07:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks
- Türkische Gemeinde kritisiert fehlende Strategie gegen Rassismus
- Erste Regierungspolitiker fordern Autofahrer steuerlich zu entlasten
- Koalition will Ehrensold für Wulff an Bedingungen knüpfen
- Streik am Frankfurter Flughafen ist ausgesetzt
- UN-Generalsekretär will Nothilfekoordinatorin nach Syrien schicken
- Taucher finden weitere Leichen in der Costa Concordia
- Immer mehr Menschen haben befristete Arbeitsverträge
- Fußball: Bayern München verliert Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League
- Das Wetter: Meist trüb, örtlich etwas Regen bei 3 bis 8 Grad
Türkische Gemeinde kritisiert fehlende Strategie gegen Rassismus
Berlin: Gut drei Monate nach Aufdeckung der Neonazi-Mordserie wollen Staat und Gesellschaft heute Entschlossenheit im Kampf gegen Rechtsextremisten demonstrieren. In einem Staatsakt in Berlin wird an die Opfer der Verbrechen erinnert. Zeitgleich sollen mit bundesweiten Schweigeminuten die zehn Menschen geehrt werden, die den Anschlägen der Zwickauer Terrorzelle zum Opfer gefallen waren. - Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Graumann, forderte, dass die Veranstaltung mehr sein müsse als ein Zeichen der Solidarität und Anteilnahme. Graumann verlangt ein resolutes Bekenntnis gegen Rechts, dem konkrete Taten folgen müssten. Auch der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Kolat, äußerte sich skeptisch zu der Gedenkfeier. Er vermisse eine klare Strategie der Bundesregierung gegen Rassismus, so Kolat.
Erste Regierungspolitiker fordern Autofahrer steuerlich zu entlasten
Berlin: Angesichts der dramatisch gestiegenen Benzinpreise fordern erste Regierungspolitiker, die Autofahrer steuerlich zu entlasten. Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Arbeitnehmergruppe im Bundestag, Hohlmeier, sagte der Bild-Zeitung, die Zeit sei reif, um die Entfernungspauschale auf 40 Cent zu erhöhen. Die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer, CDU, fordert, die Benzinsteuer zu senken. Kritik an der jüngsten Anhebung der Spritpreise kommt auch vom Bundeskartellamt. Kartellamtspräsident Mundt sagte, der Markt werde von fünf großen Mineralölkonzernen gemeinsam beherrscht, die sich gegenseitig wenig Wettbewerb lieferten.
Koalition will Ehrensold für Wulff an Bedingungen knüpfen
Berlin: Die Koalition will den Ehrensold für Ex-Bundespräsident Wulff offenbar an Bedingungen knüpfen. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" soll Wulff die Zahlung von 199-tausend Euro pro Jahr auf Druck der Union nicht mehr erhalten, falls er einen Job in der Wirtschaft annimmt. Ein weiterer Vorbehalt sei, dass sich Wulff keine strafrechtlich relevanten Verfehlungen zuschulden kommen lassen hat. So lange es nur Verdächtigungen gebe, gelte die Unschuldsvermutung, zitiert die Zeitung aus Koalitionskreisen. Sollte aber das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft in einen Strafbefehl münden, müsse man Wulff den Ehrensold entziehen.
Streik am Frankfurter Flughafen ist ausgesetzt
Frankfurt am Main: Der Streik auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens ist ausgesetzt worden. Vorausgegangen war ein neues Gesprächsangebot des Flughafen-Betreibers Fraport. Heute wollen beide Seiten an den Verhandlungstisch zurückkehren. Als Nachwirkung des Streiks hat die Lufthansa für heute 155 Flüge abgesagt. In München fallen sechs Flüge von und nach Frankfurt aus, in Nürnberg sind es fünf.
UN-Generalsekretär will Nothilfekoordinatorin nach Syrien schicken
Damaskus: Angesichts der immer schlechteren Versorgungslage in den umkämpften syrischen Städten will UN-Generalsekretär Ban Ki Moon seine Nothilfekoordinatorin Valerie Amos ins das Land schicken. Wann sie nach Syrien reisen kann, ist aber noch unklar. Für internationale Empörung sorgt auch der Tod zweier Journalisten aus Frankreich und den USA in der Stadt Homs. Sie waren gestern durch den Beschuss der syrischen Armee ums Leben gekommen. Der französische Staatspräsident Sarkozy sagte wörtlich: "Genug ist genug, dieses Regime muss weg". Nach Informationen von Aktivisten, die gegen das Regime kämpfen, kamen allein gestern mehr als 70 Menschen bei den Gefechten ums Leben.
Taucher finden weitere Leichen in der Costa Concordia
Giglio: Fast sechs Wochen nach der Havarie der Costa Concordia haben Taucher im Wrack des Kreuzfahrtschiffs acht Leichen entdeckt. Bis zum Abend wurde vier der Toten geborgen - unter ihnen ist auch ein fünfjähriges Mädchen. Wegen des schlechten Wetters mussten die Bergungsarbeiten unterbrochen werden - sie sollen heute fortgesetzt werden.
Immer mehr Menschen haben befristete Arbeitsverträge
Berlin: Immer mehr Menschen in Deutschland haben einen befristeten Arbeitsvertrag. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung unter Berufung auf das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung berichtet, haben 2,7 Millionen Millionen nur eine zeitlich begrenzte Anstellung - das sind eine Million mehr als vor zehn Jahren und so viele wie nie zuvor. Von den neu abgeschlossenen Arbeitsverträgen hat sogar fast jeder zweite ein Verfallsdatum.
Fußball: Bayern München verliert Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League
Basel: Der FC Bayern hat eine gute Ausgangsposition für die Schlussphase in der Champions League verspielt. Im Achtelfinal-Hinspiel unterlag der deutsche Rekordmeister beim FC Basel mit 0:1 und steht nun vor dem Rückspiel am 13. März in der heimischen Arena unter Druck. Der Siegtreffer für Basel fiel in der 86. Minute.
Das Wetter: Meist trüb, örtlich etwas Regen bei 3 bis 8 Grad
Im Süden scheint noch die Sonne. Später wird es wie auch im übrigen Bayern recht trüb, es zieht Regen auf. Die Temperaturen erreichen höchstens 3 bis 8 Grad. In der kommenden Nacht bleibt es frostfrei. Die weiteren Aussichten: Nur an den Alpen scheint morgen länger die Sonne. Ansonsten ist es bewölkt und regnerisch. Am Wochenende wird es mit maximal 13 Grad vorübergehend milder.

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