Aktuell - Meldungen


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22:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 21.12.2014

Politiker, Künstler und Prominenten trauern um Udo Jürgens

Berlin: Politiker und Prominente trauern um den Entertainer Udo Jürgens. Bundespräsident Gauck sagte, mit Udo Jürgens sei ein Großer des deutschen Chansons gestorben. Seine Lieder hätten alle begleitet und erfreut, manchmal auch getröstet und nachdenklich gemacht. Kulturstaatsministerin Grütters sprach von einem Ausnahmekünster, der über Jahrzehnte tiefgründig und zugleich leicht unterhalten habe. Der ARD-Vorsitzende Marmor sagte, die ARD trauere um einen großen Künstler. Jürgens habe die Menschen über Generationen hinweg mit seiner Musik und seiner Persönlichkeit begeistert. Udo Jürgens hat im Laufe seiner Karriere mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft und über 1.000 Songs komponiert. Dazu zählen Hits wie "Ein ehrenwertes Haus" und "Ich war noch niemals in New York." Am Nachmittag ist er im Schweizer Kanton Thurgau mit 80 Jahren an Herzversagen gestorben.

Washington droht Nordkorea mit Rückkehr auf Terrorliste

Washington: Als Strafe für den Hacker-Angriff auf den US-Filmkonzern Sony Pictures überlegen die USA, ob sie Nordkorea nach sechs Jahren wieder auf die Liste der Terrorunterstützerstaaten setzen. Darauf stehen aktuell Länder wie der Iran, der Sudan und Syrien. Die Überprüfung laufe, sagte US-Präsident Obama dem Nachrichtensender CNN. Allerdings stufte er den Cyberangriff nicht als "Kriegsakt", sondern als Vandalismus ein. Das FBI geht davon aus, dass die Regierung in Pjöngjang hinter dem Angriff steht. Nordkorea hatte den Vorwurf als "grundlos" zurückgewiesen und die USA zur Zusammenarbeit bei der Untersuchung des Falls aufgefordert. Auslöser für den Spähangriff auf Sony soll die Nordkorea-Satire "The Interview" gewesen sein. Deren Kinopremiere war daraufhin abgesagt worden.

Gewerkschaft kritisiert Personalpolitik am Frankfurter Flughafen

Frankfurt am Main: Nach dem Bericht über die Sicherheitslücken am Frankfurter Flughafen hat die Gewerkschaft der Polizei die dortige Personalpolitik kritisiert. Vizechef Radek sagte, an einer so sensiblen Schnittstelle der inneren Sicherheit brauche es ausgebildetes und gutes Personal. Außerdem sei es notwendig, zeitgemäß auf Herausforderungen zu reagieren. Das können gewinnorientierte, private Sicherheitsunternehmen nach den Worten des Gewerkschafters nicht leisten. Eine Zeitung hatte zuvor berichtet, dass es Kontrolleuren der EU in vielen Fällen gelungen war, Waffen und gefährliche Gegenstände durch die Kontrollen zu schleusen. Die Bundespolizei macht dafür das schlecht geschulte Personal der beauftragten Dienstleister verantwortlich und teilte mit, dass schon mit stärkeren Kontrollen und Nachschulungen reagiert wurde.

Alle Enten und Gänse sollen auf Vogelgrippe untersucht werden

Berlin: Enten und Gänse sollen deutschlandweit auf den Erreger der Vogelgrippe untersucht werden, bevor sie geschlachtet werden. Eine entsprechende Eilverordnung will das Landwirtschaftsministerium morgen herausgeben. Landwirtschaftsminister Schmidt sagte, im Gegensatz zu Puten und Hühnern zeigten Enten und Gänse keine klinischen Symptome der Krankheit. Deshalb bestehe ein hohes Risiko, dass infizierte Tiere unerkannt zur Schlachtung gehen und sich die Seuche so weiter verbreitet. Nach den Worten des Ministers hat sich die Geflügelwirtschaft aber schon vor Inkrafttreten der Verordnung dazu verpflichtet, Enten und Gänse zu untersuchen, die für Weihnachten geschlachtet werden sollen. Das Vogelgrippe-Virus vom Typ H5N8 ist mittlerweile in mehreren Ställen in Niedersachsen nachgewiesen worden.

