08:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks
- Behörden und Politik werden wegen Umgangs mit Neonazi-Morden kritisiert
- Solarförderung soll weiter reduziert werden
- Erste Regierungspolitiker fordern Autofahrer steuerlich zu entlasten
- Streik am Frankfurter Flughafen ist ausgesetzt
- UN-Generalsekretär will Nothilfekoordinatorin nach Syrien schicken
- Taucher finden weitere Leichen in der Costa Concordia
- Immer mehr Menschen haben befristete Arbeitsverträge
- Nachwuchs im schwedischen Königshaus: Victoria bringt Tochter zur Welt
- Fußball: Bayern München verliert Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League
- Das Wetter: Meist trüb, örtlich etwas Regen bei 3 bis 8 Grad
Behörden und Politik werden wegen Umgangs mit Neonazi-Morden kritisiert
Berlin: Vor der Gedenkfeier für die Opfer der Neonazi-Mordserie wird Kritik am Umgang mit den beispiellosen Verbrechen laut: Die Ombudsfrau für die Opferfamilien, John, sagte, die staatlichen Stellen legten eine - so wörtlich - "gewisse Gleichgültigkeit" an den Tag. Informationen über die Morde erhielten die Angehörigen beispielsweise nur über die Medien. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kolat, kritisierte, Rassismus müsse auch so genannt werden. Die Bundesregierung drücke sich davor. DGB-Chef Sommer fordert ein sichtbares Zeichen gegen Fremdenhass, Rassismus und Antisemitismus. Dafür sieht er heute gute Chancen, weil viele Betriebe dem Aufruf zu einer Schweigeminute für die Opfer um 12 Uhr Mittags folgen wollten. Die Gedenkfeier im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt beginnt um 10 Uhr 30; Hauptrednerin ist Bundeskanzlerin Merkel.
Solarförderung soll weiter reduziert werden
Berlin: Bei der umstrittenen Solarförderung gibt es weitere massive Kürzungen. Darauf haben sich Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium nach wochenlangen Verhandlungen verständigt und wollen das Ergebnis heute vorstellen. Regierungskreisen zufolge sind bei Solarparks ab April Einschnitte von 30 Prozent geplant. Riesenanlagen sollen angeblich gar nichts mehr bekommen. Und bei Anlagen auf Hausdächern soll die Gesamtkürzung rund 20 Prozent betragen. Die Solarwirtschaft reagierte entsetzt und kündigte Proteste an. Neben mehreren tausend Arbeitsplätzen stehe auch die Energiewende in Deutschland auf dem Spiel.
Erste Regierungspolitiker fordern Autofahrer steuerlich zu entlasten
Berlin: Angesichts der dramatisch gestiegenen Benzinpreise fordern erste Regierungspolitiker, die Autofahrer steuerlich zu entlasten. Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Arbeitnehmergruppe im Bundestag, Hohlmeier, sagte der Bild-Zeitung, die Zeit sei reif, um die Entfernungspauschale auf 40 Cent zu erhöhen. Die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer von der CDU fordert, die Benzinsteuer zu senken. Der Verkehrsausschussvorsitzende im Bundestag, Hofreiter dagegen findet die Spritpreise für die Autofahrer noch immer zu niedrig. Der Grünen- Politiker sagte, man müsse für den Kauf eines Liters Benzin kaum länger arbeiten als in den 50er Jahren.
Streik am Frankfurter Flughafen ist ausgesetzt
Frankfurt am Main: Der Streik auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens ist ausgesetzt worden. Vorausgegangen war ein neues Gesprächsangebot des Flughafen-Betreibers Fraport. Heute wollen beide Seiten an den Verhandlungstisch zurückkehren. Als Nachwirkung des Streiks hat die Lufthansa für heute 155 Flüge abgesagt. In München fallen sechs Flüge von und nach Frankfurt aus, in Nürnberg sind es fünf.
UN-Generalsekretär will Nothilfekoordinatorin nach Syrien schicken
Damaskus: Angesichts der immer schlechteren Versorgungslage in den umkämpften syrischen Städten will UN-Generalsekretär Ban Ki Moon seine Nothilfekoordinatorin Valerie Amos ins das Land schicken. Wann sie nach Syrien reisen kann, ist aber noch unklar. Für internationale Empörung sorgt auch der Tod zweier Journalisten aus Frankreich und den USA in der Stadt Homs. Sie waren gestern durch den Beschuss der syrischen Armee ums Leben gekommen. Der französische Staatspräsident Sarkozy sagte wörtlich: "Genug ist genug, dieses Regime muss weg". Nach Informationen von Aktivisten, die gegen das Regime kämpfen, kamen allein gestern mehr als 70 Menschen bei den Gefechten ums Leben.
Taucher finden weitere Leichen in der Costa Concordia
Giglio: Fast sechs Wochen nach der Havarie der Costa Concordia haben Taucher im Wrack des Kreuzfahrtschiffs acht Leichen entdeckt. Bis zum Abend wurde vier der Toten geborgen - unter ihnen ist auch ein fünfjähriges Mädchen. Wegen des schlechten Wetters mussten die Bergungsarbeiten unterbrochen werden - sie sollen heute fortgesetzt werden.
Immer mehr Menschen haben befristete Arbeitsverträge
Berlin: Immer mehr Menschen in Deutschland haben einen befristeten Arbeitsvertrag. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung unter Berufung auf das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung berichtet, haben 2,7 Millionen Millionen nur eine zeitlich begrenzte Anstellung - das sind eine Million mehr als vor zehn Jahren und so viele wie nie zuvor. Von den neu abgeschlossenen Arbeitsverträgen hat sogar fast jeder zweite ein Verfallsdatum.
Nachwuchs im schwedischen Königshaus: Victoria bringt Tochter zur Welt
Stockholm: Das schwedische Königshaus freut sich über Nachwuchs. In der Nacht brachte Kronprinzessin Victoria ihr erstes Kind, eine Tochter, zur Welt. Der 34-jährigen Thronfolgerin und dem Baby gehe es gut, teilte ihr Ehemann Daniel mit. Das Prinzenpaar hatte im Juni 2010 geheiratet.
Fußball: Bayern München verliert Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League
Basel: Der FC Bayern hat eine gute Ausgangsposition für die Schlussphase in der Champions League verspielt. Im Achtelfinal-Hinspiel unterlag der deutsche Rekordmeister beim FC Basel mit 0:1 und steht nun vor dem Rückspiel am 13. März in der heimischen Arena unter Druck. Der Siegtreffer für Basel fiel in der 86. Minute.
Das Wetter: Meist trüb, örtlich etwas Regen bei 3 bis 8 Grad
Im Süden scheint noch die Sonne. Später wird es wie auch im übrigen Bayern recht trüb, es zieht Regen auf. Die Temperaturen erreichen höchstens 3 bis 8 Grad. In der kommenden Nacht bleibt es frostfrei. Die weiteren Aussichten: Nur an den Alpen scheint morgen länger die Sonne. Ansonsten ist es bewölkt und regnerisch. Am Wochenende wird es mit maximal 13 Grad vorübergehend milder.

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