Aktuell - Meldungen


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14:31 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 18.08.2017 14:31 Uhr

Nach Anschlag in Barcelona ist ein vierter Verdächtiger festgenommen worden

Barcelona: Nach dem Terroranschlag auf den Ramblas ist ein vierter Verdächtiger festgenommen worden. Einzelheiten hat die Polizei noch nicht mitgeteilt. Sie fahndet vor allem nach dem Fahrer des Lieferwagens, der gestern in eine Menschenmenge gefahren war. Dabei starben mindestens 13 Menschen, über 100 wurden verletzt. Einige von ihnen kämpfen um ihr Leben. Unter den Verletzten sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes auch 13 Deutsche. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu dem Anschlag. Wenige Stunden nach dem Attentat von Barcelona raste 100 Kilometer entfernt in Cambrils ein Wagen in eine Menschenmenge auf einer Strandpromenade. Sieben Menschen wurden verletzt, eine Frau erlag heute ihren Verletzungen. Die fünf Attentäter wurden von der Polizei erschossen. Sie hatten Sprengstoff-Attrappen umgebunden. Für die Opfer von Barcelona gab es am Mittag eine Schweigeminute. Auf einem zentralen Platz in der Nähe der Ramblas versammelten sich tausende Menschen. Unter ihnen waren auch der spanische König Felipe und Ministerpräsident Rajoy. An Regierungsgebäuden wurden Fahnen auf Halbmast gesetzt. Diesem Beispiel folgten auch viele andere europäische Länder. In Barcelona wird inzwischen über die Sicherheitsvorkehrungen auf den Straßen diskutiert. Das Innenministerium und die Polizeiführung hatten die Stadt schon vor Monaten vor der Gefahr eines Anschlags auf den Ramblas gewarnt.

Quelle: B5 18.08.2017 14:15

Wahlkampf in Deutschland wird wegen Anschlägen eingeschränkt

Berlin: Der Bundestags-Wahlkampf wird mit Rücksicht auf die Opfer der Anschläge in Spanien vorübergehend eingeschränkt. Darauf haben sich die Vorsitzenden von CDU, CSU, SPD, Linken, Grünen und FDP verständigt. Bei den Veranstaltungen heute und morgen werde auf laute Musik verzichtet, zudem werde es Gedenkminuten geben, so Kanzlerin Merkel. Über die Anschläge in Spanien sagte Merkel, sie hätten uns erneut vor Augen geführt, mit welch vollständiger Menschenverachtung der islamistische Terrorismus vorgehe. Nach ihren Worten werden wir es diesen Mördern aber nicht gestatten, dass sie uns von unserer Art zu leben abbringen. Der bayerische Ministerpräsident Seehofer sprach von einem weiteren Angriff auf ganz Europa und die gesamte freie westliche Welt. Außenminister Gabriel kündigte an, dass er nach Barcelona reisen wird, um sich ein Bild von der Lage zu machen und seine Solidarität mit den Opfern zum Ausdruck zu bringen.

Quelle: B5 18.08.2017 13:45

Erdogan ruft Türken in Deutschland zu Wahlboykott von CDU, SPD und Grünen auf

Istanbul: Der türkische Präsident Erdogan hat die türkischstämmigen Wähler in Deutschland aufgerufen, nicht für CDU, SPD oder Grüne zu stimmen. Sie seien alle Feinde der Türkei, sagte Erdogan nach dem Freitagsgebet in Istanbul. Vielmehr sollten seine Landsleute bei der Bundestagswahl die Parteien wählen, die keine Feinde der Türkei seien. Welche das sind, sagte Erdogan nicht. Für die Spannungen zwischen den beiden Ländern machte er allein Deutschland verantwortlich. Die Bundesrepublik ist nach Erdogans Worten ein Land geworden, dass die Werte der Europäischen Union verletzt.

Quelle: B5 18.08.2017 14:45

Legale Drogen richten laut Mortler noch immer den größten Schaden an

Berlin: Alkohol und Tabak richten nach den Worten der Bundes-Drogenbeauftragten Mortler immer noch einen größeren gesellschaftlichen Schaden an als illegale Suchtstoffe. Dies zeigten die 121.000 Tabak-Toten und 74.000 Alkohol-Toten im Jahr, sagte Mortler bei der Vorstellung des jüngsten Drogen- und Suchtberichts. 7,8 Millionen Menschen in Deutschland konsumieren nach Angaben der CSU-Politikerin Alkohol in gesundheitlich riskanter Menge. Mit Blick darauf stellte sie Alkoholwerbung im Fernsehen in Frage. Kritik übte Mortler auch an den Forderungen nach einer Legalisierung von Cannabis. Sie fielen damit Eltern, Schülern und Lehrer in den Rücken, die "Nein" sagten zum Kiffen.

