Wissen - Rote Liste


39

Bedrohte Pflanzen- und Tierarten

Rote Liste wächst rasant

Die Rote Liste bedrohter Tiere und Pflanzen wächst und wächst - und die Arten sterben schneller, als die Rote Liste aktualisiert werden kann. Experten schätzen, dass pro Tag zwischen 50 und 150 Pflanzen- und Tierarten von der Erde verschwinden. Und das, obwohl sich der Artenschutz seit Jahrzehnten um den Erhalt der Biodiversität bemüht.

Aktionstage

Internationaler Tag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt

Am 22. Mai wird jedes Jahr der "Internationale Tag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt" begangen - ein Tag der aufrütteln soll. Der Aktionstag der Unesco geht auf den 22. Mai 1992 zurück, als in Nairobi das Übereinkommen zum Schutz der Biodiversität unterzeichnet wurde.

Tag des ArtenschutzesTag des Artenschutzes

Um das rasante Sterben aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen, gibt es auch seit fast 40 Jahren den Tag des Artenschutzes, immer am 3. März. Dieser Tag erinnert an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzabkommens im Jahr 1978.

Schwindende Biodiversität bedroht auch uns

Wenn die Artenvielfalt verschwindet, ist das Überleben unseres ganzen Planeten bedroht. Ob ein einzelnes Kraut ausstirbt, scheint von wenig Belang - solange man nicht weiß, wer davon lebt. Das Verschwinden vieler Pflanzenarten beschleunigt das Insektensterben. Bienen und andere Insekten spielen bei einem Drittel der Lebensmittelproduktion eine wichtige Rolle als Bestäuber. Das Aussterben dieser Tierarten werden wir Menschen in Hungersnöten selbst zu spüren bekommen.

Folgen des Artensterbens nicht absehbar

Bei vielen anderen bedrohten Tieren und Pflanzen können wir noch gar nicht ermessen, welche Folgen das Aussterben der jeweiligen Art nach sich ziehen wird. Um das gar nicht erfahren zu müssen, dafür kämpft der internationale Artenschutz seit Langem.

Männlicher Spatz (Haussperling) | Bild: LBV/Dieter Hopf 06.07. | 15:05 Uhr Bayern 2 zum Artikel Haussperling Der kleine Spatz wird vermisst

Früher stibitzten sie uns die Brösel vom Tisch. Heute sind in den Städten fast keine Haussperlinge mehr zu sehen. Der Spatz wurde vom Allerweltsvogel zum bedrohten Piepmatz. Woran das liegt, warum er uns fehlt - und was Sie tun können. [mehr]

Großer Panda (Ailuropoda melanoleuca) in der chinesischen Provinz Henan. Der Pandabär ist seit Jahrzehnten auf der Roten Liste der IUCN. Der starke Schwund der Bambuswälder in China hat den Lebensraum der Großen Pandas stark dezimiert. | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio mit Informationen Großer Panda erholt sich Erfolgreicher Schutz einer bedrohten Art

Seit Jahrzehnten steht der Große Panda auf der Roten Liste gefährdeter Arten, geradezu als Sinnbild für bedrohte Natur. Doch jetzt zeigt sich ein Hoffnungsschimmer: Es gibt wieder mehr Pandabären, dank strenger Schutzmaßnahmen und moderner Forschung. [mehr]

Heimische Arten in Gefahr

Feldhamster im Gras | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie Niedlich, aber in Gefahr Der Feldhamster stirbt aus

Kleine schwarze Knopfaugen, ein weiches Fell und ein bebendes Schnuffelnäschen: Feldhamster sind niedlich, aber seit Jahren stark vom Aussterben bedroht. [mehr]

Ein Wiedehopf mit Käfer auf einem Baumstumpf. Der Wiedehopf ist in Bayern vom Aussterben bedroht und auf der Roten Liste der Brutvögel | Bild: colourbox.com zum Artikel Vögel auf der Roten Liste Bedrohte Brut- und Zugvögel in Deutschland

Fast die Hälfte aller Brutvögel in Deutschland stehen auf der Roten Liste, viele weitere Vogelarten auf der Vorwarnliste. Vor allem die ganz gewöhnlichen, früher weit verbreiteten Vögel sind gerade im Schwinden begriffen. [mehr]

Storch | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie mit Informationen Störche in Bayern Die ersten Frühlingsboten sind zurück

Majestätisch ziehen die schwarz-weißen Vögel über den Himmel, lässig stehen sie einbeinig auf der Wiese. Sie überwintern in Afrika oder Spanien, doch auch in Bayern fühlen sie sich - wieder - wohl. Die ersten Störche sind zurück. [mehr]

Artenvielfalt

Skurrile Arten 2016: Tiefsee-Anglerfisch Lasiognathus dinema | Bild: Theodore W. Pietsch/University of Washington/dpa zur Bildergalerie Neu entdeckt Die zehn skurrilsten Arten 2016

Forscher haben wieder ihre jährliche Liste der skurrilsten neuentdeckten Arten veröffentlicht: von miniklein bis riesengroß, durchsichtig bis farbenfroh, ist alles dabei. Lassen Sie sich von der Vielfalt überraschen! [mehr]

Phyllodesmium acanthorhinum | Bild: Foto: Robert Bolland/SUNY College of Environmental Science and Forestry/dpa zur Bildergalerie Neu entdeckt Die zehn skurrilsten Arten 2015

Jeden Tag werden auf der Erde neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Die State University of New York in Syracuse veröffentlicht jedes Jahr die "Top Ten" der bizarrsten Arten. Hier ist die Liste des Jahres 2015. [mehr]

