Further Drachenstich Tradinno - gut zu Fuß und schaurig schön
Feuer spucken und laufen kann er wie ein echter Drache. Doch Letzteres nur langsam, kein Wunder, denn mit seinen 4,50 Metern Höhe passt Tradinno nur knapp durch das Further Stadttor.
Seit einem halben Jahrtausend ersticht in Furth im Wald der tapfere Ritter Udo die Bestie. "Furth lebt, solange der Drache stirbt" - das ist das Motto des Spektakels im Landkreis Cham. Und so muss das Ungeheuer jedes Jahr im August dran glauben. Zehntausende Zuschauer erleben den Tod der Bestie bei einem der ältesten Volksschauspiele Deutschlands.
Zurück ins Mittelalter
Mit dem Kampf des jugendlichen Helden gegen den unsterblichen Lindwurm taucht Furth im Wald ins Mittelalter: ein lebendiges Bilderbuch der über 500 Jahre alten Geschichte des Grenzlandes mit Groß und Klein im mittelalterlichen Wams, mit Ritterspielen, historischem Festzug und Kinderfest - siebzehn Tage lang.
Besuchermagnet Tradinno
Bei dem Volksschauspiel trat 2010 erstmals der für 2,3 Millionen Euro gebaute High-Tech-Drache auf. Der neue Tradinno sorgte für einen Besucheransturm. 1.600 Zuschauer verfolgten in der ausverkauften Arena den Kampf Ritter gegen Drache.
Auch nach der Vorstellung war das feuerspeiende und brüllende Ungeheuer noch eine Attraktion: "Viele Zuschauer haben sich mit dem Drachen fotografieren lassen und ihn noch einmal genauer angeschaut", berichtet der Organisator der Festspiele, Gerhard Maier, voller Stolz. Der Gang des Drachen wurde verbessert, sein Gebrüll verändert und verfeinert. Außerdem zeigt sich das Ungetüm im Kampf gegen Ritter Udo jetzt wendiger und widerspenstiger - oder salopp gesagt einfach "actionreicher" als der Vorgänger. Aber das ist kein Wunder, schließlich hatte der auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Er stammte aus dem Jahr 1974.
Drachenstich 2013
Vom 2. - 18. August spuckt der High-Tech-Drache in Furth im Wald.

Wetter


