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Streit um Media-Saturn Metro vor Gericht erfolgreich

Im Machtstreit beim Elektronikhändler Media-Saturn hat das Oberlandesgericht München zugunsten der Metro AG entschieden. Demnach darf die Metro einen Beirat einrichten, der neben der Gesellschafterversammlung wichtige Entscheidungen treffen kann. Kläger und Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals wollte das verhindern.

Stand: 09.08.2012
Media Markt Saturn Metro Gericht | Bild: picture-alliance/dpa

Die Richter ließen eine Revision nicht zu. Nun bleibt Kellerhals nur eine Beschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH). Sein Problem: In dem Beirat kann mit einfacher Mehrheit entschieden werden, in der Gesellschafterversammlung hat Kellerhals ein Vetorecht. Mit dem Urteil können wichtige unternehmerische Entscheidungen nun ohne Kellerhals entschieden werden.

Chefjustiziar spricht von großem Erfolg

Der Chefjustiziar von Metro, Donatus Kaufmann, sprach von einem Erfolg auf ganzer Linie. Er betonte, dass am Tag zuvor auch das vom Handelskonzern eingesetzte Schiedsgericht in den für Metro relevanten Punkten positiv entschieden habe. Die Metro hält 75,41 Prozent an Media-Saturn.

Kellerhals kann mit seinem Anteil von 21,62 Prozent über die Gesellschaft Convergenta Invest allerdings weiterhin Entscheidungen blockieren, beispielsweise die Bestellung oder Abberufung eines Geschäftsführers in der Gesellschafterversammlung. Deshalb betont Kellerhals' Anwalt Luidger Röckrath, dass die Metro keinen Millimeter weitergekommen sei. "Herr Kellerhals hat weiterhin seine Minderheitsrechte und kann sie durchsetzen." Ob er gegen die Entscheidungen des Oberlandesgerichts und des Schiedsgerichts weiter vorgehen will, konnte der Anwalt noch nicht sagen. "Bisher haben wir nur den Tenor des Urteils gehört", sagte Röckrath. "Wir werden die Gründe abwarten." Der juristische Streit zwischen Kellerhals und Metro dauert seit Frühjahr 2011 an.


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