Aktuell - Meldungen


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15:32 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 04.07.2015 15:32 Uhr

Griechischer Finanzminister Varoufakis attackiert internationale Geldgeber

Athen: Einen Tag vor dem Griechenland-Referendum attackiert die griechische Regierung die internationalen Geldgeber. Finanzminister Varoufakis wirft ihnen Terrorismus vor. Sie hätten Griechenland dazu genötigt, die Banken zu schließen. Damit seien Angst und Schrecken verbreitet worden, ein Phänomen, das man Terrorismus nenne. Außerdem würden sich die Gläubiger in den Wahlkampf einmischen. Nach Varoufakis Worten machen sie Stimmung gegen die Regierung, um mit ihren Sparauflagen das Volk weiter erniedrigen zu können. In Griechenland sind die Banken seit Anfang der Woche geschlossen, nachdem die Menschen ihre Konten abgeräumt hatten und die Notfallkredite der EZB fast ausgeschöpft waren.

CSU will bei Bürgerinitiativen für Energie-Kompromiss werben

München: Die bayerische Staatsregierung will nach den Worten von CSU-Generalsekretär Scheuer die Vorteile des Energie-Kompromisses stärker herausstellen. Man werde vor allem mit den Kritikern das Gespräch suchen, kündigte Scheuer nach einer Sondersitzung des CSU-Vorstands im Bayerischen Rundfunk an. In der CSU-Spitze herrsche Einigkeit darüber, Befürworter und Gegner in die Diskussion einzubinden und mit der konkreten Trassenplanung zu beginnen. Vor der Sondersitzung in München hatte CSU-Chef Seehofer gesagt, dass Kritik am Energie-Kompromiss für ihn schwer verständlich sei. Schließlich habe man sich in der Koalition durchgesetzt. In Berlin war beschlossen worden, viele Strommasten durch unterirdische Leitungen zu ersetzen.

Parteitag der AfD wird von Misstrauen der Delegierten überschattet

Essen: Der Parteitag der Alternative für Deutschland wird von großem Misstrauen der etwa 3.000 Delegierten überschattet. Sie sollten eigentlich mit Hilfe elektronischer Abstimmungsgeräte über den neuen Parteivorstand entscheiden. Viele trauen den Geräten aber nicht über den Weg. Die Wahl soll nun per Handzeichen stattfinden. Die Abstimmung ist für den frühen Abend geplant. Es ist aber fraglich, ob es noch dazu kommt, da es immer wieder neue Anträge zu Änderungen der Geschäftsordnung gibt. Zum Auftakt waren die rivalisierenden Vorsitzenden Lucke und Petry mit Buhrufen empfangen worden. Sie hatten monatelang über den Parteikurs gestritten. Lucke wird dem liberalen Flügel zugeordnet, Petry dem nationalkonservativen. Beide stellen sich zur Wahl, wobei Lucke die Partei allein führen will.

Opposition fordert Aufklärung über die Bespitzelung des "Spiegels" durch die CIA

Berlin: Der oberste Geheimdienstkontrolleur des Bundestags, Hahn, fordert Aufklärung über die angebliche Bespitzelung des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" durch die CIA. Es sei auffällig, wie dünnhäutig die Bundesregierung auf Fragen zu diesem Thema reagiere, sagte der Linken-Politiker der "Passauer Neuen Presse". Auch Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt sieht die Bundesregierung am Zug. Sie solle aufklären und sich nicht schützend vor ihre gescheiterte Geheimdienstpolitik stellen. Das Nachrichtenmagazin hatte die Bespitzelung gestern bekannt gemacht und berief sich dabei auf einen geheimen Vermerk aus dem Kanzleramt. Der "Spiegel" erstattete Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.

Tarifgespräche bei der Post gestalten sich zäh

Bad Neuenahr: In den Tarifverhandlungen bei der Post zeichnet sich noch kein Durchbruch ab. Ein Verdi-Sprecher sagte, man trete auf der Stelle. Die Gespräche sollen heute fortgesetzt werden. - Parallel zu den bundesweiten Streiks hatten Gewerkschaft und Post die Tarifverhandlungen gestern wieder aufgenommen. Verdi verlangt mehr Geld und eine Arbeitszeit-Verkürzung. Die Gewerkschaft ist allerdings bereit, Abstriche bei ihren Forderungen zu machen, wenn die Post darauf verzichtet, die Paket-Gesellschaften aus dem Haustarifvertrag auszugliedern. Das lehnt der Konzern ab.

