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Ilse Aigner Tschüss Berlin - servus Bayern!

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will der Bundespolitik den Rücken kehren und nach der Landtagswahl zurück nach Bayern. In der CSU wird der Plan beklatscht. Die Opposition feixt.

Stand: 17.09.2012

Die CSU hat im bayerischen Landtagswahlkampf exakt ein Jahr vor dem Stichtag - gewählt wird am 15. September 2013 - eine neue Runde eingeläutet: Ilse Aigner, Agrar- und Verbraucherschutzministerin im Berliner Kabinett, soll ihre Popularität für die bayerische Sache einsetzen und für ein oberbayerisches Direktmandat kandidieren.

"Dass Ilse Aigner sich entschieden hat, für ein Landtagsmandat zu kandidieren, das ist die Mobilität, die man im politischen Leben immer mal aufweisen sollte. Ich bedauere das einerseits, anderseits wird sie uns nicht verloren gehen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Geschickter Schachzug

Ganz freiwillig soll Aigner nicht zurück nach Bayern wechseln. Sie neige manchmal dazu, "nicht zu tun, was man mir sagt", gesteht Aigner am Samstag nach einem Treffen der CSU-Spitze mit Kreisvorsitzenden in Ingolstadt ein. Aber in der Gesamtabwägung habe sie beschlossen, dass es jetzt noch wichtiger sei, für den Landtag zu kandidieren.

Die Personalie wird als geschickter Schachzug von CSU-Chef Horst Seehofer gewertet. Aigner ist Bezirksvorsitzende der äußerst mächtigen Oberbayern-CSU. Ausgerechnet in Oberbayern hatte die CSU 2008 einen Rekordverlust von 22 Prozent eingefahren. Gleichzeitig ist die Popularität von Seehofers Herausforderer Christian Ude in und um die Landeshauptstadt besonders groß.

"Die Landtagswahl ist eine entscheidende für die CSU. Wir brauchen die besten Kräfte."

CSU-Landtagsfraktionschef Georg Schmid

In der CSU-Spitze wurde die Entscheidung denn auch demonstrativ beklatscht. Aigner habe bei der Sitzung am Samstag viel Applaus für ihre Ankündigung bekommen, sagte Georg Schmid, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion. Dabei werden Aigner durchaus Chancen eingeräumt, nach der Wahl statt Schmid die Landtagsfraktion anzuführen. Aber auch für ein wichtiges Ministeramt gilt sie als fähig. Beobachter der Personalie Aigner unterstellen ihr gar Ambitionen, erste Ministerpräsidentin Bayerns werden zu wollen.

Ministerpräsidentin Aigner?

Dem widersprachen Seehofer und Aigner - wie es der politischen Ettikette entspricht. Es gebe "keine Zusagen", betonte Seehofer. "Erstmal spricht der Wähler", sagte Aigner. Nach der Wahl werde dann über die Ämterverteilung gesprochen.

"Den Bären zu verteilen, der noch nicht erlegt ist, macht sich nicht so gut."

Ilse Aigner am 17.9.2012

Aber so viel steht fest, Aigner ist eine ernsthafte Konkurrenz für die beiden anderen als Kronprinz und -prinzessin gehandelten Politiker - Finanzminister Markus Söder und Arbeitsministerin Christine Haderthauer.

Auch wenn es ihn ärgert, ganz Politiker lässt sich Söder das nicht anmerken. Es sei eine "schöne Geschichte" und "kluge Entscheidung des Ministerpräsidenten", sagte Söder am Samstag im Bayerischen Fernsehen.

Opposition: Aigners Flucht

Die Opposition dagegen muss sich nicht in freundlicher Zurückhaltung üben. Voll Häme mutmaßt der Landesvorsitzende der SPD, Florian Pronold, dass Aigner ab 2013 Oppositionsführerin im bayerischen Landtag werden wird.

"Sie ist der erste Mensch, den ich erlebe, der von einem sinkenden Schiff auf das andere wechselt."

SPD-Landeschef Florian Pronold

Und auch von den Grünen kommen wenig freundliche Töne.

