Aktuell - Meldungen


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08:47 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 26.08.2016 08:47 Uhr

Zahl der Erdbebentoten in Italien steigt auf 267

Rom: Die Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien ist nach Angaben des Zivilschutzes auf 267 gestiegen. Das sind 17 mehr als bislang bekannt. Allerdings dürfte die tatsächliche Zahl der Opfer noch höher liegen. Die Rettungsarbeiten in der Katastrophenregion werden indes durch weitere Nachbeben erschwert. Der heftigste Erdstoß wurde heute früh gegen 6:30 Uhr registriert und hatte nach Angaben der italienischen Erdbebenwarte eine Stärke von 4,8. In dem Ort Amatrice stürzten weitere Gebäude ein. Die italienische Regierung hat 50 Millionen Euro Soforthilfe für die Opfer bereitgestellt. Bei einer Kabinettssitzung gestern Abend wurde der Notstand für die betroffenen Regionen ausgerufen.

Mindestens acht Menschen sterben bei Anschlag im Südosten der Türkei

Cizre: Bei einem Bombenanschlag auf einen Kontrollpunkt der Polizei im türkischen Kurdengebiet sind offiziellen Angaben zufolge mindestens acht Menschen getötet worden. 45 Beamte wurden demnach verletzt, als nahe der Polizeizentrale in Cizre im Südosten des Landes eine Autobombe explodierte. Die Behörden sprechen von einem Anschlag der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. In Cizre an der türkisch-syrischen Grenze hatten sich Soldaten und Polizisten Anfang des Jahres wochenlange Häuserkämpfe mit PKK-Anhängern geliefert. Ganze Straßenzüge wurden zerstört. - Die türkische Armee hat auch heute wieder kurdische Stellungen im Norden Syriens beschossen. So soll der Vormarsch von Kurden Richtung Türkei gestoppt werden. Die Regierung in Ankara will verhindern, dass entlang der syrisch-türkischen Grenze ein Kurdengebiet entsteht.

Große Mehrheit der Deutschen plädiert für Vollverschleierungs-Verbot

Berlin: Eine große Mehrheit der Bundesbürger ist einer Umfrage zufolge für ein Verbot der Vollverschleierung in Deutschland. Wie aus dem Deutschlandtrend für das ARD-Morgenmagazin hervorgeht, sind 81 Prozent dafür, muslimischen Frauen das Tragen von Vollschleiern wie Burka oder Nikab zumindest in Teilen der Öffentlichkeit zu untersagen. Jeder Zweite spricht sich demnach sogar für ein generelles Verbot aus. Außerdem sind die Bundesbürger dem Deutschlandtrend zufolge der Ansicht, dass sich die Bundesregierung vor allem um die Themen Sicherheit, Rente und Bildung kümmern sollte. Als weniger wichtig wird die Integration von Flüchtlingen angesehen.

Brexit-Schock ist laut GfK schon überwunden

Nürnberg: Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich in diesem Monat positiv entwickelt. Zu diesem Schluss kommt die jüngste Konsumklima-Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung. Laut GfK ist der Brexit-Schock, der im Juli für eine Eintrübung gesorgt hatte, bereits verdaut. Die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, habe die deutschen Konsumenten nur kurz verunsichert, heißt es in der Studie.

Arbeiter töten offenbar Boliviens Vize-Innenminister

Quito: In Bolivien haben aufständische Bergbauarbeiter offenbar Vize-Innenminister Illanes getötet. Der 55-Jährige war nach Regierungsangaben verschleppt worden, als er zwischen den Parteien vermitteln wollte. Innenminister Romero sagte wörtlich: "Alles deutet darauf hin, dass der Vize-Minister feige ermordet wurde". Die Bergleute blockieren seit Anfang der Woche wichtige Verkehrsachsen in Bolivien. Sie protestieren gegen eine Gesetzesreform und fordern unter anderem mehr Schürfrechte und das Recht, Verträge mit privaten Firmen schließen zu dürfen.

