Stammsprecken-Sperrung Ersatzbusse kamen teils nur schleppend voran
Aufatmen bei S-Bahn-Reisenden: Die Sperrung der Münchner S-Bahn-Stammstrecke ist endlich vorbei. Nun wurde Bilanz über die Maßnahmen gezogen.
Sieben Wochenenden lang mussten die Passagiere in der Münchner Innenstadt flexibel sein und Geduld mitbringen. Die Vollsperrung dauerte jeweils Freitagabend um 19.30 Uhr bis Montagmorgen gegen 4.00 Uhr. Grund war die Fortsetzung der Bauarbeiten zur Verbesserung des Brandschutzes und zur Erneuerung von Schienen und Bahnanlagen. So haben viele Treppenhäuser der Innenstadtbahnhöfe Einhausungen aus Plexiglas erhalten, damit Fahrgäste im Brandfall sicher ins Freie gelangen können. Außerdem hat die Bahn Schienen und Schotterbetten ersetzt und Weichen modernisiert.
Bilanz über den Ersatzverkehr
Heute hat die Bahn Bilanz über die Maßnahmen, die während der Sperrung erfolgten, gezogen. Zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof mit den stark nachgefragten Stationen Marienplatz und Stachus waren die Busse insbesondere zu den Geschäftszeiten des Einzelhandels am Samstag recht voll, reichten aber aus, so das Fazit. Die Ersatzbusse kamen mitunter nur schleppend voran. "Unsere Fahrgäste haben sich schnell auf das Ersatz-Verkehrskonzept eingestellt", sagte Bernhard Weisser, Geschäftsleiter der S-Bahn München. "Sie haben viel Verständnis gezeigt für die oftmals längeren Fahrzeiten und häufigeren Umstiege." Weil im nächsten Jahr wieder gesperrt wird, sind Änderungen im Gespräch. So überlegt die Bahn, ob sie eventuell an den Sonntagen weniger Busse einsetzt. Die seien oft leer unterwegs gewesen, heißt es.
Busse im Drei-Minuten-Takt
Die Sperrung der Stammstrecke hatte die Bahn durch den Einsatz von Bussen überbrückt. Diese Busse fuhren im 3- bis 5-Minuten-Takt und nachts durchgehend alle zehn Minuten an allen S-Bahnhaltestellen der Stammstrecke. Die U-Bahnlinie U5 und eine Trambahnlinie wurden verstärkt. Die Flughafen-S-Bahn S8 wurde über den Bahnsüdring von Pasing bis Ostbahnhof umgeleitet.
Diskussion um Sperrungen im nächsten Jahr
Die Bahn will auch im nächsten Sommer mehrere Wochen lang die Stammstrecke der Münchner S-Bahn sperren, um weitere Teile der Stammstrecke zu sanieren. Der Bahnhof an der Donnersberger Brücke erhält vier Aufzüge und soll endlich barrierefrei werden.
Fahrgastverbände fordern besseren Ersatzverkehr
Fahrgastverbände verlangen, dass künftig an den Abenden bei der Trambahnlinie 19 ein Normaltakt angeboten wird. Damit die Busse besser durch die Innenstadt kommen und nicht im dichten Verkehr stecken bleiben, müsse das Kreisverwaltungsreferat spezielle Busspuren reservieren, das sagten Berthold Maier vom Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr und Andreas Nagel von der Aktion Münchner Fahrgäste dem Bayerischen Rundfunk am Sonntagabend.
Überlegungen für den Südring
Sie traten Überlegungen der Bahn entgegen, an den Sonntagen vor allem an den Vormittagen weniger Busse einzusetzen. Laut Bahn waren diese besonders schlecht ausgelastet. Es komme aber gerade während einer Sperrung auf einen guten Takt beim Ersatzverkehr an, so Maier und Nagel. Nachdem die Flughafen-S-Bahn S8 auf dem Südring erfolgreich unterwegs war, müsse auch hier eine Taktverdichtung geprüft werden. Außerdem fordern die Fahrgäste einen provisorischen S-Bahnhalt an der Poccistraße. Dadurch entstünde eine weitere Umsteigemöglichkeit zu den U-Bahnen U3 und U6.

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Turan, Sonntag, 08.Juli, 20:35 Uhr
6. 2. Stammstrecke ist dringlich
Jetzt weiß es jeder: der Bau der 2. S-Bahn-Röhre ist wichtig und dringend! Denn mit einer zweiten S-Bahn-Röhre wäre die Stammstreckensperrung nicht halb so schlimm. Man könnte immer noch auf der neuen Strecke in die Nähe der gewünschten S-Bahn-Station fahren. Der MVV könnte die Züge durchfahren lassen und wäre nicht auf einen kaum zu stemmenden Bus-Ersatzverkehr angewiesen.
Vielleicht könnte man im Rathaus endlich die parteipolitischen Querelen über die allein selig machende Lösung beenden?
Schendzielorz, Sonntag, 08.Juli, 12:02 Uhr
5. S2
Kann mir jemand erklären, wo der Sinn darin liegt, die S2 erst ab und bis Obermenzing verkehren zu lassen? Warum nicht Dachau? Ist der Ort zu klein und zu unwichtig?
Egomet Ipse, Freitag, 06.Juli, 21:44 Uhr
4. Sieben Wochenenden ohne S-Bahn in der Stadt
"Konkret heißt das, dass tagsüber niemand länger als drei Minuten warten müssen soll. Am Sonntag sowie vor 7.00 und nach 23.00 Uhr fahren die Busse den Angaben zufolge alle fünf Minuten, danach im Zehn-Minuten-Takt."
Was fährt jetzt bitte wann wie oft?
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