Verdi ruft wieder zu Streiks im Einzelhandel auf

Nürnberg: Die Gewerkschaft Verdi setzt im Tarifkonflikt des Einzelhandels weiter auf Streiks. In vielen Städten haben heute die Beschäftigten wieder die Arbeit niedergelegt. So werden etwa in Nürnberg die beiden Karstadt-Häuser bestreikt. In Schweinfurt gab es am Vormittag eine Demonstration vor der Kaufland-Filiale. In Würzburg wird seit heute wieder die H&M-Niederlassung bestreikt. Auch in anderen Bundesländern geht der Ausstand weiter.

Schwesig will 24-Stunden-Kitas fördern

Berlin: Eltern im Schichtdienst sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Kinder auch abends oder nachts betreuen zu lassen. Bundesfamilienministerin Schwesig plant dazu ein hundert Millionen Euro teures Förderprogramm, um das Angebot in Kindertagesstätten entsprechend zu erweitern. Ab kommenden Herbst sollen Kita-Träger ihren Förderbedarf beim Bund anmelden können. Schwesig sagte, es gehe darum, dass auch die Kinder von Schichtdienstlern gut betreut werden.

Milchbauern erwarten hohe Strafzahlungen

Berlin: Das letzte Jahr der europaweiten Quotenregelung bei der Milchproduktion wird für die deutschen Bauern teuer. Berechnungen eines Brancheninformationsdienstes zufolge kommen auf sie Strafzahlungen von mehr als 300 Millionen Euro zu, weil sie gut eine Million Tonnen mehr Milch auf den Markt gebracht haben, als es die Höchstgrenze vorsieht. Viele Bauern hatten offenbar gehofft, von den gestiegenen Milchpreisen profitieren zu können. Wegen des jetzigen Überangebots sind die Preise derzeit aber wieder im freien Fall.

Brand in Schweinfurter Trafostation ist gelöscht

Schweinfurt: In der unterfränkischen Stadt ist am Morgen eine Trafostation explodiert, zeitweise wurde die Stromversorgung in weiten Teilen des Versorgungsgebiets unterbrochen. Auch viele Ampeln waren ausgefallen. Über dem Umspannwerk in der Ernst-Sachs-Straße bildete sich eine weithin sichtbare Rauchwolke. Befürchtungen, Giftstoffe könnten in die Luft geraten sein, erwiesen sich aber als unbegründet. Wie es zu der Explosion kam, muss noch geklärt werden.

Hitze führt zu extremen UV-Werten in Südbayern

München: Die gegenwärtige Hitze in Bayern hat auch zu extremen Werten bei der UV-Strahlung geführt. Für die Südhälfte gibt es deshalb eine amtliche Warnung. Die Weltgesundheitsorganisation rät davon ab, längere Zeit draußen zu bleiben - zumindest zwischen 11 und 15 Uhr, das soll auch morgen noch gelten. Außerdem empfiehlt sie, auch im Schatten lange Hosen, langärmelige Oberteile sowie eine Sonnenbrille und einen Hut zu tragen. Auch die Ozonbelastung liegt deutlich über dem Grenzwert. Autofahrer werden gebeten, das Fahrzeug stehen zu lassen. In der Schweiz locken einige Städte mit billigen Bus- und Bahnfahrkarten bis die Ozonwerte wieder normal sind.

Formel 1-Weltmeister Hamilton holt Pole vor Rosberg

Silverstone: Formel-Eins-Weltmeister Lewis Hamilton hat sich wieder die Pole Position gesichert. In der Qualifikation zu seinem Heimrennen morgen Nachmittag in Silverstone fuhr er die schnellste Zeit. Auf Platz zwei kam sein Mercedes-Teamrivale Nico Rosberg - dahinter der Brasilianer Felipe Massa im Williams. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel holte nur den sechsten Startplatz.

Das Wetter in Bayern: sonnig, bis 39 Grad heiß

Das Wetter in Bayern: Es ist sonnig bei 32 bis 39 Grad. Später im Westen lokale Gewitter. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer großen Waldbrand-Gefahr. In der Nacht Abkühlung auf 22 bis 14 Grad. Morgen wieder viel Sonnenschein, am Abend in Franken Gewitterneigung. 32 bis 38 Grad. Montag und Dienstag weiter überwiegend sonnig, bis 35 Grad warm. Vereinzelt Wärmegewitter.


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