Berichte zum Artenschwund

Totes Stumpfnasenaffen-Baby, das an seinen Verletzungen verendet ist, nachdem es vom Baum gefallen war, weil Jäger das Mutter abgeschossen hatten. | Bild: picture alliance/AP Photo zum Audio Wildtiere weltweit in Gefahr "Eskalierende dramatische Wilderei-Krise"

Noch nie waren so viele Wildtiere gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Einer der Hauptgründe: die Wilderei. Dazu kommen der Schwund von Lebensraum und der Klimawandel. Gespräch mit Artenschützer Arnulf Köhncke vom WWF. [mehr]

Thailand: Konfisziertes, geschmuggeltes Elfenbein, April 2015 | Bild: dpa-Bildfunk zum Artikel CITES Welt-Artenschutzkonferenz 2016 Positive Bilanz und strengere Schutzmaßnahmen

Im südafrikanischen Johannesburg rangen im Herbst 2016 knapp 200 Staaten um die Zukunft bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Der Schutz von Elefanten, Nashörnern und Löwen zählte zu den zentralen Themen auf der weltgrößten Artenschutz-Konferenz. [mehr]

Afrikanische Elefanten im Tsavo East National Park nahe Nairobi. Auf allen Artenschutz-Konferenzen stehen Elefanten im Vordergrund: Wilderei und illegaler Handel von Elfenbein bedrohen das Überleben dieser Tierart. | Bild: dpa-Bildfunk zur Bildergalerie mit Informationen IUCN-Kongress 2016 Die Rote Liste weltweit gefährdeter Arten wächst

Die aktualisierte Rote Liste der IUCN zeigt: Die Zahl der bedrohten Arten wird immer größer. Das ist nicht nur für die betroffenen Tiere und Pflanzen schlimm. Der Verlust an Vielfalt ist auch eine Gefahr für die Menschheit. [mehr]


39

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Andreas, Freitag, 09.Juni, 12:50 Uhr

3. Was man machen kann, jeder -

Ich kann nur jedem Raten, alles anzupflanzen, was europäische Vegetationen und anderswo an Wildpflanzen noch erhätltlich ist. Gärten, Parks. Acker, Brachland. Mit langjährigen Stauden, aussaatfähigen, oder Wildbäumen. Land ist das Problem, sonst würde ich schon längst alles begonnen haben. EIn Arboretum für Gärten, und alles andere, Pionoerpflanzen für trockenere Regionen. [Wahlwerbung red. entfernt] Ein paar Wildsamen kosten nur ein paar wenige Euros, sehen auch schön aus, vor allem gibt es Natur pur. Für 500 Euro Smartphone kriegt man massige Bestände.....Die Bayern machen es teilweis enoch ganz okay, in einigen regionen, anderswo geht es radikaler dumm zu. Im Allgäu ist es vl. schön, und die debilen träumen im TV, aber 90 Prozent anderer Orte sehen nicht mehr schön aus.....Dabei kann jeder Idylle wieder auch in seine Nähe holen, wenn man zusammenarbeitet. Gegen Ulmensplintkäfer hilft Holunder. Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
Kommentar-Richtlinien bearbeitet.

Andreas, Freitag, 09.Juni, 12:07 Uhr

2. Ein paar Möglichkeiten

Mast von Schweinen und Rinder kann man mit Esskastanien, Eicheln (Stiel- oder Traubeneichen, heimisch) machen. Walnüsse ernähren. Rosacae-Gewächse aller Arten in Wildform. Gemeine Wacholderweiden. Stieleichenwäder als artenreiche lichtdurchflutete Wälder. Bosch Robotik als Unkrautroboter statt Pestizideinsatz. Beseitigung von Plastikmüll gegen Entgeld an alle Leute, so wird es einfacher. Überhaupt jeglicher Giftmüll. Ersatz von Plastikbeuteln durc Stoffbeutel. MAst von Bauzmfrüchten mindert Sojanahrung und Zerstörung anderer Wälder in Übersee. Etc. Heimische Zitterpappeln, populus temula, als Schmetterlingsbäume für dauerhaften Bestand. Für den garten wilde Heidelbeeren, mit Rhododendronerde in 20l Kübel gut bewässern, wächst. amelanchier ovalis, prunus aviu, malus sylvestris und pyrus pyraster frei handeln, ohne viel Kosten. Reduktion von ziergewächsen und Überseearten. Roßkastanie bis 2012 bald ausgestorben? Durch einen Erreger, der 2006 in Holland eingeschleppt wurde. Holunderduft.

Andreas, Freitag, 09.Juni, 12:00 Uhr

1. Noch etwas zum Menschen - Tatsachen wer sie noch will, oder liebt

Für die Menschen folgende Statistik auch von Stephen Hawking: Die Ressourcen sind in 100 Jahren weg. Schon dann. Dann ist nichts mehr da, Das heißt der Planet ist lebend tot. Der Planet ist kahlgefressen. Die Vögel sterben immer schneller aus, wie die Insekten, die ich hier ängstlich nciht mehr sehe, keine Biene, kein Schmetterlinge, nichtmal eine. Und ihr ordnet euch sowas unter, seid ihr noch Menschen? Oder nur Lakaien von euren Firmen? Ihr wisst genau, dass nur die Lenkung an der Macht alles lösen kann. Andernfalls belasst es so, wundert euch aber nicht über euer baldiges Aussterben. 100 jahre sind statistisch nun angelegt, rein wissenschaftlich. DerPlanet ist dann radikal erschöpft. Es werden viele Tote folgen. Wer nciht das so sieht, als Fleisch, der sieht roa bis ins Elend. Sorry. Aua.
Veröffentlicht den Beitrag, oder nicht. An der Tatsache wird sich nichts ändern. Wasserautos gibt es schon. Siehe Genepax (Japan), Firma ist weg, wie alle andere Erfinder auch (Belgier vegriftet),