"Eine Frau Aigner alleine wird die Männertruppe nicht zu einer frauenfreundlichen Partei machen."

Margarete Bause, designierte Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen

Aigner will ihre Ämter in Berlin auf jeden Fall bis zur Bundestagswahl im kommenden Jahr ausfüllen. Die 47-Jährige hat einen Sitz im Bundestag und ist im Kabinett Merkel Agrar- und Verbraucherschutzministerin. Aber wenn sie in ihrer politischen Heimat Oberbayern stärker verankert sei, könne sie sich noch besser einbringen, so Aigner. Aigner will im Wahlkreis Miesbach antreten. Mit dem derzeitigen Miesbacher CSU-Abgeordneten Alexander Radwan ist sie sich offenbar bereits handelseinig. Er sei bereit, im Gegenzug in den Bundestag zu wechseln.

"Der Landtag ist und bleibt die Herzkammer der CSU - und auf Oberbayern kommt es entscheidend an."

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner

Bereits Spekulationen im Vorjahr

Seit 1985 in der CSU

Seit 1985 ist Aigner CSU-Mitglied. Bereits von 1994 bis 1998 war sie Mitglied des bayerischen Landtags, bevor sie in den Bundestag einzog. Seit Ende Oktober 2008 ist sie Verbraucherschutzministerin.

Schon im vorigen November hatte es Spekulationen über einen Wechsel Aigners nach München gegeben. Damals ging es um die Nachfolge des scheidenden Finanzministers Georg Fahrenschon (CSU), die letztlich aber Markus Söder (CSU) übernahm.

Seehofer ziert sich noch

Seehofer selbst will erst am Mittwoch bekannt geben, ob er als Spitzenkandidat der CSU in den Landtagswahlkampf 2013 geht. Das hänge auch von den inhaltlichen Schwerpunkten im Wahlkampf ab, die bei der CSU-Klausur im oberfränkischen Kloster Banz diese Woche diskutiert würden.

Gerda Hasselfeldt wird CSU-Spitzenkandidatin

Gerda Hasselfeldt

Bei der Bundestagswahl setzt die CSU auf eine Frau an der Spitze: die Berliner CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt. Es sei sein Wunsch, dass Hasselfeldt die CSU in die Bundestagswahl führt, teilte CSU-Chef Seehofer ebenfalls in Ingolstadt mit. Er habe das bereits mit der 62-jährigen Politikerin besprochen.


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Z.W., Montag, 17.September, 18:38 Uhr

22. Aigner

Aigner ist gut für die CSU und könnte doch Seehofer ersetzen.

AnnoSechziger, Montag, 17.September, 08:17 Uhr

21. Die gute Frau denkt an ihre Zukunft ...

... denn nach der nächsten Bundestagswahl ist sie ihren jetzigen Job eh los. In der Legislaturperiode werden CDS/CSU und FDP keinen Bundesminister mehr stellen. Frau Aigner "versichert" sich nur auf ihre Art gegen die Arbeitslosigkeit. Wenn wir doch alle so gute Seilschaften nutzen könnten ...

Massentierhaltung-NEIN, Sonntag, 16.September, 13:36 Uhr

20. unfähige Verbraucherministerin Aigner

Wie schon der Vortipper.

ES MUSS eine STARKE und SCHNELL HANDLUNGSFÄHIGE , SICH NICHT BEEINFLUSSBARE Verbraucherministerin her.

Wer sich mit dem Bauernpräsident im Dirndl an den Tisch setzt und sich fröhlich unterhält, über was auch immer, könnte den Eindruck gewinnen, unter einem Klüngel zu sein.

Weg mit Fr. Aigner, her mit einer STARKEN, sich wirklich für TIERE einsetzende Ministerin.

Bisher waren fast alle in diesem Posten aus Bayern.

TIERE haben ein Recht auf Leben!

Der Mensch braucht kein Fleisch. Nur eine dümmliche ANERZOGENE Gewohnheit. SONST NICHTS.

Wenn alle Schlachthöfe Glaswände hätten, wären viele Menschen Vegetarier!
P. McCartney

(absichtlich in Randgebieten, dass es keiner mitkriegt)