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19:31 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 24.08.2016 19:31 Uhr

Mehr als 120 Tote bei schwerem Erdbeben in Italien

Rom: Ein verheerendes Erdbeben hat in Mittelitalien nach neuen Angaben mindestens 120 Menschen in den Tod gerissen. Diese Zahl nannte Ministerpräsident Renzi am Abend bei einem Besuch vor Ort und fügte wörtlich hinzu: "Diese Bilanz ist nicht endgültig." Die Erdstöße erschütterten in der Nacht ein Gebiet, das sich über die Regionen Latium, Marken und Umbrien erstreckt. Nach Behördenangaben wurden viele Menschen verletzt. Etliche befinden sich noch unter den Trümmern oder werden vermisst. Allein das mehrere hundert Einwohner zählende Dorf Pescara del Tronto ist nach Angaben des Bürgermeisters komplett zerstört. Die Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig, da erst der Zugang zu vielen der Bergdörfer in der beliebten Urlaubsregion freigeräumt werden muss.

Merkel würdigt verstorbenen Altbundespräsidenten Scheel

Tallinn: Führende Politiker haben den verstorbenen Altbundespräsidenten Walter Scheel gewürdigt. Kanzlerin Merkel sagte am Rande ihres Besuchs in Estland, Scheel sei ein überaus populärer Bundespräsident gewesen, der viele Menschen beeindruckt habe. Vize-Kanzler und SPD-Chef Gabriel erklärte, Deutschland habe einen seiner großen Staatsmänner verloren. Scheel habe die Versöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern nicht nur als politische Notwendigkeit für den Friedenserhalt in Europa angesehen. Sie sei ihm auch ein dringendes persönliches Anliegen gewesen. Bundespräsident Gauck betonte, Scheel habe Großes geleistet. Der frühere Bundespräsident, Außenminister und FDP-Chef starb im Alter von 97 Jahren.

Regierung will Bundesbürger besser schützen

Berlin: Die Bundesregierung will die Bundesbürger besser vor Terrorattacken, Cyberangriffen und dem Ausfall lebenswichtiger Anlagen schützen. Das Kabinett verabschiedete dazu das neue Zivilschutz-Konzept. Unter anderem sollen sich die Bürger für mindest fünf Tage eine ausreichende Reserve an Wasser, Nahrung und Bargeld bereitlegen. Sicherheitsexperten befürchten, dass Terroristen oder Staaten etwa über Cyberattacken versuchen könnten, beispielsweise die Wasserversorgung anzugreifen. Innenminister de Maizière wies Vorwürfe der Opposition zurück, hier handele es sich um Panikmache. Die moderne Gesellschaft biete "vielfältige Angriffspunkte", so der Minister. Er warnte insbesondere auch vor einem großen Stromausfall.

Angreifer nehmen in Kabul hunderte Studenten gefangen

Kabul: Schwer bewaffnete Angreifer haben in der afghanischen Hauptstadt die Amerikanische Universität gestürmt. Sie setzten dabei offenbar auch Sprengstoff ein. Augenzeugen meldeten jedenfalls laute Explosionen. Es gibt Verletzte und nach unbestätigten Berichten auch einen Toten. Hunderte Studenten und ausländische Lehrkräfte sitzen offenbar auf dem Campus fest. Ein Student berichtete telefonisch, sie seien in den Seminarräumen gefangen. Einige der Angreifer tragen offenbar auch Sprengstoffwesten. Wer hinter der Attacke steht, ist noch unklar. Eine talibannahe Quelle twitterte, es handele sich um Kämpfer der Dschihadistengruppe. Elite-Soldaten der Armee haben das Gebäude umstellt.

Erste türkisch-amerikanische Offensive gegen IS in Syrien

Istanbul: Die Türkei und die US-geführte Koalition gegen den selbsternannten "Islamischen Staat" haben erstmals eine gemeinsame Offensive gegen die Terrorgruppe gestartet. Türkische Panzer stießen in Richtung der IS-Hochburg Dscharablus vor. Aus der Luft wurden sie von Kampfflugzeugen der USA und deren Verbündeten unterstützt. Syrische Rebellen, die ebenfalls die Dschihadisten vertreiben wollen, drangen nach unbestätigten Berichten bereits ins Zentrum der grenznahen Stadt vor. Uneinig sind sich die türkische und die US-Regierung allerdings über die Ziele des Großangriffs. Während Präsident Erdogan erklärte, die Offensive richte sich auch gegen kurdische Milizen, schloss ein Regierungssprecher in Washington dies aus. Die Kontroverse überschattet auch den Besuch von US-Vizepräsident Biden in Ankara.

Paris zahlt 400 Millionen Euro für Schließung des AKW Fessenheim

Paris: Die französische Regierung und der Energieversorger EDF haben sich offenbar auf die Höhe einer Entschädigung für die Stilllegung des Atomkraftwerks Fessenheim geeinigt. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, der Betreiber bekomme mindestens 400 Millionen Euro. In einem ersten Schritt würden 100 Millionen Euro ausgezahlt, um die Kosten zu decken, die mit der Stilllegung verbunden sind. Eine weitere, in der Höhe flexible Zahlung solle den Gewinnausfall des Unternehmens ausgleichen. Fessenheim liegt an der Grenze zu Baden-Württemberg. Über die Sicherheit des ältesten noch laufenden Atomkraftwerks Frankreichs gibt es seit langem Streit. Wann es geschlossen wird, ist noch unklar.

Klagen gegen zweite S-Bahn-Stammstrecke überwiegend erfolglos

München: Die Klagen gegen die zweite S-Bahn-Stammstrecke in der bayerischen Landeshauptstadt haben bisher nur zu kleineren Änderungen geführt. So habe die Bahn Schutzauflagen während der Bauphase ergänzen müssen, teilte der Präsident des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, Kersten, beim Jahrespressegespräch mit. Zum Großteil seien die Klagen jedoch abgewiesen worden. Kersten vermutet deshlab, dass das Projekt nicht insgesamt in Frage gestellt wird. Wann die fünfzehn noch ausstehenden Verhandlungen abgeschlossen sind, ist noch unklar.

Bayerischer Rundfunk startet regionale Digitalnetze in Franken

München: Der Bayerische Rundfunk baut seine Regionalnetze für Digitalradio aus. Ab übermorgen startet das Angebot für die drei fränkischen Regionalprogramme von Bayern 1 sowie Bayern 2 Nord. Das neue Netz soll nicht nur den Empfang mit stationären Geräten verbessern, sondern auch die Reichweite für mobile Geräte vergrößern - etwa im Auto oder für tragbare Digitalradios im Freien. Bis Ende des Jahres sollen weitere Regionalnetze hinzukommen.

Das Wetter in Bayern: In der Nacht klar bei 16 bis 11 Grad

Das Wetter in Bayern: In der Nacht sternenklar bei 16 bis 11 Grad. Morgen von Frühnebel abgesehen sonnig mit Höchstwerten zwischen 26 und 32 Grad. Die weiteren Aussichten: Bis zum Samstag wenig Änderung.

Fliegerbombe in Nähe von Augsburger Gefängnis ohne Probleme entschärft

Augsburg: Im Vorort Gablingen ist die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft worden. Das teilte die Polizei am Nachmittag mit. Der Blindgänger wurde in einem Waldstück in einem vier Meter tiefen Erdloch unschädlich gemacht. Das Sprengkommando reagierte erleichtert, dass alles gut ging. Das nahegelegene Augsburger Gefängnis mit über 300 Insassen musste -anders als gestern noch befürchtet- nicht evakuiert werden.


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