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Anklage gegen Kammerdiener des Papstes erhoben

Vatikanstadt: Im Enthüllungsskandal des Vatikan ist nun Anklage gegen den Kammerdiener von Papst Benedikt XVI.. erhoben worden. Der Vorwurf lautet auf unerlaubten Besitz geheimer Unterlagen. Außerdem weiteten die Ermittler ihre Untersuchungen aus und gehen nun der Frage nach, ob der 46-Jährige Komplizen hatte. Paolo Gabriele war am Mittwochabend verhaftet worden. Er soll seit Jahresbeginn brisante Dokumente, in denen es unter anderem um Vorwürfe der Korruption und des Missmanagements ging, an Medien weitergegeben haben. Inzwischen soll Gabriele in einem Verhör Namen von Personen genannt haben, die ihn bei seinem Vorgehen unterstützten.

Papst prangert Egoismus und Oberflächlichkeit an

Vatikanstadt: Papst Benedikt XVI. hat zum Pfingstfest Egoismus und Oberflächlichkeit in der Welt angeprangert. Er sagte bei der Festmesse im Petersdom, in der heutigen Zeit sei sich jeder mit seinen eigenen Interessen der Nächste. Benedikt rief dazu auf, die Entfremdung und Sprachlosigkeit in der Welt zu überwinden. Die ständige Verbesserung der Kommunikation führe die Menschen paradoxerweise nicht zusammen, sondern führe zu Misstrauen, Verdacht, Angst und Bedrohung. Am Schluss seiner Predigt mahnte der Papst, man müsse in einem Geist der Einheit und Wahrheit leben. Wahrheit erwartet man auch vom Kammerdiener des Papstes. Er sitzt in Haft, weil er unrechtmäßig geheime Dokumente besessen und an die Presse weitergeleitet haben soll. In einem Verhör soll Paolo Gabriele Namen von Personen genannt haben, die ihn bei seinem Vorgehen unterstützten.

Seehofer fordert Ja der Bundesregierung zu Vertriebenen-Gedenktag

Nürnberg: Der bayerische Ministerpräsident Seehofer hat von der Bundesregierung ein klares Votum für einen Vertriebenen-Gedenktag verlangt. In seiner Rede beim Sudetendeutschen Tag in Nürnberg sagte Seehofer, der Bundestag habe den Auftrag erteilt, die Einführung eines solchen Gedenktages zu prüfen. Jetzt müssten den Worten endlich Taten folgen. Vertreibung sei und bleibe Unrecht. Und wörtlich fügte Seehofer hinzu: "Gerade in Deutschland müssen die Erinnerungen an die Vergangenheit wach gehalten werden. Unsere Geschichte verpflichtet uns, laut Nein zu sagen - gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit."

Ramsauer will größere Härte gegen Verkehrssünder

Berlin: Die geplante Reform der Flensburger Verkehrssünderkartei soll weiter verschärft werden. Bundesverkehrsminister Ramsauer will dazu eine weitere Kategorie schaffen, die mit drei Punkten geahndet wird. Der CSU-Politiker sagte der "Bild am Sonntag", die Punkte sollten etwa bei Fahrerflucht, Alkohol-Fahrten und unterlassener Hilfeleistung fällig werden und erst nach zehn Jahren verjähren. Bislang sah das neue Punktesystem zwei Kategorien mit einem oder zwei Punkten vor. Bei acht Punkten wird der Führerschein entzogen. - Die Änderungen sind nach Ramsauers Worten das Ergebnis einer Internetdiskussion, an der sich 30.000 Bürger beteiligten. Der Minister will, dass die Reform vor der Bundestagswahl im kommenden Jahr vom Parlament beschlossen wird.

Feuer in Coburger Altstadt ist unter Kontrolle

Coburg: Nach einem Großbrand in der Coburger Altstadt ist das Feuer inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte seien derzeit damit beschäftigt, die zum Teil einsturzgefährdeten Häuser zu sichern, sagte ein Feuerwehrsprecher dem Bayerischen Rundfunk. Der Brand war vergangene Nacht im Dachstuhl eines historischen Gebäudes ausgebrochen -13 Menschen wurden dabei verletzt, vier von ihnen werden im Krankenhaus behandelt. Die Helfer mussten insgesamt mehr als 80 Bewohner in Sicherheit bringen. Auch das Puppenmuseum der Stadt wurde bei dem Brand beschädigt, die Feuerwehr konnte die wertvolle Sammlung aber in Sicherheit bringen.

Neue Explosionen erschüttern Syrien

Damaskus: Mehrere Explosionen haben heute die syrische Hauptstadt erschüttert. Bei einem Bombenanschlag auf Sicherheitskräfte wurden laut der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mehrere Personen getötet. In umliegenden Gebieten kam es außerdem wieder zu Gefechten: Mehrere Wohngegenden sollen von Regierungstruppen unter Beschuss genommen worden sein. Am Freitag waren mehr als 90 Zivilisten - unter ihnen viele Kinder - getötet worden.

Iran will angeblich zweites AKW in Buschehr bauen

Teheran:  Der Iran will angeblich ein zweites Atomkraftwerk bauen. Das Staatsfernsehen berichtete unter Berufung auf den Chef des iranischen Atomprogramms, Dawani, die Bau-Arbeiten sollten im kommenden Jahr im südlichen Buschehr beginnen. Dort ist seit Herbst 2011 bereits ein Atomkraftwerk in Betrieb, das in jahrzehntelanger Bauzeit mit russischer Hilfe errichtet worden war. Das neue Kernkraftwerk soll den Angaben zufolge eine Leistung von tausend Megawatt haben.

Mehr als acht Millionen Zuschauer sehen Eurovision Song Contest

Baku: Mehr als acht Millionen Zuschauer haben gestern Abend im Ersten Deutschen Fernsehen den Eurovision Song Contest aus Baku gesehen. Damit hatte der Musikwettbewerb rund 5,5 Millionen Zuschauer weniger als der Grand Prix in Düsseldorf vor einem Jahr. Der nächste Eurovision Song Contest wird in Schweden ausgetragen, denn die Sängerin Loreen verwies die Konkurrenz mit ihrem Popsong "Euphoria" auf die Plätze. Der deutsche Kandidat Roman Lob kam mit seiner Ballade "Standing Still" auf Rang acht. Die Chefin der deutschen Jury, Anke Engelke, übte bei der Punkte-Vergabe Kritik am diesjährigen Gastgeberland Aserbaidschan. Sie sagte auf englisch, es sei gut eine Wahl zu haben und wünschte Aserbaidschan viel Glück auf seiner Reise. "Europa schaut auf euch", fügte sie hinzu.

Das Wetter in Bayern: Sonne und Wolken, Höchstwerte 18 bis 23 Grad

Am Nachmittag wechselnd bewölkt mit teils längerem Sonnenschein. Höchsttemperaturen zwischen 18 und 23 Grad. In der Nacht überwiegend klar, Tiefstwerte um 10 Grad. Die Aussichten: Meist mehr Sonne als Wolken, vereinzelt auch Schauer und Gewitter, besonders im Süden. Am Donnerstag wechselhaft mit häufigen Regenfällen.

Quelle: BR-Nachrichtenredaktion

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