Aktuell - Meldungen


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18:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion Stand: 28.07.2014

Ban bezeifelt Verhältnismäßigkeit des Waffeneinsatzes in Gaza

New York: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zweifelt angesichts der Opferzahlen im Krieg zwischen Israel und der Hamas an der Verhältnismäßigkeit des Waffeneinsatzes. Allerdings griff er damit nicht allein Israel an. Ban sagte, alle Seiten hätten die Verantwortung, die Feindseligkeiten so schnell wie möglich zu beenden. Wörtlich appellierte er: "Hört auf zu kämpfen und setzt Euch zusammen an einen Tisch.". In einer Erklärung des UN-Sicherheitsrates hieß es darüber hinaus, die Konfliktparteien sollten die Kampfhandlungen einstellen, um Hilfe für die Opfer zu ermöglichen. Israels Ministerpräsident Netanjahu kritisierte nach einem Telefonat mit Ban allerdings, dass sich die Erklärung nur mit den Bedürfnissen der Hamas und nicht denen von Israel befasse. Auch heute kam es wieder zu tödlichen Angriffen der israelischen Armee im Gazastreifen.

Gefechte in der Ukraine behindern erneut Untersuchungen an der Absturzstelle

Donezk: Heftige Kämpfe in der Ostukraine haben erneut verhindert, dass internationale Experten zur Absturzstelle des malaysischen Flugzeugs gelangt sind. Wie das niederländische Justizministerium mitteilte, ist die Kolonne mit den Fachleuten nach Donezk zurückgekehrt. Die Aufgabe des Teams ist es, die noch verbleibenden Opfer zu bergen. Wegen der Gefechte rund um den Unglücksort waren die Untersuchungen bereits gestern unterbrochen worden. Die Bundesregierung rief die ukrainische Führung auf, die Bergung der Opfer nicht durch neue Angriffe auf die prorussischen Separatisten zu erschweren. Eine Regierungssprecherin kritisierte zugleich, dass es keine Anzeichen gebe, dass die Separatisten die Bergung unterstützen.

Gericht zwingt Anwälte zur weiteren Verteidigung von Mollath

Regensburg: Das mutmaßliche Justizopfer Gustl Mollath und seine Pflichtverteidiger bleiben gezwungenermaßen ein Team. Weil das Gericht keine nachhaltige Zerstörung des Vertrauensverhältnis feststellen konnte, müssen die beiden Seiten weiterhin zusammenarbeiten. Am Vormittag hatten die zwei Pflichtverteidiger von Mollath den Antrag gestellt, dass sie das Mandat niederlegen dürfen. Ihrem Mandanten warfen sie unter anderem vor, Lügen über sie zu verbreiten. Außerdem bezeichneten sie Beweisanträge, die Mollath gefordert hatte, als Mist. Erst in der vergangenen Woche war ein Streit zwischen Mollath und seinen Anwälten eskaliert, woraufhin diese ihr freiwilliges Mandat niedergelegt hatten. Im Anschluss hatten sie sich allerdings bereit erklärt, als Pflichtverteidiger wieder am Prozess teilzunehmen.

Moskau will gegen Yukos-Entscheidung vorgehen

Moskau: Die russische Regierung will den ehemaligen Yukos-Aktionären keinen Schadenersatz zahlen. Außenminister Lawrow sagte, sein Land werde gegen die Entscheidung des internationalen Schiedsgerichtshofs vorgehen. Der frühere Yukos-Chef Chodorkowski begrüßte das Urteil. Seiner Ansicht nach bietet es die Möglichkeit, dass die ehemaligen Aktionäre des Ölkonzerns entschädigt werden. Er selbst gehört nicht zu den Klägern. Das Gericht hatte Russland dazu verpflichtet, früheren Anteilseignern von Yukos insgesamt 50 Milliarden Dollar zu zahlen. Die Begründung: Das Unternehmen sei aus politischen Gründen zerschlagen worden. Chodorkowski war lange Zeit in russischer Haft und lebt seit seiner Entlassung in der Schweiz. Er hatte sich in seiner Zeit bei Yukos mit dem Kreml angelegt.

