14:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks
- Seehofer befürchtet Wahl-Abstinenz wegen Beschäftigungsaffäre
- Lammert will Gesetzentwurf zur Endlagersuche nicht zustimmen
- Papst Franziskus empfängt Bundeskanzlerin Merkel
- Nordkorea feuert Kurzstreckenraketen ab
- Bayern will weiter bundesweiten Gedenktag für Vertriebene durchsetzen
- Bundesbankpräsident warnt Verbraucher vor zu hoher Verschuldung
- Großes Stauchaos zu Ferienbeginn bislang ausgeblieben
- Aus Preußlers "Die kleine Hexe" werden Begriffe entfernt
- ESC: Lena präsentiert die Punkte
- Fußball: FC Augsburg kämpft um Klassenerhalt
- Wetter: Teils sonnig, teils bewölkt bei 16 bis 23 Grad
Seehofer befürchtet Wahl-Abstinenz wegen Beschäftigungsaffäre
München: Die FDP in Bayern hat mit Genugtuung auf Äußerungen von CSU-Chef Seehofer zur Fortsetzung der Koalition reagiert. FDP-Fraktionschef Hacker sagte, die Koalition mit der FDP tue dem Freistaat gut, er begrüße, dass sich diese Erkenntnis auch bei der CSU durchsetze. Seine Partei werde alles tun, um einen gemeinsamen Wahlerfolg zu erringen. Seehofer hatte in einem Zeitungsinterview die Befürchtung geäußert, die Beschäftigungsaffäre könne zu Einbußen für seine Partei in Umfragen und Wahlen führen. Deshalb setze er auf eine Fortsetzung der Koalition mit der FDP. Umfragen hatten der CSU bis zuletzt noch Chancen auf eine Rückeroberung der absoluten Mehrheit im Landtag eingeräumt.
Lammert will Gesetzentwurf zur Endlagersuche nicht zustimmen
Berlin: Bundestagspräsident Lammert will dem Gesetz zur Suche nach einem Atommüll-Endlager nicht zustimmen. In einem Interview wendet sich Lammert vor allem gegen die Absicht, die Expertenkommission beim Bundestag anzusiedeln. Zuständig sei das Umweltministerium und nicht das Parlament. Dieses könne zudem gar nicht in die Suche nach einem Endlager eingreifen. Außerdem will Lammert nach eigenen Worten auch keine Mammutbehörde beim Bundestag haben, die mit der Parlamentsarbeit nichts zu tun hat. Er will im Bundestag um Änderungen an dem fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf werben.
Papst Franziskus empfängt Bundeskanzlerin Merkel
Rom: Papst Franziskus hat am Vormittag Bundeskanzlerin Merkel zu einer Privataudienz empfangen. Das Gespräch dauerte etwa 50 Minuten und war damit länger als bei Treffen mit Spitzenpolitikern üblich. Nach Angaben der Kanzlerin ging es um Fragen der Globalisierung und die Rolle der Europäischen Union. Die Kanzlerin sagte, die Begegnung sei eine "große Freude und Anerkennung für Deutschland". Politik, so Merkel, könne die Grundlagen der Gesellschaft nicht schaffen. Der katholischen Kirche komme bei der Pflege der gesellschaftlichen Grundlagen aus ihrer Sicht eine zentrale Rolle zu. Merkel zeigte sich beeindruckt, dass Franziskus die Menschen durch einfache berührende Worte erreiche.
Nordkorea feuert Kurzstreckenraketen ab
Pjöngjang: Nordkorea hat drei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums wurden sie von der Ostküste aus ins Japanische Meer geschossen - offenbar sei der Abschuss Teil einer Militärübung gewesen. Die Regierung in Seoul beobachte die Situation genau, hieß es weiter. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist zurzeit äußerst angespannt. Das isolierte kommunistische Nordkorea hatte Südkorea und den USA unter anderem mit einem Atomangriff gedroht.
Bayern will weiter bundesweiten Gedenktag für Vertriebene durchsetzen
Augsburg: Bayern will weiterhin einen bundesweiten Gedenktag für die nach dem Zweiten Weltkrieg Vertriebenen durchsetzen. Die bayerische Sozialministerin Haderthauer sagte zum Auftakt des Sudetendeutschen Tages, dass der Freistaat vom Jahr 2014 an solch einen Erinnerungstag einführe, sei auch ein "Signal an den Bund". Bundesinnenminister Friedrich machte sich in Augsburg ebenfalls für den Gedenktag stark. Der CSU-Politiker schränkte allerdings ein, dass es derzeit auf Bundesebene keine Mehrheit für einen derartigen Erinnerungstag gebe. An Pfingsten treffen sich die Sudetendeutschen traditionell in Augsburg. Die Landsmannschaft hat nach eigenen Angaben rund 220-Tausend Mitglieder.