Quelle: B5 18.08.2017 13:15

Rüstungsexporte bleiben auf hohem Niveau

Berlin: Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr Rüstungsexporte im Wert von 3,5 Milliarden Euro genehmigt. Das teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage des Linken-Abgeordneten van Aken mit. Mehr als die Hälfte der Ausfuhren gingen demnach in Staaten außerhalb von EU und Nato. An erster Stelle der Empfängerländer liegt Algerien mit militärischen Gütern im Wert von gut einer Milliarde Euro. Es folgen die Vereinigten Arabischen Emirate mit 189 Millionen Euro.

Quelle: B5 18.08.2017 14:15

Bundesgerichtshof lehnt Haftbeschwerde von Franco A. ab

Karlsruhe: Der wegen Terrorverdachts festgenommene Bundeswehroffizier Franco A. bleibt in Haft. Der Bundesgerichtshof hat seine Haftbeschwerde abgelehnt. In der Begründung sprach der BGH von einem dringenden Tatverdacht, weil der Soldat gegen Waffengesetze verstoßen haben soll und sich als Flüchtling ausgab. Ob die Ermittlungen auch Hinweise auf einen Anschlag erbracht haben, ließ das Gericht offen. Franco A. hatte monatelang ein Doppelleben als Offizier und syrischer Flüchtling geführt. Er soll mit zwei Komplizen einen rechtsradikal motivierten Anschlag auf Politiker geplant haben. Auf dem Flughafen von Wien wurde eine Schusswaffe entdeckt, die er dort offenbar versteckt hatte.

Quelle: B5 18.08.2017 13:15

Nach Unwettern in Sierra Leone sind mehr als 400 Tote geborgen worden

Freetown: Nach den Überschwemmungen und Erdrutschen in Sierra Leone sind mehr als 400 Tote geborgen worden. Etwa 600 Menschen werden noch vermisst. Tausende haben ihre Häuser verloren. Noch immer werden in dem Ort Regent in der Nähe der Hauptstadt Freetown gefährdete Gebiete evakuiert. So wurden Anwohner, die unterhalb eines Berghangs leben, aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. In dem Hang ist ein gewaltiger Riss aufgetaucht und die Erde droht abzurutschen. Großbritannien kündigte eine Spende von mehr als fünf Millionen Euro für die Opfer der Unwetter an. Die britische Regierung forderte die internationale Gemeinschaft auf, ebenfalls zu helfen. Sierra Leone ist eine frühere britische Kolonie.

Quelle: B5 18.08.2017 12:15

Anteil der Bio-Landwirtschaft ist nach wie vor gering

Wiesbaden: Der Anteil der Bio-Landwirtschaft in Deutschland ist nach wie vor gering. Darauf hat das Statistische Bundesamt hingewiesen. Demzufolge wurden im vergangenen Jahr lediglich fünf Prozent des Viehbestands ökologisch gehalten. Außerdem wurden vier Prozent der Ackerfläche ökologisch bewirtschaftet. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt strebt nach eigenen Angaben an, dass auf mittlere Sicht ein Fünftel der Agrarflächen in Deutschland ökologisch bewirtschaftet wird. Ziel ist es, den wachsenden Bedarf an Bio-Lebensmitteln stärker durch heimische Produkte abzudecken. Derzeit kommt ein großer Teil der Ökoprodukte aus dem Ausland.

Quelle: B5 18.08.2017 12:45

Polizei geht härter gegen Rettungsgassenverweigerer vor

München: Bayerns Polizei will in den kommenden Wochen mit Schwerpunktkontrollen auf den südbayerischen Autobahnen härter gegen sogenannte "Rettungsgassenverweigerer" vorgehen. Wie ein Polizeisprecher erklärte, hat sich in den vergangenen Monaten die Bereitschaft, eine Rettungsgasse zu bilden, nicht spürbar gebessert. Deswegen werde man ab morgen konsequent gegen Verkehrssünder vorgehen. Bayerns Verkehrsministerium und der ADAC weisen darauf hin, dass Rettungsgassen nicht nur bei Unfällen, sondern bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden müssen.

Quelle: B2/KL/Dig 18.08.2017 15:00

Das Wetter in Bayern: Sonne und Wolken, später Gewitter, 24 bis 31 Grad

Das Wetter in Bayern: Zunächst noch vielerorts freundlich und 24 bis 31 Grad warm, ab dem späten Nachmittag von Westen her teils heftige Gewitter; der Deutsche Wetterdienst warnt vor ergiebigem Dauerregen. In der Nacht weitere Regenfälle mit Gewittern, Abkühlung auf 15 Grad. Die weiteren Aussichten: Morgen anfangs im Süden noch Schauer, sonst Sonne und Wolken, maximal 18 bis 22 Grad. Sonntag und Montag überwiegend freundlich bei unveränderten Temperaturen.

Quelle: B5 18.08.2017 12:15


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