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Landesparteitag Bayerns Piraten vertrauen bewährtem Anführer

Bei Bayerns Piraten bleibt das Ruder in vertrauter Hand: Auf dem Landesparteitag im oberpfälzischen Maxhütte-Haidhof wurde Stefan Körner am Samstag wiedergewählt. Der bisherige politische Geschäftsführer Aleks Lessmann muss dagegen seinen Posten räumen.

Stand: 16.09.2012
Der Landesvorsitzende der bayerischen Piratenpartei am 15.09.2012 | Bild: picture-alliance/dpa

Mit 65,9 Prozent der 314 gültigen Stimmen wurde Körner als Chef der Piratenpartei für weitere zwei Jahre bestätigt. Es ist seine dritte Amtszeit. Der 44 Jahre alte Sofwareentwickler aus Amberg setzte sich gegen drei Kandidaten durch. Die Mehrheit für ihn war schon während des mehrstündigen "Kandidatengrillens" absehbar; mit diesem Begriff bezeichnen die Piraten die intensive Befragung der Kandidaten. In seiner Dankesrede kündigte Körner an, die Piraten als Mitmachpartei weiter zu stärken.

"Wir sind stolz darauf, dass bei uns die Basis die Programme entwickelt und nicht der Landesvorstand, so will ich es auch beibehalten."

Bayerns Piratenchef Stefan Körner nach seiner Wiederwahl

Blick Richtung Landtagswahlkampf 2013

Der Vorsitzende schwor die Partei auf den bevorstehenden Landtagswahlkampf ein. "Beim Wahlkampf 2009 war es nicht der Landesvorstand, der die Aktionen vorgegeben hat, es waren die Mitglieder vor Ort mit ganz individuellen Themen." Das sei phänomenal gewesen, so der Parteichef, das wünsche er sich auch fürs Jahr 2013.

Körner: Ehrlichkeit unterscheidet Piraten

Kritik aus den eigenen Reihen, der Landesvorstand habe bislang zu wenig themenorientiert gearbeitet, hatte Körner zu Beginn des Parteitags in seinem Tätigtkeitsbericht zurückgewiesen. "Ich werde mich nicht hinstellen und irgendeinen Satz sagen, nur damit die Leute nicht merken, dass wir auf eine Frage noch keine Antwort haben." Es sei die Ehrlichkeit, die die Piraten von den anderen Parteien unterscheide, erklärte Körner.

Personalia statt Inhalte

Auf ihrem Landesparteitag haben sich die bayerischen Piraten viel Zeit für Personalia genommen: Die Vorstandswahlen dauerten bis Sonntagnachmittag. Danach soll noch über inhaltliche Anträge debattiert werden. "Es gibt noch kein fertiges Landeswahlprogramm", räumt Körner ein. Das sei aber auch nicht schlimm. Am wichtigsten sei ohnehin die Ehrlichkeit. Körner stellt vor allem fest: "Wir haben dafür gesorgt, dass wir die Parteien dazu bewegt haben, etwas zu tun. Es geht den Piraten nicht darum, es möglichst selber zu machen." Christina Grandrath, die neue Vize-Chefin, sagte vor ihrer Wahl: "Mein Plan ist es, mich dann in den Landtag zu setzen. Und wenn nicht, dann suche ich mir einen richtigen Job."

Nur wer zahlt, darf abstimmen

Anders als andere Parteien haben die Piraten kein Delegiertensystem. Deshalb sind alle Mitglieder zu den Parteitagen eingeladen. Von den knapp 7.000 bayerischen Parteimitgliedern ist aber nur die Hälfte stimmberechtigt; die anderen zahlen keine Beiträge. Am Landesparteitag in Maxhütte-Haidhof nahmen 315 Piraten teil - doppelt so viele wie auf dem Parteitag in Straubing im März.

Neuer Geschäftsführer, neuer Generalsekretär

Durchgefallen beim Parteitag ist der bisherige politische Geschäftsführer und Pressebeauftragte Aleks Lessmann. Für ihn votierten nur 29 Prozent der Stimmberechtigten. Offenbar haben ihm viele die Pannen bei der Öffentlichkeitsarbeit nicht verziehen. Zu Lessmanns Nachfolger wurde mit 79 Prozent der Stimmen Bruno Kramm gewählt. Kramm ist Urheberrechtsexperte der Bundespiraten. Einen Wechsel gab es auch beim Posten des Generalsekretärs. Der Oberpfälzer Mark Huger, Kreisvorsitzender der Piraten in Neumarkt, wurde mit 95 Prozent in das Amt gewählt. Sein Vorgänger Franz Rauchfuss ist neuer Schatzmeister.


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Neuromancer, Sonntag, 16.September, 21:48 Uhr

2.

Ja, da wählen wir doch lieber Großbankkumpane, Bossegenossen und Klientepartei und Kriegsgrüne mit 12 Auslandseinsätzen, dann sind wir in 4 Jahren pleite und Banken und Rüstungs- und Biokonzerne reicher!!!

rowed, Sonntag, 16.September, 08:24 Uhr

1. piraten

sich mit und über diese politkasperle zu amüsieren ist die eine sache. sie ernsthaft als alternative zu wählen die andere.