Großfeuer in Tripolis ist außer Kontrolle

Tripolis: Ein Großfeuer in einem Benzinlager bedroht zunehmend die libysche Hauptstadt. Wie ein Sprecher des staatlichen Ölkonzerns mitteilte, ist der Brand außer Kontrolle geraten. Inzwischen stehe ein zweiter Tank in Flammen - die Feuerwehr habe sich gezwungen gesehen, das Gelände zu verlassen. Insgesamt sollen in der Anlage 90 Millionen Liter Benzin gelagert sein. Durch die Flammen droht ein angrenzender Erdgasspeicher zu explodieren. Die Folge wäre eine Katastrophe für Mensch und Umwelt. Die libysche Regierung hat inzwischen um internationale Hilfe gebeten und spricht von einer sehr gefährlichen Lage. Im Zuge der Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen wurde das Lager gestern Abend von einer Rakete getroffen. Wegen der anhaltenden Gewalt hat das Auswärtige Amt mittlerweile seine Diplomaten aus Libyen abgezogen.

Liberia schließt Grenzübergänge wegen Ebola-Epidemie

Monrovia: Als Reaktion auf die verheerende Ebola-Epidemie hat Liberia die meisten seiner Grenzübergänge zu den Nachbarstaaten geschlossen. Ausgenommen seien nur die wichtigsten Einreisepunkte, sagte die Präsidentin des westafrikanischen Landes. Man wolle nun Test-Zentren einrichten und die vorbeugenden Maßnahmen an den Grenzen peinlich genau einhalten. Auch Liberias Nachbarstaaten Guinea und Sierra Leone sind von der Ebola-Epidemie betroffen. Laut Weltgesundheitsorganisation starben in den drei afrikanischen Ländern seit Februar etwa 660 Menschen an der Seuche.

SPD-Vize wirft Seehofer Rumpelstilzchen-Gehabe vor

Berlin: Im Streit über die PKW-Maut und Rüstungsexporte hat der Vizevorsitzende der SPD, Schäfer-Gümbel, CSU-Chef Seehofer Profilierungsgehabe vorgeworfen. Er wisse nicht, ob Seehofer gut beraten sei, "alle vier Wochen das Rumpelstilzchen zu geben", sagte Schäfer-Gümbel wörtlich. Bayerns Ministerpräsident versuche regelmäßig, Themen zur Debatte zu stellen, die in der Koalition eigentlich schon geregelt seien. Seehofer hatte Wirtschaftsminister Gabriel am Wochenende vorgeworfen, mit der Einschränkung von Rüstungsexporten der Wirtschaft zu schaden. Außerdem drohte Seehofer mit dem Bruch der großen Koalition, sollte die PKW-Maut nicht zustande kommen.

38-Jähriger wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt

Augsburg: Das Landgericht hat einen 38-Jährigen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann seine Frau vorsätzlich und aus Heimtücke getötet hat. Er hatte im Oktober seine Ex-Frau, die mit dem Fahrrad unterwegs war, mit dem Auto angefahren und mehrmals überfahren. Sie war sofort tot.

Achtjähriges Mädchen stirbt nach Badeunfall im Landkreis Kulmbach

Kulmbach: In Oberfranken ist ein achtjähriges Mädchen nach einem Badeunfall gestorben. Das Kind war am vergangenen Dienstag in einem Freibad in Himmelkron im Landkreis Kulmbach leblos im Wasser gefunden worden. Es konnte zwar wiederbelebt werden, fiel dann aber ins Koma und starb heute im Krankenhaus. Medienberichten zufolge war die Achtjährige während einer Übungsstunde mit anderen Mädchen in einem unbeobachteten Moment untergegangen.

Wetter: Teils schwere Gewitter mit Hagel und Sturmböen

Das Wetter in Bayern: Am Abend ist es teils bewölkt, teils sonnig. Besonders im Osten, an den Alpen und ganz im Westen Unterfrankens gibt es vereinzelt kräftige Gewitter, örtlich mit Hagel und Platzregen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Gewittern mit Platzregen, Sturm und Hagel in Teilen Mittel- und Oberfrankens, der Oberpfalz, Schwabens und Ober- und Niederbayerns. In der Nacht gibt es weitere Schauer oder Gewitter, im Westen kann es später kräftig und ergiebig regnen. Die Temperaturen sinken auf Tiefstwerte zwischen 18 Grad am Untermain und 13 Grad in einigen Alpentälern. Die Aussichten: Morgen ist es oft bewölkt und gebietsweise fällt Regen, im Tagesverlauf bilden sich erneut auch kräftige Schauer und Gewitter; die Temperaturen steigen auf 18 Grad im Allgäu und 26 Grad am Main. Der Mittwoch bringt weitere Schauer und Gewitter, am Donnerstag setzt sich von Nordwesten her Wetterbesserung durch. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen zwischen 17 und 12, die Höchstwerte zwischen 17 und 25 Grad.


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