Strecke München-Nürnberg Mehrwöchige Geduldsprobe für Bahnfahrer
Auf der Bahnstrecke Nürnberg-Ingolstadt-München kommt es zunächst bis 9. September zu Verspätungen. Schuld daran ist eine Sommerbaustelle im Abschnitt Ingolstadt-Petershausen. Fast 40 Minuten Verspätung müssen zum Beispiel ICE-Passagiere hinnehmen.
Betroffen von den Bauarbeiten zwischen Ingolstadt und Petershausen sind sowohl Fern- als auch Regionalverkehr. Alle ICEs, die von Nürnberg über Ingolstadt nach München fahren, werden nach Information des Bayerischen Rundfunks über Augsburg und Treuchtlingen umgeleitet. Die Züge sollen sich deswegen um bis zu 36 Minuten verspäten. Im Regionalverkehr enden Züge im Abschnitt Rohrbach - Ingolstadt zeitweise vorzeitig, wie die Bahn mitteilt. Regionalzüge zwischen Petershausen und Ingolstadt würden durch Ersatz-Busse ersetzt.
Auswirkungen auf den Regionalverkehr
In Richtung Ingolstadt
- enden einige Regionalzüge vorzeitig in Rohrbach
- entfallen einige wenige Regionalzüge zwischen Ingolstadt und München
- erhalten Züge baubedingte Fahrzeitverlängerungen bzw. starten am Abgangsbahnhof früher als gewohnt.
- Zugausfälle werden duch Schienenersatzverkehr ersetzt
- Zwischen München und Petershausen steht die S-Bahnlinie S2 zur Verfügung
In Richtung München
- enden einige Regionalzüge vorzeitig in Ingolstadt
- entfallen einige wenige Regionalzüge zwischen Ingolstadt und München
- erhalten Züge baubedingte Fahrzeitverlängerungen bzw. starten am Abgangsbahnhof früher als gewohnt.
- Zugausfälle werden duch Schienenersatzverkehr ersetzt
- Zwischen Petershausen und München steht die S-Bahnlinie S2 zur Verfügung
(Quelle: Deutsche Bahn)
Max Maulwurf: weitere Beeinträchtigungen
Auswirkungen auf den Fernverkehr
Die Bahn verweist für Informationen auf ihre Internetseite http://bauarbeiten.bahn.de
Auch nach dem 9. September, nach Abschluss der Bauphasen 1 und 2, gebe es weitere Einschränkungen, informiert "Max Maulwurf". Der Symbolfigur hat die DB die unangenehme Aufgabe übertragen, über die für die Bahnpassagiere ärgerlichen Baustellen zu informieren. Laut dem Wühler zieht sich der Ausbau für den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Dachau und Ingolstadt noch bis ins Jahr 2014 hin; bis zu 190 Stundenkilometer schnell sollen die dafür ausgelegten Züge auch auf dieser Passage danach schließlich fahren können. Bisher sind zwischen Petershausen und Ingolstadt abschnittsweise nur 130 bis 160 km/h möglich.
Ergebnis: Drei Minuten weniger Fahrzeit
Rund 170 Kilometer sind es von Nürnberg nach München. Ohne Halt in Ingolstadt braucht ein ICE laut Bahn derzeit 62 Minuten, nach dem Ende des Ausbaus sollen es rund drei Minuten weniger sein. Um die Beeinträchtigungen bis dahin so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten "unter rollendem Rad", also unter laufendem Bahnbetrieb durchgeführt, wie die Bahn es nennt. Ganz zu vermeiden sind Verspätungen dennoch nicht - nicht einmal durch "Max Maulwurf".
Überblick über die Einschränkungen
30. Juli - 19. August: Gleissperrung Rohrbach - Baar-Ebenhausen
19. August - 10. September: Gleissperrung Baar-Ebenhausen - Rohrbach
10. September - 20. Oktober: Gleissperrung Pfaffenhofen - Uttenhofen
20. - 22. Oktober: Streckensperrung Baar-Ebenhausen - Petershausen
10. - 12. November: Streckensperrung Rohrbach - Petershausen
ab 12. November - 18. Mai 2013: Gleissperrung Uttenhofen - Pfaffenhofen und Gleis 1 in Pfaffenhofen

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E. K., Donnerstag, 02.August, 16:21 Uhr
1. Die meisten Verspätungen haben andere Ursachen
Aufgrund der Anzeigen und Durchsagen der Bahn haben die meisten Verspätungen andere Ursachen als die Bauarbeiten. Oft defektes Zugmaterial (lokschaden, Wagons ohne Klima, Türschäden usw. Aber auch überfüllte Züge. Der Schaden an der Volkswirtschft ist erheblich.