Tillich kritisiert Pegida-Bewegung

Dresden: Der sächsische Ministerpräsident Tillich hat die islamfeindliche Bewegung Pegida kritisiert und die Bürger zur Weltoffenheit aufgefordert. Die Organisatoren von Pegida-Kundgebungen äußerten einseitig ihre Meinung, ließen sich aber nicht auf einen Dialog mit der Politik ein, sagte er im Deutschlandfunk. In der Leipziger Volkszeitung rief Tillich die Bürger dazu auf, Flüchtlinge willkommen zu heißen und ihnen tolerant gegenüberzustehen. So wie den Sachsen seit dem Fall der Mauer die Welt offen stehe, müsse die Welt auch in Sachsen willkommen sein, sagte Tillich. Dresden ist die Hochburg der Pegida. Dort gingen zuletzt 15.000 Menschen für die Ziele der Bewegung auf die Straße.

Regierung in NRW bestreitet Kauf von neuer Steuersünder CD

Düsseldorf: Die Finanzbehörden in Nordrhein-Westfalen haben Medienberichte dementiert, wonach sie eine neue CD mit Daten mutmaßlicher Steuerbetrüger gekauft haben sollen. Steuerfahnder erklärten dem WDR, sie würden lediglich den Hinweisen aus längst angekaufter Steuer-CDs aus der Schweiz nachgehen. Den betroffenen Kontoinhabern drohten bis zum Ende des Jahres auch Hausdurchsuchungen - weil in einigen Fällen die Verjährung droht. Betroffen seien auch Kunden der Schweizer Großbank Credit Suisse. - Die "Bild am Sonntag" hatte über den Kauf einer neuen Steuer-CD berichtet. Auf dem Datenträger sollen sich dem Bericht zufolge Informationen über mehrere tausend deutsche Kunden befinden.

Essebsi erklärt sich bei Präsidenten-Wahl in Tunesien zum vorzeitigen Sieger

Tunis: In Tunesien sind die ersten freien Präsidentenwahlen zu Ende gegangen. Noch vor den ersten offiziellen Hochrechnungen, hat sich der langjährige Regierungspolitiker Essebsi schon zum Sieger erklärt. Wie sein Wahlkampfteam mitteilte, gebe es erste Hinweise, dass der 88-Jährige die Stichwahl mit deutlicher Mehrheit gewonnen hat. Er hatte bereits im November die erste Runde gewonnen und ging daher als Favorit in die heutige Abstimmung. Gegen Essebsi trat Übergangsstaatschef Marzouki an. Sein Lager erklärte am Abend, man gehe von einem knappen Ausgang aus. Erste offizielle Ergebnisse will die Wahlkommission morgen verkünden. Mehr als fünf Millionen Tunesier hatten sich für die Abstimmung registriert.

Drei Männer schlagen Asylbewerber in Regionalzug in Niederbayern zusammen

Straubing: Drei Männer haben in einem Regionalzug in Niederbayern einen afrikanischen Asylbewerber zusammengeschlagen. Der 18-Jährige aus Mali wurde mit mehreren Platzwunden am Kopf in ein Krankenhaus eingeliefert. Wie die Polizei mitteilte, war er gestern am späteren Abend von Straubing nach Niederlindhart unterwegs. Als er aussteigen wollte, griffen ihn die mutmaßlichen Täter an, zogen ihm die Kapuze über das Gesicht und prügelten auf ihn ein. Bislang fehlt von den Angreifern jede Spur. Die Staatanwaltschaft Regensburg hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Freiburg geht als Tabellenletzter in die Winterpause

Freiburg: In der ersten Fußball-Bundesliga haben sich Freiburg und Hannover 2 zu 2 getrennt. Damit bleiben die Freiburger zur Winterpause Tabellen-Schlusslicht hinter Dortmund. Zuvor gewann Hoffenheim bei Hertha BSC mit 5:0. In der zweiten Liga holte Ingolstadt einen Punkt mit einem 2 zu 2 im Spitzenspiel gegen Darmstadt und hält damit den Vorsprung an der Tabellenspitze. Außerdem spielten Bochum - Aue 1 zu 1 und Kaiserslautern - Sandhausen 1 zu 0.

Das Wetter in Bayern: In der Nacht teils wolkig, teils klar, +6 bis -5 Grad

In der Nacht im Norden etwas Regen, sonst überwiegend bewölkt bei Tiefstwerten zwischen plus 6 Grad am Untermain und minus 5 Grad in einigen Alpentälern. Morgen windig, regnerisch und bis 11 Grad warm - nur im Süden etwas freundlicher. Die weiteren Aussichten: Tagsüber noch etwas milder.


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