Sperrung der Stammstrecke Fliegerbombe und Signalstörung
Die Stammstrecke der Münchner S-Bahn wrude gestern zwei Mal komplett gesperrt. Grund: Eine Fliegerbombe an der Donnersbergerbrücke zum einen und eine Signalstörung zum anderen.
Auf dem Streckenabschnitt zwischen München-Pasing und Donnersbergerbrücke fuhren ab zirka 20.30 Uhr keine Züge. Die Züge mussten in der Zeit der Sperrung früher wenden und über Norden oder Süden umgeleitet werden. Der Zeitpunkt für die Entschärfung wurde gewählt, weil die Bahn hoffte, dass während des EM-Halbfinales möglichst wenige Fahrgäste betroffen sein werden.
Bauarbeiter hatten die US-amerikanische Bombe auf einer Baustelle im Münchener Stadtteil Laim in der Nähe der Bahngleise gefunden. 370 Anwohner mussten in einem Radius von 500 Metern ihre Häuser verlassen. "Alles lief nach Plan", sagte der Sprecher der Polizei. Die Arbeiten direkt an der Bombe hätten eine Viertelstunde gedauert und seien um 21.30 Uhr abgeschlossen worden. 200 Kräfte seien im Einsatz gewesen.
Bereits in der vergangenen Woche war auf derselben Baustelle eine 600 Kilogramm schwere Fliegerbombe gefunden und entschärft worden. Bei der Entschärfung dieser Bombe mussten 1.000 Anwohner ihre Häuser verlassen.
Auch schon Ärger bei Berufspendlern
Schon am Donnerstagmorgen sorgte ein technisches Problem für starke Verspätungen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Zwischenzeitlich konnten nur zwei der fünf S-Bahn-Linien den Ostbahnhof durchfahren. Gegen 7.30 Uhr konnte die Störung behoben werden. Die Behinderungen hielten bis zum Ende des Berufsverkehrs an. Etwa 200.000 Pendler waren den Angaben zufolge betroffen. Viele kamen zu spät zur Arbeit. Sie mussten auf andere Linien, Busse oder die U-Bahn umsteigen.
Ursache für die Störung sei eine Nachtbaustelle am Ostbahnhof gewesen, sagte ein Bahnsprecher. Wegen der Bauarbeiten hätten die Gleise umgestellt werden müssen. Als sie am Morgen zurückgestellt werden sollten, hätten sie das Bahnsignal gestört.

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