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Nach Intervention Verkaufsstopp für "KZ-Puzzle"

Man will es eigentlich nicht glauben: Über einen renommierten Internethändler war bis zuletzt ein Puzzle zu bestellen, auf dem zwei Öfen des KZ Dachau zu sehen waren. CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt beschwerte sich - mit Erfolg.

Stand: 19.10.2012
Symbolbild: Kleines Puzzleteil auf einem Finger | Bild: picture-alliance/dpa

Das umstrittene Spielzeug, das laut Hersteller "für Kinder ab acht Jahren" geeignet sein soll, wird künftig nicht mehr vertrieben, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Wer auf die US-Seiten von Amazon geht, sieht, dass das Puzzle tatsächlich bereits aus dem Angebot genommen wurde.

Brief von Hasselfeldt zeigt Wirkung

"Ein Schlag ins Gesicht": CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt

Dachau liegt im Wahlkreis von CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt. Als sie von dem Puzzle hörte, schrieb sie an den britischen Fotografen Robert Harding sowie an Amazon-Chef Jeff Bezos einen Brief und beschwerte sich. Das zeigte Wirkung: Harding bezeichnete die Verwendung in seiner Antwort laut SZ als "sehr unglücklich". Er habe "volles Verständnis" für den Unmut. Sein Vermarkter Mediastorehouse werde das Fotopuzzle deshalb künftig nicht mehr vertreiben.

"Für die Überlebenden des Konzentrationslagers Dachau und die Angehörigen der Opfer ist dies ein Schlag ins Gesicht."

Hasselfeldt laut Spiegel in dem Brief an Amazon

Dass im Krematorium des Dachauer Konzentrationslagers Tausende Häftlinge den Tod fanden, hatte Harding und Mediastorehouse zunächst nicht davon abgehalten, das Foto bei Amazon als Spielzeugpuzzle anzupreisen. 24,99 Dollar kostete das "Puzzle of Crematorium at Dachau concentration camp".


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