Aktuell - Nachrichten

05:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Autor: BR-Nachrichtenredaktion Stand: 04.02.2012 04:54 Uhr

Mehr als 200 Tote bei Massaker in Syrien

Damaskus: In der zentralsyrischen Stadt Homs hat das Militär offenbar ein Blutbad angerichtet. Die regierungs-kritische "Beobachtungsstelle für Menschenrechte" spricht von 217 Toten und mehreren hundert Verletzten; der Nachrichtensender "Al Dschasira" von mindestens 100 Todesopfern. Allesamt seien Zivilisten, unter ihnen Frauen und Kinder. Sie seien durch Mörserbeschuss der syrischen Armee ums Leben gekommen. Vertreter der Opposition riefen die Bevölkerung auf, sich gegen ihre Führung zu erheben. Der UN-Sicherheitsrat in New York will im Laufe des Tages zusammenkommen, um über eine Resolution gegen das Regime in Damaskus zu entscheiden.

Bei den Unruhen in Ägypten wurden mehrere Menschen getötet

Kairo: Auch in Ägypten dauern die Unruhen an. Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Ordnungskräften wurden laut Medienberichten sechs Menschen getötet und hunderte verletzt. In Kairo stürmten bewaffnete Angreifer eine Polizeistation und befreiten Gefangene; anschließend setzten sie das Gebäude in Brand. Auch in Suez und Alexandria gab es Zusammenstöße, bei der die Polizei mit Tränengas und Schrotmunition in die Menge schoss.

Russland liefert weniger Gas nach Europa

Moskau: Russland kürzt mitten im strengsten Winter seine Gaslieferungen nach Europa. Nach Schätzungen des Energie-Konzerns E.ON, Deutschlands größtem Importeur, strömt zur Zeit fast ein Drittel weniger Gas durch die Pipelines Richtung Westen. Der russische Lieferant Gazprom begründete die Einschränkungen mit einem erhöhten Bedarf im eigenen Land aufgrund der Kältewelle.

Sicherheitskonferenz diskutiert über Umweltpolitik

München: Greenpeace-Chef Naidoo hat vor einem dramatischen Klimawandel gewarnt. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz kritisierte der Umweltschützer, zu wenige Politiker seien zu Gegenmaßnahmen bereit. Nötig sei ein rascher Umstieg auf erneuerbare Energien. EU-Kommissar Oettinger warnte vor einem zunehmenden Wettbewerb um Ressourcen. Der weltweit steigende Energiebedarf könne zu Verteilungskämpfen führen. Er könne aber auch genutzt werden, um enger zusammenzuarbeiten. Heute, am zweiten Tag der Sicherheitskonferenz, stehen der asiatisch-pazifische Raum und der Raketenschild der NATO im Mittelpunkt. Als prominentester Gast wird US-Außenministerin Clinton sprechen.

Merkel zieht gemischtes Fazit ihres China-Besuchs

Peking: Bundeskanzlerin Merkel hat ein gemischtes Fazit ihrer dreitägigen China-Reise gezogen. Sie halte das Vertrauen der Chinesen in den Euro für gestärkt, sagte sie nach Gesprächen in der Wirtschaftsregion Guangzhou. Gleichzeitig bedauerte die Kanzlerin, dass es während ihres Besuchs Repressalien gegen Menschenrechtler gegeben habe. "Ein dynamisches Land wie China sollte auch das Vertrauen haben, dass die Menschen dazu fähig sind, durch Vitalität und Überzeugungskraft ihre Zivilgesellschaft zu stärken", erklärte Merkel.

Linke und Grüne kritisieren IGH-Urteil

Berlin: Die Opposition hat das Urteil des Internationalen Gerichtshofs kritisiert, wonach Deutschland nicht mehr wegen Kriegsverbrechen während des Nationalsozialismus verklagt werden kann. Die Entscheidung sei eine Niederlage für die Menschenrechte, beklagte Grünen-Chefin Roth. Sie forderte die Bundesregierung auf, von sich aus mehr für die Entschädigung von NS-Opfern zu tun. Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Jelpke, bedauerte das Haager Urteil ebenfalls. Sie verlangte, Deutschland möge wenigstens auf humanitärer Basis Wiedergutmachung anbieten.

Kraft droht Seehofer wegen Länderfinanzausgleich

Düsseldorf: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Kraft droht ihrem bayerischen Kollegen Seehofer. Sollte der Freistaat tatsächlich den Länderfinanzausgleich aufkündigen, lägen automatisch auch alle anderen Ausgleichssysteme auf dem Tisch, sagte die SPD-Politikerin der "Bild am Sonntag". Seehofer würde mit einer Klage viel riskieren. Nach den Worten Krafts wäre unter anderem der Mehrwertsteuerausgleich zwischen den Bundesländern und die gemeinsame Forschungsförderung hinfällig. In den Mehrwertsteuer-Topf habe Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr mehr als 2,4 Milliarden Euro mehr eingezahlt - genau so viel wie Bayern und Hessen zusammen.

Mehr als 220 Menschen sterben durch Kältewelle in Europa

Berlin: Durch die Kältewelle in Europa sind bereits mehr als 220 Menschen erfroren, vor allem im Osten. Seit dem Wochenende starben allein in der Ukraine mehr als 100 Menschen an den Folgen. Russlands Behörden registrierten allein im Januar mehr als 64 Kälteopfer. Auch in Deutschland erfroren in den vergangenen Tagen mehrere Menschen. Heute wurde ein 53-Jähriger in Sachsen-Anhalt tot entdeckt. Er war offenbar betrunken vom Fahrrad gestürzt und liegengeblieben.

Fußball 1. und 2. Liga Niederlagen für Nürnberg und Fürth

Nürnberg: In der Fußball-Bundesliga unterlag der 1.FC Nürnberg am Abend auf eigenem Platz Borussia Dortmund mit 0:2. Die Tore für den deutschen Meister schossen Kehl und Barrios. In der zweiten Liga verpasste Greuther-Fürth durch eine 1:3-Niederlage in Dresden den Sprung an die Tabellenspitze. Duisburg unterlag dem FSV Frankfurt 1:2, Paderborn besiegte Union Berlin mit 3:2.

Das Wetter: Sonne und Wolken, -13 bis -6°C.

Das Wetter in Bayern: Heute scheint verbreitet die Sonne, später ziehen in Ober- und Niederbayern Wolkenfelder auf, aber meist trocken. Höchsttemperaturen  -13 bis -6 Grad.  Die weiteren Aussichten: Bis Montag recht freundlich, zu den Alpen hin teils wolkiger, aber auch dort meist trocken. Am Dienstag bewölkt und im Südosten etwas Schnee, am Mittwoch wieder Wetterbesserung. Dauerfrost.