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Ladenschluss In Bayern gehen um 20 Uhr die Lichter aus

Wochentags. 20 Uhr. Irgendwo in Bayern. Die Neonlichter in den Supermärkten und Geschäften gehen spätestens jetzt aus. Ladenschluss im Freistaat. Andere Bundesländer gehen weitaus liberaler mit den Öffnungszeiten um.

Stand: 19.08.2011
Symbolbild: Ladenschluss; Ein Ladenbesitzer dreht an der Tür seines Geschäftes ein Schild mit der Aufschrift "Geschlossen" um. | Bild: picture-alliance/dpa, Montage: BR

Nach der Föderalismus-Reform 2006 wurde der Ladenschluss zur Ländersache. In Bayern gilt als einzigem Bundesland aber noch das letzte Bundesgesetz von 2003. Das besagt: Um 20.00 Uhr ist Feierabend - mit Ausnahmen, wie zum Beispiel an Flughäfen oder für Bäckereien, Friseure, Tankstellen und Blumenläden.

Schwarz-Gelb streitet über Öffnungszeiten

In der politischen Landschaft gehen die Meinungen über die derzeitige Regelung auseinander. Nicht wenig überraschend plädiert die Bayern-FDP seit Längerem für liberalere Öffnungszeiten bis 22.00 Uhr, zumindest unter der Woche. "Mit mir nicht", sagt dazu Ministerpräsident Horst Seehofer von der CSU. Ihm zur Seite stehen beispielsweise die Junge Union sowie der Gemeindetag.

Befürworter längerer Ladenöffnungszeiten verweisen darauf, dass sich das Ende der Arbeitszeiten immer mehr in den Abend nach 20.00 Uhr verlagert. Erst dann sei der Gang in den Supermarkt möglich. Dagegen steht das Argument, dass bei uneingeschränkten Öffnungszeiten große Ketten die mittelständischen Einzelhändler verdrängen würden.

Wie sich die Ladenöffnungszeiten bundesweit unterscheiden, sehen sie hier:

Ladenschluss in Deutschland