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18:28 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 18.04.2015 18:28 Uhr

Tausende Bayern demonstrieren gegen Freihandelsabkommen TTIP

München: Bayernweit haben heute tausende Menschen gegen das Freihandelsabkommen TTIP demonstriert. Nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland nahmen in München 17.000 Menschen an einem Demonstrationszug teil. Der Vorsitzende des BUND, Weiger, warnte vor einem Abbau der ökologischen, sozialen und kulturellen Standards. TTIP greife in sämtliche Lebensbereiche ein, von Wasser- und Energieversorgung bis zum Gesundheitswesen, mahnte Weiger. Auch In Regensburg, Augsburg und Nürnberg gab es Proteste gegen TTIP. Der Nürnberger Oberbürgermeister Maly sprach sich vor rund 2-tausend Demonstranten dafür aus, dass der freie Handel fair von statten gehen müsse. Die bayerische Wirtschaft erwartet von dem Abkommen mit den USA starke Impulse für die Exportwirtschaft und den Arbeitsmarkt.

Griechenland bekommt angeblich Geld aus Moskau und Peking

Athen: Als Ausweg aus seiner dramatischen Finanzlage hofft Griechenland offenbar auf Milliarden aus China und Russland. Griechische Zeitungen berichten, dass Peking weitere Teile des Hafens von Piräus sowie die staatliche Eisenbahngesellschaft übernehmen könnte. Im Gegenzug sollen bis zu zehn Milliarden Euro in die griechischen Staatskassen fließen. Ein zweiter Deal mit Russland soll nach Informationen von "Spiegel online" drei bis fünf Milliarden Euro einbringen. Das wäre eine Art Vorauszahlung für später anfallende Transitgebühren. Russland plant eine Pipeline, die ab 2019 Erdgas nach Europa leiten soll. Kommende Woche soll ein erster Vertrag unterzeichnet werden, die EU müsste der Pipeline aber auch noch zustimmen.

CSU und SPD streiten weiter über Betreuungsgeld

Berlin: Der Streit zwischen CSU und SPD über das Betreuungsgeld geht weiter. Die CSU hatte zuletzt die Finanzierung von Kinderkrippen in Frage gestellt. Hintergrund sind Zweifel des Bundesverfassungsgerichts daran, dass der Bund das Betreuungsgeld finanzieren darf. Max Straubinger, der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, sagte dem "Spiegel", wenn die Familienleistung mit diesem Argument gekippt würde, müsse man auch über die Beteiligung des Bundes am Kita-Ausbau neu verhandeln. Für die Betreuungseinrichtungen für unter Dreijährige zahlt der Bund jedes Jahr fast eine Milliarde Euro. Diesen Einwand nannte SPD-Partei-Vize Schäfer-Gümbel hanebüchen. Er sagte, das eine haben nichts mit dem anderen zu tun.

Streit zwischen Hausärzten und AOK eskaliert

Würzburg: Der Streit zwischen der AOK und den bayerischen Hausärzte wird schärfer. Verbandsvorsitzender Geis sagte bei der Jahrestagung in Würzburg, die AOK missachte selbstherrlich zu Lasten ihrer Versicherten Recht und Gesetz. Zugleich warnte er vor einem weiteren Praxissterben. Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass sich die größte gesetzliche Krankenkasse im Freistaat und der Hausärzteverband seit geraumer Zeit nicht über einen neuen Vertrag einigen können, der eigentlich bereits seit 1. April wirksam sein sollte. Demnach müssen die Kassen Hausarztverträge anbieten, die den Medizinern höheres Honorar und den Patienten eine bessere Versorgung bringen. Heute hat sich Gesundheitsministerin Huml in den Konflikt eingeschaltet. Sie drohte der AOK Bayern mit rechtsaufsichtlichen Schritten, äußerte jedoch zugleich die Hoffnung, dass sich die Kontrahenten nächste Woche auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen.

