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Die Wirtschaft wächst und Bayern bleibt schön?

Nachhaltigkeit Die Wirtschaft wächst und Bayern bleibt schön?

Stand: 01.06.2012
Illustration: Hände umfassen Bayern-Karte mit Landschaftsbild | Bild: BR

Wirtschaftswachstum und Ressourcen schonen – kann das zusammen gehen oder schließt das eine das andere aus? Wie kann nachhaltiges Wirtschaften aussehen? In einer fünfteiligen Serie beleuchten wir das Thema Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer ist davon überzeugt, dass gutes Wirtschaften und Wirtschaftswachstum mit weniger Ressourcenverbrauch machbar ist. Er fordert statt quantitativem „qualitatives Wachstum“:

Zitat Horst Seehofer:

Ministerpräsident Horst Seehofer

"Qualitatives Wachstum ist zum Beispiel, dass man im Bereich Energie, zum Beispiel bei der Elektromobilität, weniger fossile Energie braucht und trotzdem ein Wachstumsfeld erschließt mit Elektromobilen. Wir als Bayern geben immer eine technologische Antwort auf Herausforderungen. So wie wir sagen: Wir tilgen unsere Altschulden durch Wachstum, so wollen wir Wachstum ohne Ressourcenverbrauch oder mit weniger Ressourcenverbrauch als in der Vergangenheit.“

BR-Reporter Hans Häuser beleuchtet das Thema Nachhaltigkeit aus verschiedenen Blickwinkeln. Tourismus, grünes Wachstum, lebendige Dörfer, Nachhaltigkeit lernen und Nachhaltigkeit im Privaten.

Bilder aller Stationen

Dienstag, 29. Mai 2012

Kann Tourismus nachhaltig sein? Im Jungle Bay Resort in der Karibik gibt es die einzige Feriensiedlung weltweit, die wirklich nachhaltigen Tourismus betreibt. Geografiestudenten der Uni München versuchen, daraus Empfehlungen für den bayerischen Tourismus abzuleiten.

Info

Das Jungle Bay Resort liegt auf Dominica in der Karibik (Kleine Antillen), zwischen Guadeloupe und Martinique. Dort leben 70.000 Einwohner, Roseau ist der Hauptort und dort befindet sich auch der internationale Flughafen. Die Parlamentarische Republik war eine britische Kolonie und ist seit 1978 unabhängig und Mitglied im Commonwealth. Früher lebten die Menschen vor allem vom Bananenexport, jetzt ist der Tourismus wirtschaftlicher Hoffnungsträger.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Das Umweltinstitut Augsburg berät Unternehmen, die umweltfreundlicher wirtschaften wollen. Wie erfolgreich das gelingt, bewertet eine Münchner Ratingagentur. Wie nachhaltig sind die bayerischen Unternehmen? BR-Reporter Hans Häuser hat sich den Maschinenbauer Krones in Neutraubling bei Regensburg angeschaut.

Hintergrund

Richtig nachhaltig wirtschafen nach Auskunft der Münchner Ratingagentur Oekom nur etwa ein bis zwei Prozent der Unternehmen weltweit. Fast 60 Prozent der 3.100 weltweit getesteten Unternehmen haben den Umweltschutz noch gar nicht für sich entdeckt.

Für das Augsburger Umweltinstitut Bifa steht bei der Beratung nicht nur nachhaltige Produktion im Fokus. Vor allem die Produkte müssen umweltfreundicher werden. Dazu zählt auch, ob Banken Kredite an umweltschonenende Firmen oder für nachhaltige Projekte vergeben.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Die Gemeinde Riedbach in Unterfranken hat sich mit Nachbargemeinden dazu verpflichtet, keine neuen Bauplätze mehr auszuweisen. Stattdessen sollen Ortskerne erhalten und Flächenverbrauch vermieden werden. Allerdings gelingt das nicht immer.

Hintergrund

Die Gemeinde Riedbach liegt im Landkreis Haßberge in Unterfranken. Sie besteht aus sieben Ortsteilen, unter anderem Mechenried und Humbrechtshausen. Dort leben knapp 1.800 Einwohner.

Um den Flächenverbrauch zu minimieren, gibt's Allianzen zur Nachverdichtung, gegen Flächenverbrauch und Ausbluten der Ortskerne: Hofheimer Allianz, Allianz Oberes Wermtal, Kreuzberger Allianz und die Allianz Schweinfurter Oberland.

Freitag, 1. Juni 2012

Wer Geschäfte macht, möchte möglichst hohe Renditen erzielen. Mit dem Spiel "Fish Banks" können Interessierte Nachhaltigkeit üben. Ziel des Spieles ist es, als Fischereiunternehmer möglichst hohe Renditen zu erzielen und dabei nachhaltig zu sein. Die Teilnehmer versuchen den Drahtseilakt zwischen Gewinnstreben und Nachhaltigkeit zu bewältigen.

Hintergrund

BenE München e.V. bietet Workshops zu systemischem Denken und nachhaltiger Entwicklung an. In diesen Veranstaltungen werden unter anderem anhand computergestützter Planspiele wie Fish Banks komplexe Zusammenhänge sichtbar, ökologische Grenzen und der Umgang damit sowie das Handeln in Systemen erfahrbar gemacht.

Montag, 4. Juni 2012

Nachhaltige Freundschaft: Christl Busl hat ein Passivhaus, ihr Geld verwaltet eine nachhaltige Bank und auf den Tisch kommen regionale Lebensmittel. Das macht sie bereits seit den 80er-Jahren so. Wie wirkt sich das auf die Freundschaft zu jemandem aus, der dreimal im Jahr eine Fernreise unternimmt und sich auch ansonsten nicht viel um die Umwelt schert?