Aktuell - Meldungen


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21:14 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 27.02.2017 21:14 Uhr

Gericht ordnet Untersuchungshaft gegen Yücel an

Istanbul: Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel wird in Untersuchungshaft genommen. Am Abend ordnete ein Haftrichter in Instanbul die Maßnahme gegen den Korrespondenten der Zeitung "Die Welt" an. Yücel hatte sich am vor zwei Wochen freiwillig zu einer Befragung zur Verfügung gestellt und war daraufhin von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Die Justiz wirft ihm Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung vor. Der Deutsche Journalistenverband erklärte, Yücel habe lediglich kritisch und unabhängig über die türkische Regierung und die Politik der regierenden AKP berichtet. Außenminister Gabriel sprach von einer viel zu harten und deshalb unangemessenen Entscheidung.

Dobrindt bezeichnet Raser-Urteile als folgerichtig

Berlin: Bundesverkehrsminister Dobrindt hat die Mord-Urteile gegen zwei Raser als folgerichtig bezeichnet. Wer das Leben anderer leichtfertig aufs Spiel setze, müsse mit maximalen Konsequenzen rechnen. Illegale Autorennen seien eine schwere Gefahr für die Allgemeinheit. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Burkert, sagte im B5-Thema des Tages, das überraschende Urteil werde in die Diskussion einfließen und zu Veränderungen führen. Das Landgericht Berlin hatte zwei Autofahrer wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Die beiden Männer hatten sich auf dem Kurfürstendamm mit ihren Sportwagen ein Wettrennen geliefert. Einer der beiden rammte mit 160 Kilometern pro Stunde einen Jeep. Dessen Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Der Verteidiger des Rasers kündigte Revision gegen das heutige Urteil an - nun muss der Bundesgerichtshof den Fall überprüfen.

Ermittler geben Einzelheiten zu Doppelmord von Königsdorf bekannt

Weilheim: Polizei und Staatsanwaltschaft haben heute Nachmittag weitere Einzelheiten zu der Gewalttat von Königsdorf bekanntgegeben. Allerdings haben die Ermittler offenbar weiter keine heiße Spur. Der zuständige Oberstaatsanwalt geht von Raubmord aus. Es gebe in dem Fall aber noch viele Unwägbarkeiten, weitere umfangreiche Ermittlungen seien deshalb notwendig. Die Spurensicherung ist noch immer an der Arbeit. Festgestellt wurden Einbruchsspuren. Die ermittelnde Sonderkommission der Polizei wird auf 52 Beamte aufgestockt. Die drei Opfer der Tat waren am Samstagabend in dem Haus im Weiler Höfen bei Königsdorf entdeckt worden. Die beiden Toten, eine 75-Jährige und ein 81-Jähriger, kommen laut Polizei aus Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die 76-jährige Besitzerin des Hauses wurde schwer verletzt und ist nach wie vor nicht vernehmungsfähig.

Auswärtiges Amt bestätigt Ermordung deutscher Geisel

Berlin: Das Auswärtige Amt hat bestätigt, dass ein entführter Deutscher auf den Philippinen ermordet wurde. Es gebe nun keinen Zweifel mehr, dass der Mann nicht mehr am Leben ist, sagte ein Außenamtssprecher. Er sprach von einer terroristischen Tat, die durch nichts zu rechtfertigen sei. Zuvor hatte die Islamistenmiliz Abu Sayyaf ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie der 70-Jährige enthauptet wird. Der Segler war im November vor der Südküste der Philippinen überfallen und verschleppt worden. Seine Lebensgefährtin wurde bereits damals von den Terroristen ermordet.

"Ärzte ohne Grenzen" weisen Frontex-Kritik an Rettungsaktionen im Mittelmeer zurück

Berlin: Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" hat die Kritik der EU-Grenzschutzagentur Frontex an den Rettungsaktionen für Flüchtlinge im Mittelmeer zurückgewiesen. Geschäftsführer Westphal sagte dem ARD-Hörfunk, das Schlepperwesen funktioniere nur deshalb so gut, weil es für Schutzsuchende keine anderen, legale Wege gebe, nach Europa zu kommen. Auch sei es ein Armutszeugnis der Mittelmeerstaaten, dass inzwischen Hilfsorganisationen weitgehend die Rettungsarbeit übernommen hätten. Frontex-Chef Leggeri hatte zuvor die Hilfseinsätze vor der libyschen Küste kritisiert. Solche Aktionen führten nur dazu, dass die Schleuser immer mehr Migranten in seeuntüchtige Boote setzen, sagte er der Zeitung "Die Welt".

