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05:18 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 28.09.2016 05:18 Uhr

Israels Ex-Präsident Schimon Peres gestorben

Jerusalem: Der frühere israelische Präsident Peres ist tot. Der Friedensnobelpreisträger starb zwei Wochen nach einem schweren Schlaganfall in einem Krankenhaus in der Nähe von Tel Aviv. Seine Familie war in den letzten Stunden bei ihm. Peres wurde 93 Jahre alt. Er war zweimal Regierungschef und mehrmals Minister. Den Friedensnobelpreis hatte er 1994 als Außenminister gemeinsam mit dem damaligen Ministerpräsidenten Rabin und PLO-Chef Arafat erhalten. Von 2007 bis 2014 war er Staatspräsident. Peres hatte sich trotz seines hohen Alters immer wieder für eine Verständigung zwischen Israelis und Arabern eingesetzt. Er hatte bis zuletzt nie die Hoffnung auf eine friedliche Lösung im Nahost-Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern aufgegeben.

Griechen stimmen weiteren Reformen zum

Athen: Das griechische Parlament hat ein weiteres Reformpaket verabschiedet. Eine knappe Mehrheit der Abgeordneten stimmte für die umstrittenen Privatisierungen. Dabei geht es vor allem um den Verkauf von Staatseigentum wie Wasser- und Gaswerke, Autobahnen und Häfen. Die Reformen sind Voraussetzung für weitere Hilfszahlungen an das Land. Die Abgeordneten hatten sich tagelang heftige Debatten geliefert.

Mehr als 300.000 Flüchtlinge sind minderjährig

Berlin: In Deutschland leben zur Zeit mehr als 300.000 minderjährige Flüchtlinge. In einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen heißt es, gut ein Drittel davon sei jünger als sechs Jahre. Die meisten jungen Migranten kommen demnach vor allem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Nicht mitgezählt seien in dieser Statistik unbegleitete, also alleinreisende minderjährige Asylsuchende. Laut Ministerium leben in Nordrhein-Westfalen mit 76.000 die meisten Flüchtlinge unter 18 Jahren, in Bayern sind es rund 35.500.

Toter nach Auseinandersetzung in Asylbewerberheim

Berlin: Bei einem Polizeieinsatz in einer Flüchtlingsunterkunft ist ein 29-jähriger Asylbewerber angeschossen und tödlich verletzt worden. Die Schüsse fielen nach Angaben der Behörden, als der Mann einen 27-jährigen Mitbewohner mit einem Messer attackieren wollte. Hintergrund sind offenbar Missbrauchsvorwürfe gegen den jüngeren der beiden Männer, der sich an der Tochter des Älteren vergangen haben soll. Wegen dieser Anschuldigungen war die Polizei in die Unterkunft gerufen worden. Als der 27-Jährige bereits mit Handschellen gefesselt abgeführt werden sollte, sei der 29-Jährige mit dem Messer auf ihn zugestürmt. Daraufhin hätten die Beamten geschossen, so ein Sprecher der Polizei.

Grüne warnen nach Anschlägen von Dresden vor Rechtsterrorismus

im Studio: MtH Dresden: Die Polizei in Sachsen hat wohl weiter keine Hinweise auf die Täter, die Montag Abend Sprengsätze an einer Moschee und dem Kongresszentrum gezündet haben. Die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Mihalic, warnte in der "Mitteldeutschen Zeitung", die Ermittler dürften jetzt nicht vorschnell Rechtsterrorismus ausschließen, nur weil es kein Bekennerschreiben gebe. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Mayer äußerte die Vermutung, dass die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat. Allerdings wolle er derzeit noch nicht von Rechtsterrorismus sprechen.

Kim als Weltbank-Präsident wiedergewählt

Washington: Weltbank-Präsident Kim ist für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt worden. Die Entscheidung der Exekutiv-Direktion fiel einstimmig. Kim war der einzige Kandidat. Die derzeitige Amtszeit des 56-Jährigen läuft noch bis Mitte nächsten Jahres. Für eine zweite Wahlperiode war er unter anderem von der Bundesrepublik unterstützt worden. Auch andere wichtige Anteilseigner der Weltbank wie die USA, China und Frankreich hatten sich für Kim stark gemacht.

Privates Unternehmen plant für Mars-Kolonie

Cape Canaveral: Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX will auf dem Mars eine Kolonie gründen und besiedeln. Firmen-Chef Musk sagte, die Menschheit sollte eine - Zitat - "multi-planetare Spezies" werden. Dafür müssten die Kosten für Mars-Reisen von umgerechnet rund neun Milliarden Euro pro Passagier gesenkt werden. Dazu wolle SpaceX sehr große Raumschiffe für mindestens 100 Menschen und große Mengen Material bauen. - Zuletzt hatte das Unternehmen mehrere Rückschläge hinnehmen müssen. Erst Anfang September war eine Rakete beim Start explodiert.

Fußball: Dortmund spielt unentschieden gegen Real Madrid

Dortmund: Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat im zweiten Gruppenspiel der Champions League unentschieden gespielt. Die Partie des BVB gegen Real Madrid endete 2 zu 2. Bayer Leverkusen verpasste einen Sieg beim AS Monaco nur knapp. Die Gastgeber erzielten den Ausgleich zum 1 zu 1 in der Nachspielzeit. - Heute tritt Bayern München bei Titelverteidiger Atletico Madrid an. Borussia Mönchengladbach empfängt den FC Barcelona.

Das Wetter: In der Nacht klar, örtlich Nebel, Abkühlung auf 11 bis 6 Grad

Das Wetter in Bayern: In der Nacht meist klar, örtlich Nebel. Bis zum frühen Morgen Abkühlung auf 11 bis 6 Grad. Die weiteren Aussichten: Von Frühnebel abgesehen überwiegend freundlich, besonders am Donnerstag und Freitag viel Sonnenschein. Höchstwerte 18 bis 25 Grad.


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