Gesetzliche Krankenkassen erwirtschaften Überschuss

Berlin: Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung hat sich offenbar weiter verbessert. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, verbuchten die Kassen Ende Juni einen Überschuss von 600 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung um fast 200 Millionen Euro gegenüber dem ersten Quartal. Mitte vorigen Jahres hatten die Krankenkassen noch einen Fehlbetrag von annähernd 500 Millionen Euro erwirtschaftet. Grund für die Besserung der Lage seien unter anderem die zu Jahresbeginn erhöhten Zusatzbeiträge, heißt es in dem Bericht weiter. Die Zusatzbeiträge werden nun nach Einschätzung von Kassenvertretern vorerst nicht so stark steigen wie bisher befürchtet. Man habe die Schätzungen für das Wahljahr 2017 "moderat nach unten korrigiert", sagte Barmer-Vorstandschef Straub.

Grüne kritisieren Dobrindts Verkehrswegeplan

Berlin: Die Grünen haben den neuen Bundesverkehrswegeplan von Verkehrsminister Dobrindt als "unseriös" kritisiert. Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Kindler, sagte der Tageszeitung "Die Welt", künftige Preissteigerungen seien nicht einkalkuliert. Wenn der Verkehrswegeplan im Herbst in den Bundestag komme, müsse er dort gestoppt, "von Grund auf neu konzipiert und ehrlich berechnet werden". Im vorherigen Bundesverkehrswegeplan lag die Preissteigerung demnach bei mehr als 25 Prozent.

Merkel trifft in Polen Ministerpräsidenten der Visegrad-Staaten

Warschau: Bundeskanzlerin Merkel reist heute nach Polen. In Warschau trifft sie ihre Kollegin Szydlo. Im Anschluss ist ein gemeinsames Mittagessen geplant, an dem auch die Regierungschefs aus Ungarn, Tschechien und der Slowakei teilnehmen. Die vier Ministerpräsidenten der sogenannten Visegrad-Gruppe stehen Merkels Flüchtlingspolitik kritisch gegenüber. Gestern hatte der tschechische Ministerpräsident Sobotka beim Besuch der Kanzlerin in Prag verdeutlicht, dass seine Regierung die Aufnahme von Migranten nach Pflichtquoten ablehnt.

Huber ist der häufigste Name in Bayern

Mainz: Der häufigste Nachname in Bayern ist Huber. Das haben Wissenschaftler des Projekts "Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands" in Mainz herausgefunden. Betrachtet man ganz Deutschland liegen demnach Müller, Schmidt und Schneider an der Spitze. Bayerische Nachnamen erkennt man den Forschern zufolge an einigen Besonderheiten: Typisch sei es zum Beispiel, einen Vokal auszulassen, außerdem seien Zusammensetzungen mit "-müller" üblich, wie zum Beispiel in Obermüller, Bergmüller oder Aumüller.

FC Bayern eröffnet 54. Bundesligasaison mit Spiel gegen Bremen

Zum Sport: Der FC Bayern München eröffnet heute Abend die 54. Saison der Fußball-Bundesliga. Gegner in München ist Werder Bremen. Seit 2002 beginnt die Meisterschaft mit einem Heimspiel des deutschen Meisters. Bislang verließ der Titelverteidiger nie als Verlierer den Platz.

Das Wetter: Viel Sonnenschein, Erwärmung auf 27 bis 33 Grad

Das Wetter in Bayern: Heute nach örtlichem Frühnebel viel Sonne bei 27 bis 33 Grad. Die weiteren Aussichten: Morgen und Sonntag wenig Wetteränderung, Sonntag Abend sind vereinzelt Wärmegewitter möglich. Montag teils sonnig, teils bewölkt; vereinzelt Schauer und Gewitter. Am Montag wird es etwas kühler.


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