Aktuell - Meldungen


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21:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 31.10.2014

Privates Raumflugzeug stürzt bei Testflug ab - Ein Pilot stirbt

Los Angeles: Bei einem Testflug in Kalifornien ist das private Raumflugzeug "SpaceShip Two" abgestürzt. Das teilte das Unternehmen Virgin Galactic mit, das dem britischen Milliardär Richard Branson gehört. Einer der Piloten soll getötet, der andere verletzt worden sein. Die Raumfähre zerschellte kurz nach dem Start in der Mojave-Wüste. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch unklar. Das Unternehmen sprach lediglich von einer "ernsten Unregelmäßigkeit" während des Fluges. Virgin Galactic will schon seit Jahren Weltraumflüge für Touristen anbieten. Die Flüge wurden aber wegen technischer Probleme immer wieder verschoben. Erst am Dienstag hatte ein anderes privates Unternehmen ein Raumflugzeug verloren. Das unbemannte Versorgungsschiff "Cygnus", das Nachschub zur Raumstation ISS bringen sollte, war in Virgina mitsamt der Trägerrakete wenige Sekunden nach dem Start explodiert.

EU-Kommission begrüßt Orbans Rückzieher bei Internetsteuer

Brüssel: Die EU hat den Rückzug Ungarns bei der Internetsteuer gelobt. Internetkommissarin Kroes sagte mit Blick auf die Bürger-Proteste der vergangenen Tage, sie sei sehr froh, dass die Stimmen der ungarischen Bürger erhört worden seien. Ungarns Regierungschef Orban hatte zuvor in einem Radiointerview angekündigt, dass er die Abgabe stoppen wird. Die Pläne sahen vor, pro Gigabyte Daten eine Steuer von umgerechnet knapp 50 Cent zu erheben. Kritiker sahen darin ein weiteres Instrument, um Gegner der Regierung zu schwächen, die sich vielfach über Online-Medien Gehör verschaffen. Die rechtskonservative Regierung von Ministerpräsident Orban wird von der EU immer wieder wegen Einschränkungen der Medienfreiheit kritisiert.

NRW-Ministerpräsidentin rechnet mit Klagen gegen Pkw-Maut

Düsseldorf: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Kraft erwartet juristische Schritte der Nachbarländer gegen die geplante Pkw-Maut. Kraft sagte in einem Interview, sie rechne fest damit, dass die Niederlande und Belgien auf EU-Ebene klagen werden. Auch datenschutztechnisch ist die Maut umstritten. Die Grünen zum Beispiel befürchten, dass von Autofahrern Bewegungsprofile angelegt werden könnten. Über die könnte man sehen, wer wann wo unterwegs war. Den Plänen von Verkehrsminister Dobrindt zufolge sollen die Nummernschilder von Fahrzeugen auf Autobahnen elektronisch erfasst werden. Der Minister versprach allerdings, dass die Daten sofort gelöscht werden, sollte für den entsprechenden Pkw bereits Maut gezahlt worden sein.

Regierung will Kraftwerks-Subventionen am Strommarkt vermeiden

Berlin: Die Bundesregierung will im Zuge der Energiewende die Stromversorgung ohne größere Subventionen für die Kraftwerke sichern. Das Wirtschaftsministerium legte dazu heute einen Katalog von Vorschlägen vor. Auf Grundlage dieses sogenannten Grünbuches will die Regierung im kommenden Frühjahr entscheiden, auf welchem Weg dem Risiko von Stromausfällen am besten begegnet werden kann. Im Wirtschaftsministerium wird dabei die Fortentwicklung des jetzigen Strommarktes favorisiert. Minister Gabriel setzt darauf, dass der Preis allein durch Angebot und Nachfrage geregelt wird. Die bayerische Wirtschaftsministerin Aigner sieht das kritisch. Sie befürchtet, dass Investoren vom Bau neuer Kraftwerke zurückschrecken, die sich nur in Zeiten rechnen, in denen Wind- und Sonnenstrom knapp ist.

Steinmeier lobt russisch-ukrainische Gasvereinbarung

Brüssel: Bundesaußenminister Steinmeier hat sich erleichtert über das Ende des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine geäußert. Steinmeier erklärte, er sehe das Abkommen als Signal für eine Entspannung. Wörtlich sagte der SPD-Politiker: "Die Beteiligten sollten diesen Erfolg als Ermutigung verstehen, die weiteren schwierigen Fragen, die einer politischen Lösung des Ukraine-Konflikts im Wege stehen, unverzüglich anzugehen." In einer gemeinsamen Erklärung begrüßten auch Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande das Abkommen. Beide wollen zusammen mit der EU, den USA, den G7-Staaten sowie dem Internationalen Währungsfonds IWF die Umsetzung unterstützen. Die insolvente Ukraine braucht für die Zahlung der Milliardensummen an Russland Finanzhilfe. Sie kann dazu Hilfsprogramme nutzen, die die EU und der IWF bereits beschlossen haben.

