Aktuell - Meldungen


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03:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 26.11.2014

Koalition einigt sich auf Frauenquote

Berlin: Die Spitzen der Großen Koalition haben sich auf die Einführung einer Frauenquote geeinigt. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios soll es ab dem Jahr 2016 verpflichtend sein, dass 30 Prozent der Aufsichtsratssitze in börsennotierten Unternehmen von Frauen besetzt werden. Die entsprechende Regelung soll am 11. Dezember vom Kabinett verabschiedet werden. Damit ist der Streit zwischen Unions-Politikern und Familienministerin Schwesig von der SPD offenbar ausgeräumt. Sie hatten ihr vorgeworfen, in ihrem Gesetzentwurf über die Vereinbarung im Koalitionsvertrag hinaus zu gehen.

Im US-Bundesstaat Missouri gibt es weitere Proteste

Ferguson: Der Polizist, der einen schwarzen Jugendlichen in der Kleinstadt Ferguson erschossen hat, hat sich erstmals öffentlich im US-Fernsehen geäußert. Auf ABC schilderte Darren Wilson seine Sicht. Er habe ein reines Gewissen, so Wilson. Michael Brown habe ihn bedroht und trotz Aufforderung nicht die Hände gehoben. Wilsons Aussage widerspricht allerdings denen von Zeugen. Angesichts der Proteste in Ferguson hat US-Justizminister Holder zu Gewaltlosigkeit aufgerufen. Nur Minuten nachdem eine Geschworenen-Jury verkündet hatte, dass der Polizist Darren Wilson wegen der Todesschüsse nicht angeklagt werden soll, brachen gewaltätige Unruhen aus.

Schäuble warnt vor Krisengerede

Berlin: Bundesfinanzminister Schäuble hat davor gewarnt, eine Krise in Deutschland herbeizureden. Im Bundestag sagte er im Rahmen der Haushaltsdebatte, das konjunkturelle Umfeld sei zwar schwierig, das Land aber nicht in einer Rezession. Die wirtschaftlichen Kapazitäten seien nahe an der Normalauslastung. Darüber hinaus verteidigte er seinen Konsolidierungskurs, der vorsieht, dass im kommenden Jahr keine neuen Schulden aufgenommen werden. Zuvor hatte ihm die Linke im Bundestag vorgeworfen, er wolle sich mit der "schwarzen Null" ein Denkmal setzen. Die Investitionsquote im Bundeshaushalt sei in Folge dessen blamabel und gehe zulasten künftiger Generationen. Die Grünen bemängelten, die Regierungskoalition plündere die Sozialkassen und verweigere Verbesserungen wie den Abbau von Subventionen.

Juncker will EU-Investitionsprogramm vorstellen

Brüssel: Die EU-Kommission hat gestern Abend ein Milliarden-Investitionsprogramm beschlossen. Sie will Telekommunikations- oder Verkehrsprojekte mehr fördern und so die schwächelnde Konjunktur in Europa ankurbeln. Herzstück des Plans ist ein neuer Fonds für Investitionen, der erst einmal insgesamt 21 Milliarden Euro enthalten soll. Brüssel hofft, dass dadurch in den nächsten drei Jahren mehr private Investoren angelockt werden - und mehr als eine Million neue Jobs entstehen. EU-Kommissionspräsident Juncker will das ganze Vorhaben heute dem Europaparlament vorstellen.

Syrische Luftwaffe greift IS-Hochburg an

Damakus: Syrische Kampfflugzeuge haben eine von der Terrormiliz Islamischer Staat gehaltene Stadt bombardiert. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass in der IS-Hochburg Rakka mindestens 60 Menschen getötet wurden. Einige örtliche Quellen sprechen von bis zu 80 Toten. Den Aktivisten zufolge trafen die Luftangriffe einen beliebten Markt und ein Industriegebiet. Die Terrormiliz Islamischer Staat hat Rakka zur Hauptstadt ihres sogenannten Kalifats ausgerufen.

Bootsflüchtlinge vor Kreta sind so gut wie gerettet

Athen: Die rund 700 Bootsflüchtlinge vor der griechischen Küste sind so gut wie gerettet. Einem Schiff der griechischen Marine ist es gelungen, den maroden Frachter ins Schlepptau zu nehmen, auf dem die Menschen am Morgen in Seenot geraten waren. Die Maschine war ausgefallen und das Schiff trieb bei zunehmend schlechtem Wetter südöstlich von Kreta im Mittelmeer. Ein Sprecher der Hafenpolizei sagte, die Menschen an Bord seien nicht in Lebensgefahr.

Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland gering

Berlin: Elektroautos verkaufen sich in Deutschland viel schlechter als von der Bundesregierung erhofft. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf die Nationale Plattform Elektromobilität, NPE. Danach werden bis Ende dieses Jahres voraussichtlich nur 24.000 E-Autos verkauft. Die Bundesregierung hatte als Zielmarke 100.000 gesetzt. Die NPE fordert mehr als drei Milliarden Euro Förderung durch den Bund und außerdem Sonder-Abschreibungsmöglichkeiten für gewerbliche Nutzer von E-Autos.

Staatsregierung lehnt Gespräche mit Hungerstreikenden ab

München: Die Behörden der Landeshauptstadt haben die Auflagen für die hungerstreikenden Flüchtlinge gelockert. Sie dürfen jetzt innerhalb des Zeltes Holzpaletten unter ihre Schlafsäcke legen, ein kleineres Pavillonzelt zusätzlich nutzen und einen Infotisch nebst Stühlen aufstellen. Untersagt bleiben dagegen das Aufstellen von Heizstrahlern sowie das Schließen der Zelte. Kreisverwaltungsreferent Blume-Beyerle sagte dazu, die Zelte müssten offen bleiben, damit man reinschauen könne - das Versammlungsrecht bedeute nicht, sich ein Hüttendorf zu machen und zu kochen. Die Staatsregierung lehnt Gespräche mit den rund 30 Flüchtlingen ab. Deren Forderungen, zum Beispiel ein Bleiberecht, seien nicht akzeptabel - ein Rechtsstaat könne sich nicht erpressen lassen.

FC Bayern verliert bei Manchester City 2:3

Manchester: In der Fußball-Champions-League hat der FC Bayern am Abend mit 2:3 bei Manchester City verloren. Der Siegtreffer für die Gastgeber fiel erst in der Nachspielzeit. Die Tore für die Münchner erzielten Alonso und Lewandowski. Von der 20. Minute an waren die Bayern in Unterzahl, nachdem Benatia wegen eines Fouls die Rote Karte gesehen hatte. Für den FC Bayern hat diese Niederlage sportlich keine Folgen, da die Münchner ohnehin schon als Gruppenerster feststanden. In der Gruppe G ist der FC Schalke 04 unter die Räder gekommen. Die Gelsenkirchener verloren zuhause mit 0:5 gegen den FC Chelsea.

Das Wetter in Bayern: in der Nacht stellenweise Nebel, +6 bis -1 Grad

In der Nacht teils neblig oder bewölkt, teils klar; Tiefsttemperaturen +6 bis -1 Grad. Die weiteren Aussichten: Fortdauer der spätherbstlichen Hochdrucklage mit Nebel, Hochnebel und Sonnenschein. Tiefstwerte +5 bis -1 Grad, Höchstwerte je nach Nebelauflösung zwischen 3 und 12 Grad.


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