Amazon-Logistikzentrum
Vor wenigen Monaten hat das Logistikzentrum von Amazon in Graben, südlich von Augsburg, eröffnet. Es hat eine Fläche von 110.000 Quadratmetern. Aldi, Lidl und DHL haben hier ebenfalls riesige Lagerhallen.
Straßenverkehr Werden die LKW auf Bayerns Straßen immer mehr?
Anstatt von der Straße auf die Schiene scheint die Entwicklung genau umgekehrt zu laufen: Die deutsche Wirtschaft verlässt sich auf ausgeklügelte Logistiknetzwerke, deren Stützpunkte fernab der Bahntrassen liegen.
Möglichst viele Gütertransporte auf die Bahn verlagern – das wünschen sich angesichts überfüllter Autobahnen alle. Aber die Entwicklung geht in eine andere Richtung. Die deutsche Wirtschaft verlässt sich auf immer ausgeklügeltere Logistiknetzwerke, die mit Stützpunkten abseits der Bahntrassen arbeiten.
Die Lieferung von Internetbestellungen am nächsten Tag zum Beispiel ist ohne den Nachtsprung per LKW nicht denkbar. Der führende Internethandelskonzern Amazon baut beispielsweise deutschlandweit ein Logistikzentrum nach dem anderen. Derzeit sind es fünf, drei weitere sind im Bau.
Wir besuchen den vergangenes Jahr eröffneten Standort in Graben südlich von Augsburg. Von hier aus liefert Amazon nach ganz Deutschland das Sortiment - von Büchern über Elektronik bis zu Körperpflege. Die Halle ist 110.000 Quadratmeter groß – was darin passiert, nennen Experten ein „organisiertes Chaos“.
Hintergrund
Der Güterverkehr in Deutschland wird vor allem mit Lastwagen abgewickelt: LKW hatten 2011 einen Anteil von 71 Prozent. Auf der Schiene wurden nur knapp 18 Prozent der Güter transportiert. Auch die Prognosen des Bundesverkehrsministeriums gehen nicht davon aus, dass dieser Trend gebrochen wird.

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