10.000 Teilnehmer sind für Hooligan-Aufmarsch in Berlin gemeldet

Berlin: Nach der Hooligan-Demonstration in Köln droht in zwei Wochen ein weitaus größerer Aufmarsch in der Bundeshauptstadt. Wie die Polizei bestätigte, hat der Veranstalter inzwischen 10.000 Teilnehmer angemeldet. Bisher war von 1.000 Demonstranten die Rede gewesen. Laut Innensenator Henkel prüft die zuständige Behörde, ob die Kundgebung der "Hooligans gegen Salafisten" verboten werden kann. Eine in Hamburg geplante Veranstaltung hat der Anmelder inzwischen abgesagt. In Köln hatten sich vergangenen Sonntag 4.500 gewaltbereite Hooligans Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. In München erwartet die Polizei morgen mehrere hundert gewaltbereite Hooligans zum Spitzenspiel des FC Bayern gegen Borussia Dortmund. Sie hat die Zahl der Beamten daher verdoppelt und sich gut gerüstet.

Evangelische Kirche würdigt Einsatz für Flüchtlinge

München: Die evangelische Kirche hat zum heutigen Reformationsfest an die Grundlagen des protestantischen Glaubens erinnert. Mit Blick auf die weiter steigenden Flüchtlingszahlen im Freistaat sagte Landesbischof Bedford-Strohm in seiner Predigt am Abend in Bamberg, der Umgang mit den Asylbewerbern zeige, ob man die christlichen Werte nur im Munde führe oder ob man sie auch dann lebe, wenn es Zeit und Geld koste. Er würdigte insbesondere das Engagement von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsbetreuung. Augsburgs Regionalbischof Grabow rief die Christen dazu auf, für die Freiheit und Würde anderer Menschen einzutreten. Mit dem Reformationstag erinnern evangelische Christen an Martin Luther, der am 31. Oktober 1517 seine Thesen veröffentlicht hatte, mit denen er auf Missstände in der Kirche aufmerksam machte.

Dieter Graumann gibt Amt als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland auf

Berlin: Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland Graumann gibt sein Amt auf. Wie der Zentralrat mitteilte, wird Graumann bei der Wahl des Präsidiums Ende November nicht noch einmal antreten. Er wolle mehr Zeit für sein Privatleben haben. Graumann war vier Jahre an der Spitze des Zentralrats. Um seine Nachfolge bewirbt sich Vize-Präsident Schuster aus Würzburg. Er steht auch den Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern vor.

2. Fußball-Bundesliga: Ingolstadt hält Konkurrenz auf Distanz

Düsseldorf: In der 2.-Fußball-Bundesliga hält der FC Ingolstadt die Konkurrenz weiter auf Distanz. Im Auswärtsspiel bei Verfolger Fortuna Düsseldorf erkämpften sich die Oberbayern ein 0:0 und behaupteten damit ihren Fünf-Punkte-Vorsprung. Greuther Fürth schlug Union Berlin auswärts mit 1:0, Karlsruhe und Sandhausen trennten sich 1:1.

Wetter: Teils klar, teils trüb, Tiefstwerte 1 bis 7 Grad

Das Wetter in Bayern: Ein Hochdruckgebiet über dem Alpenraum und dem östlichen Mitteleuropa ist wetterbestimmend. In der Nacht ist es teils klar oder nur locker bewölkt, teils bilden und verdichten sich Nebel und Hochnebel. Die Tiefstwerte liegen in einigen Alpentälern um 1, sonst zwischen 4 und 7 Grad. Die Aussichten: Morgen scheint nach teils zögernder Auflösung von Nebel- und Hochnebelfeldern häufig die Sonne, überwiegend sonnig ist es an den Alpen und in den Hochlagen der Mittelegebirge. Die Höchstwerte liegen bei nicht allzu später Nebelauflösung zwischen 12 und 17 Grad. An Allerseelen und am Montag bleibt es beim ruhigen Herbstwetter mit Sonnenschein und teils zähem Nebel und Hochnebel. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen zwischen 8 und 0 Grad, die Höchstwerte zwischen 11 und 18 Grad.


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