Bayern - Geschichte


1

Landesausstellung 2016 Aldersbach ist Bayerns "Bier-Stadt"

Zum 500. Jubiläum des Reinheitsgebots wird 2016 die Landesausstellung "Bier in Bayern" im niederbayerischen Klosterort Aldersbach zu sehen sein. Der Vertrag dazu wurde Anfang Februar im Refektorium des Klosters unterzeichnet. Damit ist Aldersbach nun offiziell Bayerns "Bier-Stadt". Die Landesausstellung soll die Verbundenheit Bayerns mit dem "Lebensmittel" Bier ins Bewusstsein rücken.

Stand: 04.02.2012

"Diese Ausstellung wird Furore machen mit ihrem wunderschönen Kloster, mit der Asamkirche, mit historischen Räumen, wie sie sich ein Ausstellungsmacher nur wünscht. Aldersbach ist der optimale Spielort", schwärmte der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Richard Loibl, bei der Vertragsunterzeichnung. Das Haus der Bayerischen Geschichte ist jeweils Veranstalter der Landesausstellungen.

Alle Sinne ansprechen

Bei der Schau in Aldersbach, so Loibl weiter, solle sich bayerische Brau- und Wirtshauskultur mit allen Sinnen erleben lassen. Dafür ist geplant, die ehemalige Abteikirche und Teile des Konvents mit seinen Bibliotheks- und Refektoriumssälen in die Ausstellung einzubeziehen. Dadurch stehen rund 1.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Die Kosten für die Schau belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro.

Dass die Landesausstellung 2016 in seiner Gemeinde stattfindet, freut vor allem Aldersbachs Bürgermeister Franz Schwarz. "Unsere Gemeinde steht für das Zusammenspiel von klösterlicher Vergangenheit und Moderne, mit einer Brauerei, die sich ihren Namen verdient", erklärte der CSU-Politiker. "Das ist wirklich eine Ehre für die Gemeinde und die ganze Region", ergänzte nicht minder stolz Heinz Grunwald, der Regierungspräsident von Niederbayern.

Einstimmiges Votum für Aldersbach

Mit dem Motto "Bier und Barock" überzeugte die Aldersbacher Bewerbung die Jury. Das mit Experten aus dem Museumswesen, der Denkmal- und Heimatpflege sowie aus Tourismus und Wirtschaft besetzte Gremium traf die Standortentscheidung für die Landesausstellung 2016 sogar einstimmig. "Aldersbach ist geradezu idealtypisch für die Geschichte als auch für die Gegenwart des Lebensmittels Bier in Bayern", sagte damals Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch zur Begründung.

Die 4.300-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Passau setzte sich damit souverän gegen namhafte Konkurrenten durch. Um die Landesausstellung und den Titel "Bier-Stadt" hatten sich unter anderem auch Ingolstadt, Freising, Kulmbach, Bayreuth, Bamberg, Weihenstephan und das Kloster Ettal beworben. Aldersbach, dreißig Kilometer von Passau gelegen, ist vor allem für das ehemalige Zisterzienserkloster und die Asamkirche bekannt. In dem komplett erhaltenen Klosterkomplex werde die typisch bayerische Verbindung von "Bier und Barock" besonders deutlich, war sich die Jury einig. Bis heute wird in Aldersbach Bier in der Brauerei der Freiherren von Aretin gebraut.

"Bier-Beziehungen" zu den Nachbarn

Logo der Landesausstellung 2016 "Bier in Bayern"

Die Entscheidung fiel im November 2010 auch deswegen für Aldersbach aus, weil der Ort ein hohes touristisches Potenzial habe. Außerdem sah die Jury die Chance, die Landesausstellung grenzübergreifend zu gestalten. Seit jeher bestehen von hier aus enge "Bier-Beziehungen" zu den Nachbarländern Tschechien und Österreich.

500 Jahre Reinheitsgebot

Hopfen, Gerste und Wasser. Ausschließlich aus diesen drei Inhaltsstoffen darf bayerisches Bier gebraut werden – so will es das Reinheitsgebot, das der bayerische Herzog Wilhelm IV. im April 1516 in Ingolstadt erließ. Seit dem 20. Jahrhundert gilt es auch in ganz Deutschland, und mittlerweile werben selbst Brauereien in den USA oder in Tschechien mit Bier gebraut nach dem Reinheitsgebot. Grund genug für das Haus der Bayerischen Geschichte, die Landesausstellung 2016 diesem Exportschlager zu widmen.

Bier, das bayerische Lebenselixier, in Bildern


1