Gaudiwurm mit Gänsehaut Faschingsumzug im Eiswasser
Bei vier Grad Wassertemperatur haben sich Hunderte Teilnehmer zum traditionellen Donauschwimmen in den Fluss gewagt. Vier Kilometer flussabwärts warteten in Neuburg geheizte Räume - und abends der Donauschwimmer-Maskenball.
Die Gaudi mitten auf dem Fluss stieg trotz eisiger Temperaturen. Das Neuburger Donauschwimmen, das heuer zum 43. Mal stattfand, hat Kultstatus. Die meisten Schwimmer trugen bunte Kostüme zum schwarzen Neopren oder liessen allerlei schwimmfähige Accessoires zu Wasser. Denn was bei Umzügen die Motivwagen, sind auf der Donau Kähne und Flöße aus aufgeblasenen LKW-Reifen oder zusammengebundenen Schwimmtieren. Da dümpelte schon mal ein Leuchtturm vorbei, eine Wasserrutsche oder ein Kampfjet.
Trockener Humor
Rund 10.000 Zuschauer verfolgten das bunte Faschingstreiben vom Ufer aus. Das größte Winterschwimmen Europas begann um 13 Uhr an der Staustufe Bittenbrunn. Schwimmer mussten einen Neoprenanzug mitbringen, fit und mindestens 15 Jahre alt sein. Die Wasserwacht Neuburg war auch diesmal der Veranstalter für die rund 2.000 Teilnehmer.
Wie frieren sie lieber?
Für die vier Kilometer lange Strecke von Bittenbrunn bis zur Wasserwacht beim Neuburger Ruderclub waren die Donauschwimmer etwa 30 Minuten im eiskalten Wasser. Ganz Hartgesottene durften sogar ohne Neoprenanzug antreten, sie schwammen auf einer "Kurzstrecke" immerhin 500 Meter weit. Begleitet wurden die Wintersportler von Rettungsbooten, um schnelle Hilfe leisten zu können.
Maskenball auch für Nichtschwimmer
Zum Abschluss wärmen sich Schwimmer und Schlachtenbummler beim legendären Donauschwimmerball in Neuburg auf. Die Veranstalter stellen in zwei Turnhallen Schlafplätze zur Verfügung, damit nachts niemand mehr heimschwimmen muss.

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