Bundesbankpräsident warnt Verbraucher vor zu hoher Verschuldung
Frankfurt am Main: Die Verbraucher sollten nach Ansicht von Bundesbankpräsident Weidmann nicht darauf setzen, dass die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben. Der "Bild am Sonntag" sagte Weidmann, die gegenwärtige Niedrigzinsphase dürfe kein Dauerzustand sein und niemand sollte sich darauf verlassen. Der Bundesbankpräsident warnt in diesem Zusammenhang davor, zu hohe Schulden zu machen. Die Grenzen der eigenen Belastbarkeit, so Weidmann, sollten Verbraucher an den langfristig normalen Zinsen bemessen. Offenbar befürchtet Weidmann, dass sich viele Schuldner übernehmen könnten, etwa mit einem Immobilienkredit.
Großes Stauchaos zu Ferienbeginn bislang ausgeblieben
München: Zum Start in die Pfingst-Ferien ist das erwartete Verkehrs-Chaos auf Bayerns Straßen vorerst ausgeblieben. Die meisten Staus gehen auf Unfälle zurück, weniger auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Jenseits der Grenzen brauchen Urlauber jedoch Geduld - in Italien gibt es lange Staus am Brenner, und in Österreich ist die Felbertauernstraße noch mindestens drei Wochen gesperrt.
Aus Preußlers "Die kleine Hexe" werden Begriffe entfernt
Berlin: In der Neuausgabe des Kinderbuchklassikers "Die kleine Hexe" von Otfried Preußler sollen diskriminierende Begriffe wie "Negerlein" nicht mehr zu finden sein. Wie die Zeitung "Die Welt" schreibt, wird der Begriff durch "Messerwerfer" ersetzt - das hat Preußler selbst noch vor seinem Tod im Februar vorgeschlagen. Aus den "Eskimofrauen" werden "Indianerinnen", und aus dem "Hottentottenhäuptling" wird ein "Seeräuber". Auch die "Türken mit roten Mützen und weiten Pluderhosen" sind aus dem Text verschwunden. Die Ankündigung des Stuttgarter Thienemann-Verlags im Januar, bestimmte Begriffe wegen möglicher Diskriminierung aus der Fassung von 1957 zu streichen, hatte für eine heftige Debatte gesorgt. Die Neuausgabe der "Kleinen Hexe" erscheint Mitte Juli.
ESC: Lena präsentiert die Punkte
Hamburg: Beim heutigen Finale des Eurovision Song Contests in Malmö wird die Sängerin und ehemalige Gewinnerin Lena die deutschen Punkte live im Fernsehen verkünden. Das teilte der Norddeutsche Rundfunk mit. Lena ist die Präsidentin der deutschen Jury für den Contest. Die Jury bestimmt zu 50 Prozent, an welche Länder Deutschland wie viele Punkte vergibt. Die anderen 50 Prozent kommen vom Fernsehpublikum. Deutschland tritt mit der Band Cascada und dem Lied "Glorious" an, für das aus Deutschland nicht gestimmt werden kann. Das Erste Deutsche Fernsehen überträgt den Eurovision Song Contest ab 21 Uhr live.
Fußball: FC Augsburg kämpft um Klassenerhalt
Augsburg: Am letzten Spieltag der Fußballbundesliga kämpft der FC Augsburg heute um den Klassenerhalt. Im Heimspiel gegen die bereits abgestiegene Spielvereinigung Greuther Fürth ist ein Sieg für die Augsburger Pflicht. Gewinnt gleichzeitig Konkurrent Düsseldorf in Hannover nicht, wäre Augsburg gerettet. Die schlechteste Position im Abstiegskampf hat Hoffenheim, das in Dortmund gewinnen muss, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.
Wetter: Teils sonnig, teils bewölkt bei 16 bis 23 Grad
Das Wetter in Bayern: Reste eines Tiefausläufers beeinflussen anfangs noch den Norden, ansonsten sorgt eine südliche Luftströmung für Wetterbesserung. Am Nachmittag ist es bayernweit teils bewölkt, teils freundlich; besonders im Süden zeigt sich oft die Sonne. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 16 Grad im Landkreis Hof und bis zu 23 Grad in einigen oberbayerischen Alpentälern. In der kommenden Nacht ist es klar oder nur leicht bewölkt, die Tiefstwerte liegen bei 10 Grad. Die Aussichten bis Mittwoch: Morgen ist es zunächst vielerorts freundlich, später nimmt die Bewölkung zu und es kommt vor allem am Nachmittag zu teils gewittrigen Regenfällen. Die folgenden Tage bringen eine unbeständige Mischung aus Sonne, Wolken und Schauern. Die Temperaturen erreichen morgen im östlichen Bayern bis zu 23 Grad, sonst liegen die Höchstwerte bei 13 bis 17 Grad.

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