Aktuell - Meldungen


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01:29 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 30.03.2015 01:29 Uhr

Frankreichs Sozialisten müssen Wahlschlappe einstecken

Paris: Die Sozialistische Partei von Frankreichs Präsident Hollande hat bei den Départementswahlen eine schwere Schlappe einstecken müssen. Schätzungen zweier Meinungsinstitute zufolge konnten die Sozialisten und andere linke Parteien nur in rund einem Drittel der 101 Départements eine Mehrheit hinter sich bringen. In den meisten anderen Stimmregionen setzte sich das konservativ-bürgerliche Lager um Ex-Staatschef Sarkozy durch. Der rechtsextreme Front National konnte nach eigenen Angaben kein Département für sich gewinnen. Bislang hatten die linken Parteien in 61 Départements eine Mehrheit, die konservativen und rechten in 40. Premierminister Valls sprach von einem Rückschlag für die zersplitterte Linke.

Flugschreiber der Germanwings-Maschine möglicherweise durch Absturz zu stark beschädigt

Seyne-les-Alpes: Mit Einbruch der Nacht haben die Bergungsteams ihre Arbeit an der Absturzstelle des Germanwings-Flugzeugs unterbrochen. Weiter gesucht wird vor allem nach dem zweiten Flugschreiber. In der ARD-Sendung "Günther Jauch" äußerte Lufthansa-Manager Kratky die Vermutung, die Suche gestalte sich deshalb so schwierig, weil der Flugschreiber möglicherweise durch die enorme Belastung beim Absturz gar keine Signale mehr sendet. Die Ermittler hoffen, dass das Gerät weitere Erkenntnisse zum Geschehen vor dem Absturz liefert.

Fortschritte bei den Atomverhandlungen mit Iran

Lausanne: Bei den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind Fortschritte erzielt worden, aber noch kein Durchbruch. Laut ARD-Informationen gibt es eine Annäherung bei der umstrittenen Anzahl der Zentrifugen, mit denen Uran angereichert werden kann. Außerdem sei man sich einig, was mit dem iranischen Nuklearmaterial passieren soll. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Unklar ist noch, in welchem Umfang die nuklearen Forschungsanlagen des Irans weiter betrieben werden dürfen. Auch die Frage, wann Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden, ist noch offen. In der Schweiz beraten derzeit die Außenminister der fünf UN-Vetomächte und Deutschland mit dem Iran. Teheran behauptet, sein Atomprogramm diene allein zivilen Zwecken. Kritiker verdächtigen die iranische Regierung, heimlich Atomwaffen zu entwickeln. Die Frist für eine grundsätzliche Einigung bei den Gesprächen endet übermorgen.

Tunesische Polizei erschießt Drahtzieher des Anschlags auf Nationalmuseum

Tunis: In Tunesien ist der mutmaßliche Drahtzieher des Angriffs auf das Nationalmuseum getötet worden. Wie Premierminister Essid bekannt gab, haben Sicherheitskräfte den Algerier erschossen. Insgesamt seien bei der Operation neun extremistische Kämpfer getötet worden. Bei dem Attentat vor fast zwei Wochen verloren mehr als 20 Menschen ihr Leben, die meisten Touristen. Zum Andenken an die Opfer versammelten sich am Mittag in Tunis zehntausende Menschen. Sie riefen: Freies Tunesien, Terrorismus raus. Ein Großaufgebot von Polizei und Soldaten sicherte den Trauermarsch, zu dem sich auch zahlreiche Staats- und Regierungschefs angesagt hatten.

Arabische Liga einigt sich auf gemeinsame Eingreiftruppe

Scharm el Scheich: Die Mitglieder der Arabischen Liga werden eine gemeinsame Eingreiftruppe aufstellen. Darauf haben sich laut dem ägyptischen Präsidenten Sisi die 22 Staaten im Prinzip geeinigt. Ägyptischen Beamten zufolge soll die gemeinsame Truppe etwa 40.000 Elitesoldaten umfassen und von Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen unterstützt werden können. Die Details würden im April zusammen mit den Militärs ausgearbeitet. - Seit Donnerstag läuft eine Militäroffensive von 10 Mitgliedsländern unter der Führung von Saudi Arabien gegen die Huthi-Rebellen im Jemen. Dabei sollen mittlerweile zahlreiche Waffenlager und sämtliche Kampfflugzeuge des Landes zerstört worden sein.