WHO stellt Liste der zwölf gefährlichsten Erreger vor

Genf: Die Weltgesundheitsorganisation hat eine Liste der zwölf gefährlichsten Krankheitserreger veröffentlicht, gegen die herkömmliche Medikamente keinen Schutz bieten. Die Liste solle als Richtschnur für die weitere Forschung und für die Entwicklung neuer Antibiotika dienen, teilte die WHO mit. Sollte die Entwicklung allein den Marktkräften überlassen werden, gäbe es die dringend benötigten Mittel nicht rechtzeitig. Das Thema soll bei einem G20-Treffen von Gesundheitsexperten nächste Woche in Berlin zur Sprache kommen. Bundesgesundheitsminister Gröhe begrüßte die Liste resistenter Erreger. Diese stellten derzeit die größte Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar, so Gröhe. Erst im Januar war in den USA eine Patientin an einer Infektion gestorben, nachdem alle 26 zugelassenen Antibiotika keine Wirkung gezeigt hatten.

BGH stärkt "Wechselmodell" bei Familien-Umgang

Karlsruhe: Der Bundesgerichtshof hat das Familienmodell gestärkt, bei dem Kinder geschiedener Eltern beispielsweise jeweils für eine Woche beim Vater und für eine Woche bei der Mutter wohnen. Die Richter entschieden, dass das so genannte Wechselmodell auch gegen den Willen des jeweils anderen Elternteils angeordnet werden kann. Voraussetzung sei aber, dass es für das Kind das Beste ist. Im konkreten Fall hatte ein Vater geklagt. Er durfte seinen Sohn bislang nur alle 14 Tage am Wochenende sehen. Der Mann wollte aber, dass sein Sohn genauso viel bei ihm wohnt wie bei der Mutter.

Stahlbildhauer Lechner im Alter von 91 Jahren gestorben

Ingolstadt: Der Stahlbildhauer Alf Lechner ist tot. Wie die Stadt Ingolstadt heute mitgeteilt hat, starb der Künstler am Wochenende im Alter von 91 Jahren im Landkreis Eichstätt. Mit ihm verliere Ingolstadt eine "herausragende Künstlerpersönlichkeit", hieß es. Die Skulpturen des vielfach ausgezeichneten Bildhauers zieren unter anderem das Münchner Maximilianeum, die Alte Pinakothek und den Flughafen in München. In Ingolstadt gibt es seit dem Jahr 2000 ein eigenes Lechner-Museum. Dort soll am Sonntag auch die Trauerfeier stattfinden.

Hunderttausende nehmen an Rosenmontagszügen teil

Köln: Hunderttausende Narren haben sich von den Rosenmontagszügen in Köln, Düsseldorf und Mainz begeistern lassen. Die meist persiflierte Person auf den Wagen war in diesem Jahr Donald Trump. In Düsseldorf - bekannt für seine besonders freche Satire - missbrauchte der US-Präsident als Pappfigur die vor ihm knieende Freiheitsstatue. In Mainz rollte um 11.11 Uhr der längste Rosenmontagszug der Geschichte an. Im Kölner Zug liefen und fuhren mehr als 10.000 Menschen mit. Die Strecke in Köln wurde von 1700 Polizisten bewacht, in Düsseldorf und Mainz waren es rund 1000. Mehrere große Zufahrtsstraßen wurden von Wasserwerfern und anderen großen Polizeifahrzeugen blockiert.

Das Wetter: In der Nacht erst klar, dann bewölkt und Regen

Das Wetter in Bayern: Am Abend und in der Nacht zunächst noch klar, dann zunehmend bewölkt und später in Franken und Schwaben Regen. Tiefstwerte 6 bis 0 Grad. Morgen windig und immer wieder Regen bei 5 bis 10 Grad. Aschermittwoch und Donnerstag bei teils stürmischen Winden wechselhaft mit Sonne, Wolken und einzelnen Schauern.


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