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14:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 20.10.2014

Lufthansa-Streik verläuft in München vergleichsweise glimpflich

München: Am zweitgrößten Drehkreuz der Lufthansa hat der Piloten-Streik bisher kein Chaos ausgelöst. Nach BR-Informationen soll in München auch ein vergleichsweise hoher Anteil der Flüge stattfinden, nämlich schätzungsweise die Hälfte. Wie es heißt, haben sich viele Piloten freiwillig gemeldet. Andere Flüge werden von der Lufthansa-Tochter Cityline abgewickelt. Bundesweit dürften die Auswirkungen deutlicher spürbar sein - insgesamt werden nach Schätzung der Fluggesellschaft rund zwei Drittel aller Flüge ausfallen. Morgen wird sich die Lage nochmals verschärfen - dann bezieht die Gewerkschaft Cockpit auch die Langstrecken in ihre Streiks ein. Mit dem Arbeitskampf will die Gewerkschaft verhindern, dass die jetzige Vorruhestands-Regelung für die Piloten verschärft wird.

Streik kostet die Bahn Millionen Euro

Berlin: Der Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn hat einen hohen wirtschaftlichen Schaden verursacht. Das Unternehmen geht davon aus, dass es einen zweistelligen Millionenbetrag verloren hat. Genaue Zahlen werden derzeit ermittelt. Durch die vielen Zugausfälle konnte die Bahn am Wochenende weniger Tickets verkaufen. Außerdem schlagen die Erstattungen zu Buche, die betroffene Fahrgäste bekommen. Auch im Schienengüterverkehr konnten Kunden zum Teil nicht beliefert werden. Nach Angaben der Bahn haben sich bei der eingerichteten Telefon-Hotline während des Streiks rund 140.000 Anrufer gemeldet.

Seehofer lehnt Korrekturen am Koalitionsvertrag ab

München: CSU-Chef Seehofer hat Forderungen nach wirtschaftsfreundlichen Korrekturen im Koalitionsvertrag eine Absage erteilt. "Für uns gilt der Koalitionsvertrag", betonte Seehofer vor Beginn einer CSU-Vorstandssitzung. Er werde wachstumsfreundlich umgesetzt. Verändert oder zurückgenommen werde aber nichts, so Seehofer. Damit widersprach er dem bayerischen Finanzminister Söder und dem früheren Bundesverkehrsminister Ramsauer. Beide hatten dafür plädiert, angesichts der Konjunkturschwäche Beschlüsse der Großen Koalition zur Rente mit 63 oder zum Mindestlohn zu überprüfen und eventuell rückgängig zu machen.

Durch den Bahnstreik kamen weniger Flüchtlinge

München: Am Wochenende sind weniger Flüchtlinge in Bayern angekommen als erwartet. Münchens Oberbürgermeister Reiter führt das auf den Bahnstreik zurück. Reiter sagte, das bedeute aber auch, dass in den nächsten Tagen wohl sehr viele Flüchtlinge kommen werden. In so einer Situation könne man sich nicht an alle bürokratischen Vorschriften halten. Die Stadt München sucht nach neuen Unterkünften, damit sie Menschen aus der überfüllten Erstaufnahmeeinrichtung in der Bayernkaserne verlegen kann. Derzeit werden neue Flüchtlinge in München nur erfasst und dann in Bussen beispielsweise nach Regensburg oder in einen Landkreis in Schwaben geschickt. Der Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats Tahl sagte, es sei besser, die Menschen in kleineren Gruppen unterzubringen und nicht in Riesenlagern mit 2.000 Menschen.

Bombendrohung in Landshut ist aufgehoben

Landshut: Eine Bombendrohung hat am Hauptbahnhof einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Drohung war gegen 11.15 Uhr über einen Notrufmelder eingegangen, woraufhin das Gebäude komplett geräumt wurde. Rund 200 Menschen mussten den Bahnhof verlassen. Der Zugverkehr wurde komplett eingestellt. Auch Busse durften den Bereich nicht mehr anfahren. Da die Polizei nichts Verdächtiges gefunden hat, wurde die Sperrung nach eineinhalb Stunden wieder aufgehoben.

Ärztekammer-Präsident sieht keine Ebola-Gefahr für Deutschland

Berlin: Die Bundesärztekammer geht davon aus, dass Ebola derzeit keine Gefahr für Deutschland darstellt. Ihr Präsident, Frank Montgomery, sagt, das Gesundheitssystem hierzulande sei gut aufgestellt. Sollte sich trotzdem jemand in Deutschland anstecken, könne man schnell reagieren und Schlimmeres verhindern. Auch die Außenminister der EU-Länder beschäftigen sich bei ihrem Treffen in Luxemburg gerade mit dem Thema. Der deutsche Ressortchef Steinmeier fordert, dass sich die europäischen Staaten im Kampf gegen Ebola besser abstimmen. Als Beispiel nannte der SPD-Politiker die Ausbildung von Helfern, die sich in Westafrika um die Kranken kümmern sollen.

In der Ukraine gibt es keine Hinweise auf Massengräber

London: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sieht keine Hinweise auf Massengräber in der Ostukraine. In einem Bericht weist Amnesty die Darstellung prorussischer Separatisten zurück. Diese hatte Ende September erklärt, sie hätten 400 Leichen von Zivilisten in dem Gebiet gefunden, das vorher von der ukrainischen Armee beherrscht worden war. Dafür gibt es laut Amnesty keine Beweise. Die Organisation wirft beiden Seiten vor, falsche Angaben über angebliche Gräueltaten der jeweils anderen Seite zu machen. Allerdings gebe es Exekutionen, die Kriegsverbrechen darstellen könnten. Trotz der Waffenruhe kommt es im Osten der Ukraine immer wieder zu blutigen Gefechten.

Drei Menschen sterben bei Berg-Wanderungen in den Alpen

Kufstein: In Österreich sind drei Wanderer ums Leben gekommen. Ein Mann aus Ottobrunn bei München verunglückte in den Zillertaler Alpen, als er beim Abstieg das Gleichgewicht verlor und einen Hang hinunterstürzte. In Niederösterreich kam ein Vater mit seinem kleinen Sohn ums Leben, den er in einer Rückentrage dabei hatte. Ein anderes Kind aus der Familie war ausgerutscht - und als der Vater versuchte, es zu retten, verlor er selbst das Gleichgewicht.

In Bayern gibt es mehr traditionelle Familien als im Bundesdurchschnitt

Wiesbaden: In Bayern gibt es noch mehr konventionelle Familien mit Vater, Mutter und Kind als im Bundesdurchschnitt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leben im Freistaat 76 Prozent verheiratete Paare mit mindestens einem Kind. Deutschlandweit sind es 70 Prozent - seit 1996 ist das ein Rückgang um 11 Prozentpunkte. Der Anteil alleinerziehender Mütter und Väter ist im gleichen Zeitraum von 14 auf 20 Prozent gestiegen. In Bayern sind es nur 17 Prozent. Nichteheliche oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften legten von 5 auf 10 Prozent zu.

Das Wetter: im Süden sonnige Abschnitte, sonst bewölkt, 16 bis 22 Grad

Das Wetter in Bayern: Am Nachmittag vor allem südlich der Donau sonnige Abschnitte, sonst überwiegend bewölkt bei Werten zwischen 16 und 22 Grad. In der Nacht besonders im Süden kräftige und gewittrige Regenfälle. Tiefstwerte um 11 Grad. Morgen wechselhaft mit Sonne und Regen bei 13 bis 18 Grad. Ab Mittwoch bewölkt, windig und zeitweise Regen bei maximal 5 bis 12 Grad.


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