Bayern und Hamburg übernehmen den Tarifabschluss für Beamte

München: Bayern und Hamburg werden den Tarifabschluss für die Angestellten im Öffentlichen Dienst auch auf ihre Landesbeamten übertragen. Bayerns Finanzminister Söder sagte, die Vereinbarung werde eins zu eins übertragen. Man wolle keine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Öffentlichen Dienst. In vielen anderen Bundesländern muss über die Angleichung noch beraten werden, etwa in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein. Aus Kiel hieß es, der Abschluss sei für das Land generell schwer zu verdauen. Nun soll es Gespräche mit Beamten-Vertretern geben. Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten sich gestern auf eine zwei-stufige Erhöhung der Tarifgehälter geeinigt. Sie steigen rückwirkend zum 1. März um 2,1 Prozent und werden im kommenden Jahr nochmal um 2,3 Prozent angehoben.

Landwirtschaftsminister Schmidt will Kükenschreddern stoppen

Berlin: Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt will das massenhafte Töten männlicher Küken in spätestens zwei Jahren beenden. Der Bild-Zeitung sagte er, sein Ziel sei es, dass das Kükenschreddern bis 2017 aufhört. Dazu müsse aber die Wirtschaft mithelfen. Derzeit ist es in der Legehennen-Zucht üblich, männliche Küken nach dem Schlüpfen zu töten, weil sie weder Eier legen, noch für die Mast geeignet sind. Jährlich werden deshalb mehr als 40 Millionen Jungtiere vergast oder geschreddert. Eine neue Methode soll es möglich machen, schon am Ei zu erkennen, ob darin ein männliches Küken heranwächst und seine Entwicklung dann frühzeitig zu verhindern. Erhebliche Preissteigerungen erwartet der Landwirtschaftsminister nicht. Er sagte, Eier würden dann maximal um ein bis zwei Cent teurer.

"Solar Impulse 2" auf dem Weg von Myanmar nach China

Madalay: Der Solarflieger "Solar Impulse 2" des Schweizer Abenteurers Piccard ist nach einer Zwangspause in Myanmar wieder in der Luft. Gestern Abend startete das Flugzeug in Mandalay Richtung China, es ist die fünfte Etappe der Weltumrundung. Der Zwischenstopp war notwendig geworden, um besseres Wetter in China abzuwarten. Mit der Erdumrundung des "Solar Impulse 2" wollen Piccard und sein Team die Tauglichkeit von Sonnenenergie unter Beweis stellen.

Fußball EM-Qualifikation: Deutschland siegt in Georgien 2:0

Tiflis: Die deutsche Nationalmannschaft hat sich in ihrem ersten Europameisterschafts-Qualifikationsspiel in diesem Jahr gegen Georgien durchgesetzt. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw gewann in Tiflis mit 2 zu 0. Die Tore schossen Marco Reus und Thomas Müller. Die Tabellenführung in der Gruppe D hat Polen knapp behauptet. Die Polen erreichten am späten Abend ein 1:1 gegen Irland. Damit führt Polen mit elf Punkten vor Schottland und Deutschland, die jeweils zehn Punkte auf dem Konto haben. Schottland konnte nach einem 6 zu 1 gegen Gibraltar drei Punkte verbuchen. Das deutsche Team kann im Juni mit einem hohen Sieg gegen Gibraltar Tabellenführer werden.

Das Wetter: Regen und Wind, Temperaturen bis 8 Grad

Das Wetter in Bayern: Am Abend und in der Nacht weiter regnerisch und windig bei Werten zwischen 3 und 8 Grad. Für Lindau und das Oberallgäu warnt der Deutsche Wetterdienst vor ergiebigem Dauerregen. Die weiteren Aussichten: Auch in den nächsten Tagen oft bewölkt, windig und immer wieder Regen. Temperaturen am Tag 6 bis 14 Grad. Soweit die Nachrichten, Redaktion Jeanette Winter.


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