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Augsburger Polizistenmord Der Verhandlungstermin steht

Vom 21. Februar an müssen sich die beiden angeklagten Brüder wegen Mordes und versuchten Mordes vor dem Augsburger Landgericht verantworten.

Stand: 15.01.2013
Ein Kreuz und Kerzen erinnerin im Polizeipräsidium Augsburg am 2.11.2011 zum Gedenken an den Polizeibeamten Mathias V. ein Kreuz neben Kerzen | Bild: picture-alliance/dpa

Die Anklage lautet auf Mord, versuchten Mord, schweren Raub in mehreren Fällen und weitere Delikte. Den beiden Männern werden auch Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Sie wurden Ende Dezember 2011 festgenommen und sitzen seither in Untersuchungshaft. Eine Kollegin des Opfers, die von den beiden Männern schwer verletzt worden war, tritt ebenso wie die Witwe des ermordeten Familienvaters als Nebenklägerin auf.

Die Tat im Siebentischwald

Ein 41-jähriger Polizeihauptmeister und seine Kollegin hatten in der Nacht zum 28. Oktober 2011 im Augsburger Siebentischwald versucht, zwei Männer auf einem Motorrad zu kontrollieren. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd mit einer Schießerei wurde der Beamte getroffen und erlag noch am Tatort seinen Verletzungen. Er hinterließ eine Frau und zwei Söhne. Die Polizistin wurde verletzt.

Raubüberfälle in mehreren Städten

Grab des getöteten Polizisten | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Augsburg Polizistenmord - ein Jahr danach

Am kommenden Sonntag jährt sich zum ersten Mal der Mord an dem Augsburger Polizeibeamten Mathias Vieth. Auf einer Verfolgungsfahrt war er von zwei Männern erschossen worden. Seine Kollegin überlebte schwer verletzt. [mehr]

Die Angeschuldigten sind laut Staatsanwalt weiter dringend verdächtig, gemeinsam Raubüberfälle auf Werttransporter, Banken und Supermärkte begangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es hierbei noch unbekannte Mittäter gegeben haben könnte. Die Überfälle fanden in Ingolstadt, Augsburg und Schwabmünchen statt. Die mutmaßlichen Täter gingen sehr brutal vor und verletzten ihre Opfer zum Teil mit Schlägen und Messerstichen. Erbeutet wurden bei den Raubzügen mehrere Hunderttausend Euro.

Riesiges Waffenarsenal

Zahlreiche Waffen hatten die Verdächtigen gehortet.

Schließlich wird den Angeschuldigten zur Last gelegt, im Besitz einer Vielzahl von Kriegswaffen und dazugehöriger Munition, darunter drei Schnellfeuergewehre der Marke Kalaschnikov, eine Maschinenpistole, mehrere Pistolen verschiedener Marken sowie neun Handgranaten gewesen zu sein. Die Waffen waren in verschiedenen Gebäuden im Landkreis Aichach/Friedberg versteckt.


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