige relaxen auf der Liegewiese.
Eine ganz normale Szene aus einem ganz normalen Freibad? Nein, denn das Höhenschwimmbad in Gößweinstein lag lange brach, nachdem es die Gemeinde aus Geldnot geschlossen hatte. Engagierte Bürger haben es dank kreativer Ideen und mit viel Einsatz wieder zum Leben erweckt. Sie gründeten einen Förderverein und funktionierten das leere Schwimmbecken in einen Veranstaltungsort für Konzerte, Kleinkunst und Theater um. Mit dem eingenommenen Geld konnten sie das Bad sanieren, im Mai 2011 wurde es als Naturbad wiedereröffnet. Inzwischen engagieren sich fast 200 Vereinsmitglieder. Der Eintritt ins Freibad ist übrigens für alle Gäste kostenlos.
Begründung der Jury: In den letzten Jahren mussten viele Gemeinden ihre Schwimmbäder aus Geldnot schließen. Statt darüber zu klagen, haben die Gößweinsteiner selbst angepackt. Ihr Beispiel zeigt: Mit kreativen Ideen gelingt es, ans nötige Geld zu kommen. In Zeiten, in denen immer weniger Kinder schwimmen lernen, ist der Erhalt des Freibads ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag. Das Bad ist Treffpunkt für Gößweinsteiner und Touristen, für Kinder, Familien und Senioren, für Schwimmer und Erholungssuchende. Die gesamte Gemeinde profitiert davon. Ein Projekt, das Körper und Seele guttut.

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