Zum 350. Geburtstag von Kurfürst Max Emanuel von Bayern zeigt das Neue Schloss Schleißheim ...
Max Emanuel von Bayern Ein Fürst für Krieg und Kunst
Nach einem gloriosen Start, der Befreiung Wiens von den Türken, steuerte Kurfürst Max Emanuel auf schwierige Zeiten zu. Am Ende hinterließ der vor 350 Jahren geborene Blaue Kurfürst Bayern hohe Schulden - und schöne Schlösser.
Der junge Kurfürst wurde von seinem Land gefeiert, weil er 1683 mit seinen Truppen mithalf, Wien von der Bedrohung durch die Türken zu befreien. Sogar die Osmanen bewunderten den jungen Feldherrn, den sie nach seiner Uniform "blauer König" nannten.
Hoffnung auf das spanische Reich
Max II. Emanuel, geboren am 11. Juli 1662, hatte Großes vor in seinem Leben und machte sich sogar Hoffnungen auf das spanische Reich. Schließlich hatte König Karl II. von Spanien mangels eines eigenen Nachkommen den Sohn des Bayernfürsten als Erben benannt. Doch Kurprinz Joseph Ferdinand starb 1699 als sechsjähriger Bub.
Im französischen Exil
Im anschließenden spanischen Erbfolgekrieg verloren Frankreich und Bayern an seiner Seite die erste große Schlacht, Max Emanuel stand plötzlich ohne Land und ohne Geld da. Die Reichsacht wurde über ihn verhängt. Der oberste Soldat und Lebemann fand Zuflucht in Frankreich.
Großprojekt Schloss Schleißheim
Als Max Emanuel 1714 nach Ende des Erbfolgeskrieges nach Bayern zurückkehrte, verlagerte sich der kunstsinnige Herrscher aufs Schlösserbauen und Kunstsammeln. Sein großes Projekt war jetzt die Schlossanlage Schleißheim nördlich von München. Neben Schloss Nymphenburg war es das bedeutendste Bauprojekt des bayerischen Barockfürsten.

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