Aktuell - Meldungen


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20:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion Stand: 24.04.2014

Lage in der Ukraine wird immer kritischer

New York: Im Konflik um die Ost-Ukraine hat UN-Generalsekretär Ban beide Seiten aufgerufen, Provokationen zu vermeiden. Hintergrund sind die tödlichen Auseinandersetzungen heute Vormittag. Ban ließ über seinen Sprecher erklären, eine militärische Eskalation in der Ukraine müsse um jeden Preis verhindert werden. Die Krise könne außer Kontrolle geraten und zu nicht vorhersehbaren Konsequenzen führen. Die ukrainischen Streitkräfte waren am Vormittag in Slawjansk gegen prorussische Kräfte vorgegangen. Dabei soll es mehrere Tote gegeben haben. Russland reagierte mit einem großangelegten Militärmanöver direkt an der Grenze. Der ukrainische Außenminister Deschtschiza sagte daraufhin wörtlich: "Wir werden mit russischen Soldaten kämpfen, sollten sie in die Ukraine einmarschieren".

Israel setzt Friedensgespräche mit Palästinensern aus

Jerusalem: Die Friedensgespräche im Nahen Osten stehen vor dem Aus. Israel hat die Verhandlungen mit den Palästinensern vorläufig gestoppt. Das entschied die Regierung in Jerusalem nach einer sechsstündigen Sitzung. Grund für die Entscheidung sei das Versöhnungsabkommen zwischen den beiden Palästinenser-Organisationen Fatah und Hamas. Die über Jahre hinweg verfeindeten Gruppierungen hatten überraschend angekündigt, eine gemeinsame Regierung bilden zu wollen. Israel sieht die im Gazastreifen regierende Hamas als Terrororganisation an und lehnt Verhandlungen mit ihr grundsätzlich ab.

Tausende demonstrieren in Bangladesch gegen Modekonzerne

Dhaka: Am Jahrestag des Einsturzes einer Textilfabrik in Bangladesh haben sich tausende Menschen am Unglücksort versammelt. Viele legten Kränze nieder oder beteten. Auf Transparenten wurden Strafen für die Schuldigen und die versprochenen Entschädigungen gefordert. Bei dem Einsturz vor genau einem Jahr waren mehr als 1100 Textilarabeiter ums Leben gekommen, 140 gelten immer noch als vermisst. In der Fabrik hatten auch deutsche Firmen nähen lassen. Sie hatten nach dem Unglück einen Entschädigungsfonds versprochen. Laut Deutschem Gewerkschaftsbund sind von den angekündigten 40 Millionen aber erst 11 Millionen eingezahlt. DGB-Chef-Sommer appellierte im Bayerischen Rundfunk an die Branche, endlich Verantwortung zu übernehmen.

Ecclestone weist vor Gericht Korruptionsvorwurf zurück

München: Zum Auftakt des Prozesses gegen Bernie Ecclestone haben die Anwälte des Formel-1-Chefs den Vorwurf der Bestechung zurückgewiesen. In einer Erklärung hieß es, Ecclestone sei von dem früheren Bayern-LB-Manager Gribkowsky erpresst worden. Dieser habe ihn immer wieder mit Anspielungen unter Druck gesetzt, ihn bei den Steuerbehörden anzuzeigen. Der heute 83-jährige Multi-Milliardär soll Gribkowsky 44 Millionen Dollar gezahlt haben, damit dieser die Anteile der BayernLB an der Rennserie an einen von Ecclestone bevorzugten Investor verkauft. Gribkowsky wurde deshalb bereits zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. In zwei Wochen ist er in dem Prozess als Zeuge geladen.

Paritätischer Wohlfahrtsverband kritisiert Spaltung der Gesellschaft

Berlin: Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland nimmt nach Einschätzung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands immer mehr ab. In einem Bericht zur sozialen Lage erklärt der Verband, hinter den volkswirtschaftlichen Erfolgsbilanzen verberge sich eine fortschreitende Spaltung der Gesellschaft. Obwohl die Arbeitslosigkeit zurückgehe und die Zahl der Erwerbstätigen einen Höchststand erreicht habe, wachse die Armut. Laut der Studie hat die Armutsquote in Deutschland mit 15,2 Prozent einen Höchststand erreicht.

Arbeitsbedingungen sind laut EU-Umfrage schlechter geworden

Brüssel: Fast jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland ist der Ansicht, dass sich seine Arbeitsbedingungen in den letzten fünf Jahren verschlechtert haben. Laut einer Umfrage der EU-Kommission berichten die Betroffenen zum Beispiel von mehr Stress und längeren Arbeitszeiten. Im EU-Schnitt ist die Zahl der Arbeitnehmer, die über schlechter werdende Arbeitsbedingungen klagen, noch etwas höher. Alles in allem sind jedoch die meisten Europäer mit ihrer Arbeit noch sehr zufrieden.

Zeitungsredakteure bekommen 2,5 Prozent mehr Geld

Berlin: Die 14.000 Zeitungsredakteure in Deutschland bekommen mehr Geld. Nach mehr als neun Monaten Tarifverhandlungen teilte der Bundesverband der Zeitungsverleger mit, dass die Gehälter ab Mai um 2,5 Prozent erhöht werden. Im April nächsten Jahres ist demnach eine weitere Anhebung um 1,5 Prozent vorgesehen. Zugleich werden mit dem neuen Tarifvertrag das Weihnachts- und das Urlaubsgeld von 1,75 Monatsgehältern auf 1,5 Gehälter gesenkt.

"Öko-Test" berichtet von Weichmachern in vielen Speiseölen

Frankfurt am Main: Viele Speiseöle sind mit Weichmachern, Mineralölrückständen oder Pestiziden belastet. Das haben Experten der Zeitschrift "Öko-Test" herausgefunden. Von 20 getesteten Ölen wurden nur acht mit "befriedigend" oder besser bewertet. Gleich sieben Mal wurde die Note "ungenügend" vergeben. Besonders Bio-Speiseöle kamen bei dem Test schlecht weg. Zwei Produkte waren so stark mit Pestizidrückständen belastet, wie es selbst bei konventionellen Produkten selten sei. Allerdings war es auch ein Bio-Öl, das als einziges Produkt im Test die Note "sehr gut" bekam.

Schriftstellerin Ilse Gräfin von Bredow gestorben

Hamburg: Die Schriftstellerin Ilse Gräfin von Bredow ist tot. Wie ihr Verlag erst jetzt mitteilte, starb sie am Ostersonntag im Alter von 91 Jahren in Hamburg. Ihr größter Erfolg war ihr erstes Buch "Kartoffeln mit Stippe", das 1979 erschien und auch verfilmt wurde. Der Roman hielt sich so lange in der Bestsellerliste, dass er es damit sogar ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte. Nach Verlagsangaben erreichten Ilse Gräfin von Bredows Romane und Erzählbände eine Auflage von mehr als einer Million Exemplaren.

Das Wetter in Bayern: In der Nacht letzte Schauer, 10 bis 4 Grad

In der Nacht letzte Schauer oder Gewitter; danach klar, im Osten Bayerns teilweise wolkig. Tiefstwerte 10 bis 4 Grad. Die weiteren Aussichten: Morgen verbreitet sonnig, später einzelne Schauer oder Gewitter, Höchstwerte 19 bis 23 Grad. Am Wochenende unbeständig mit Schauern und Gewittern bei 11 bis 21 Grad.


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