SPD wirft Staatsregierung Untätigkeit bei Barrierefreiheit vor

München: Die bayerische SPD wirft der Staatsregierung vor, beim barrierefreien Umbau hinter ihren Versprechungen herzuhinken. Bei einem kleinen Landesparteitag in Unterschleißheim sagte SPD-Chef Pronold, Ministerpräsident Seehofer habe angekündigt, dass der ganze Freistaat bis 2023 barrierefrei wird. Von den dafür versprochenen Milliarden seien gerade einmal 20 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich in den Haushalt eingestellt worden. Und niemand wisse, wie der Stand des barrierefreien Umbaus öffentlicher Gebäude bisher gediehen sei, so Pronold.

Austausch der G36-Gewehre würde bis zu zehn Jahre dauern

Berlin: Trotz der Präzisionsprobleme beim Sturmgewehr G36 wird die Bundeswehr in den nächsten Jahren wohl noch keine Ersatzwaffen bekommen. In einer Bewertung des zuständigen Bundesamtes heißt es, eine kurzfristige Lösung sei nicht erreichbar. Sollten die rund 167.000 Gewehre vollständig ausgemustert werden müssen, dann könne der Austausch sogar bis zu zehn Jahre dauern. Inzwischen wurde auch bekannt, dass die Präzisionsprobleme des Sturmgewehrs größer sind als bisher vermutet. Laut einem Expertengutachten im Auftrag des Verteidigungsministeriums wurde in Tests bei einer Temperaturveränderung von 15 auf 45 Grad durchschnittlich nur noch eine Trefferquote von 7 Prozent festgestellt.

Nepal gedenkt des schweren Unglücks am Mount Everest

Kathmandu: Nepal hat heute an die 16 Sherpas erinnert, die vor einem Jahr von einer Lawine am Mount Everest getötet wurden. Zu einer Gedenkfeier in der Hauptstadt Kathmandu kamen Angehörige und Regierungsvertreter zusammen. Im Everest-Basis-Lager wurde für die Opfer gebetet. Am 18. April 2014 war ein gigantischer Eisbrocken aus dem Khumbu-Eisfall herausgebrochen und hatte eine Lawine ausgelöst, die über die Aufstiegsroute fegte. 16 nepalesische Träger starben. Es war das schlimmste Unglück in der Geschichte des mit 8848 Metern höchsten Berges der Erde. Nach Auskunft der Tourismus-Direktion will die Regierung einen neuen Sozialfonds für die nepalesischen Kletterer schaffen, der aus den Bergsteiger-Gebühren gespeist werden soll.

Bundesliga: FC Bayern gewinnt 2:0 bei Hoffenheim

Sinsheim: In der Fußballbundesliga feiert der FC Bayern einen Auswärtssieg. Bei Hoffenheim gewannen die ersatzgeschwächten Münchner 2:0. Außerdem spielten: Leverkusen - Hannover 4:0 Dortmund - Paderborn 3:0 Hertha BSC - Köln 0:0 und Freiburg - Mainz 2:3.

Formel I: Hamilton sichert sich Pole Position für Großen Preis von Bahrain

Sakhir: In der Formel I startet Mercedes-Pilot Lewis Hamilton auch beim morgigen Großen Preis von Bahrain von der Pole Position. Hamilton gewann das Qualifying vor Sebastian Vettel im Ferrari. Auf der dritten Startposition steht Hamiltons Teamkollege Nico Rosberg.

Das Wetter in Bayern: Sonne und Wolken bei 8 bis 14 Grad

Das Wetter in Bayern: Sonne und Wolken, in den östlichen Mittelgebirgen einzelne Schauer, Höchsttemperaturen 8 bis 14 Grad. In der Nacht Abkühlung auf 3 bis minus 3 Grad. Die weiteren Aussichten: Morgen durchweg sonnig, Höchstwerte 11 bis 17 Grad. Auch Montag und Dienstag freundlich und 13 bis 20 Grad warm.


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