Glamour und Besinnlichkeit
Der neue Intendant der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, setzte neue Akzente: Eine zehntägige "Ouverture Spirituelle" leitete den Premierenreigen ein.
Pereira glaubt, dass die Stadt Salzburg "mit ihrer Tradition und der ursprünglichen Festspielidee einen stilleren, besinnlicheren Anfang gut vertragen kann". Der Kulturmanager will damit auch eine Tradition für die nächsten Jahre begründen.
Mit diesem neuen geistlichen Vorprogramm begannen die Salzburger Festspiele früher als bisher, nämlich schon am 20. Juli. Den Auftakt gab die Premiere von Joseph Haydns "Die Schöpfung" unter der Leitung von John Eliot Gardiner. Mozarts Oper "Die Zauberflöte" eröffnet am 27. Juli. den Hauptpart der Festspiele. Das musikalische Programm erhielt in Zusammenarbeit mit dem Herbert-Batliner-Europainstitut einen diskursiven Überbau: Eine Reihe von öffentlichen "Disputationes" setzte sich mit Fragen zu Religion und Kultur in Europa auseinander. In dieser Saison ging es um das Judentum, im nächsten Jahr beschäftigt sich die Reihe dann mit dem Buddhismus.
232 Aufführungen in 45 Tagen an 15 Spielorten
Bis 2. September standen insgesamt sieben szenische Opern und rund 80 Konzerte auf dem Programm. Der neue Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf hatte 13 Theaterproduktionen auf den Spielplan gesetzt.

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