Es gab bisher nur eine einzige Aufnahme von Cherubinis "Lodoïska", mit Riccardo Muti am Pult. Und es ist natürlich wie immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man den Originalklang vorzieht. Wenn ja, liegt man bei dieser Novität mit dem Dirigenten Jérémie Rhorer richtig!
[mehr - zum Artikel: Luigi Cherubini - Lodoïska ]
Harte Schale, weicher Kern? Wie zart besaitet böse Buben doch sein können! Sechs Händel-Opern mit zwölf Arien liefern Beispiele auf einer neuen CD mit dem Titel "Bad Guys". Verkörpert werden die Bösewichter vom Countertenor Xavier Sabata.
[mehr - zum Artikel: Xavier Sabata singt - Händel - Bad Guys ]
Valery Gergiev erklärt es grundsätzlich zur Chefsache, wenn es in seinem Konzertsaal neben dem Mariinsky-Theater um Opernaufführungen geht. Die "Walküre" ist nun der Startschuss zu einem kompletten "Ring"-Zyklus, der im Herbst 2014 abgeschlossen vorliegen soll.
[mehr - zum Artikel: Richard Wagner - Die Walküre ]
1763 wurde Johann Christian Bachs "Zanaida" erfolgreich uraufgeführt. Doch danach versank sie im Dunkel der Geschichte und galt als verschollen. Die Wiederentdeckung der Oper im Jahr 2010 war eine kleine musikwissenschaftliche Sensation. Nun gibt es das Werk erstmals auf CD.
[mehr - zum Artikel: Johann Christian Bach - Zanaida ]
Das Ensemble Il Complesso Barocco spielt mit einer gewissen Gelassenheit. Vielleicht sollte man sogar von Lässigkeit sprechen, schließlich ist der langjährige Ensembleleiter Amerikaner. Und sein Anliegen ist eine "swingende" Klangrede, ganz anders als bei primär aggressiv agierenden Originalklangensembles.
[mehr - zum Artikel: Georg Friedrich Händel - Giulio Cesare ]
Feuriger geht's nicht. Das ist elementar, das ist existentiell und zeigt die pure Lust an Höhenflügen, facettenreich, in jeder Lage beweglich. Hier singt ein Sieger, glanzvoll, stark. Aber - wenn es die Rolle verlangt - kannn Rolando Villazón genauso überzeugend schluchzen.
[mehr - zum Artikel: Rolando Villazón singt - Opernarien von Verdi ]
Aus der Art geschlagen war Johann Christian innerhalb der Bach-Familie: der einzige, der sich etwas auf Opern einbildete! Immerhin elf Bühnenwerke komponierte er in zwanzig Jahren, und der Schwanengesang "Amadis de Gaule" erscheint wirklich wie aus einem Guss, in sich abgerundet.
[mehr - zum Artikel: Johann Christian Bach - Amadis de Gaule ]
32 Jahre auf der Bühne - und von Routine keine Spur! Das Hagen Quartett, eines der renommiertesten Kammermusik-Ensembles der Gegenwart, liefert auf seiner neuen CD eine anregend hochintensive Auseinandersetzung mit Streichquartetten von Beethoven.
[mehr - zum Artikel: Ludwig van Beethoven - Streichquartette ]
Das Trio Parnassus besticht durch ein organisches, innig verbundenes Zusammenspiel, in dem sich auch das Klavier nicht hervordrängt und das die fein gewebten melodischen Verflechtungen dieser Musik kongenial heraus modelliert.
[mehr - zum Artikel: Charles-Marie Widor - Klaviertrios ]
Die enorme Erfahrung mit zeitgenössischer Musik ist jedem Ton dieser CD ebenso anzuhören wie die Liebe, mit der das Quartetto Prometeo hier zu Werke ging. Eine musikalisch großartige, emotional anrührende Veröffentlichung.
[mehr - zum Artikel: Stefano Scodanibbio - Reinventions ]
Wenn die Perkussionstin Robyn Schulkowsky komponiert, wird schnell klar: Hier arbeitet - auch - eine Handwerkerin. Ihr vierteiliger Werkzyklus "Armadillo", über 17 Jahre entstanden, wurde im Spielen und der unmittelbaren Klangerfahrung entwickelt.
[mehr - zum Artikel: Robyn Schulkowsky - "Armadillo" ]
Palmer hat faszinierende Nachtstücke ganz besonderer Art komponiert - die meisten davon tatsächlich zu nachtschlafender Zeit. Der Hörer spürt, wie sich seine Aufmerksamkeit sowohl fokussiert auf existenzielle Momente des je aktuellen Klingens und Verklingens.
[mehr - zum Artikel: John Palmer - Musica reservata ]
Die graziösen Cembalostücke des François Couperin auf dem modernen Klavier zu spielen, mag wie ein Sakrileg erscheinen. Nun aber hat der Pianist Iddo Bar-Shaï eine wunderbar geschmackvolle Einspielung vorgelegt, die alle Zweifel zu zerstreuen geeignet sind.
[mehr - zum Artikel: François Couperin - "Les Ombres Errantes" ]
Alles in allem dokumentiert Konzert aus dem Jahr 1962 eine besondere Interpretenpersönlichkeit am Klavier, die abseits von donnernder Virtuosität oder großen sentimentalen Gesten einen weiten Repertoireradius an einem Abend souverän und unglaublich eindrücklich zu präsentieren und durchleuchten vermochte.
[mehr - zum Artikel: Wilhelm Kempff - Live in Schwetzingen ]
Die schon seit vielen Jahren international erfolgreich konzertierende Akkordeonistin Margit Kern fragt "welches Spiegelbild wirft ein Werk zu mir zurück?" Und so nennt sie ihre aktuelle CD mit Neuer Musik für ihr Instrument "Mirror".
[mehr - zum Artikel: Mirror - Neue Musik für Akkordeon ]
Es ist eine überzeugende Mischung aus einfühlsam-vornehmer Zurückhaltung, apollinischer Klarheit und polyphonem Gestaltungssinn, die das Bach-Spiel von Angelika Nebel auszeichnet. Hinzu kommt ein tiefes Verständnis für die musikalische Sprache des Komponisten.
[mehr - zum Artikel: Angelika Nebel spielt - Bach-Transkriptionen ]
Wenn der Organist Dominik Susteck Ligeti spielt, dann gehen virtuose Klangfantasie und lustvolle Kreativität eine wunderbare Symbiose ein - mit tiefem Respekt und künstlerischer Integrität.
[mehr - zum Artikel: György Ligeti - Volumina ]
Variationen, so heißt die neue CD von Emanuel Ax. Und hierfür hat der Pianist nicht die beliebten Goldberg- oder spektakulären Diabelli-Variationen ausgesucht, sondern drei Stücke, die nicht allzu häufig im Konzert zu hören sind.
[mehr - zum Artikel: Emanuel Ax spielt - Variations ]
Trotz all den schnellen Tempo-, Farb- und Stimmungswechseln bleibt bei Sophie Pacini nichts dem Zufall überlassen. Selbst die halsbrecherischen Prestosätze bleiben klar in ihrer Struktur. Leichtigkeit und spieltechnische Raffinesse fließen hier wunderschön ineinander.
[mehr - zum Artikel: Anne Queffelec spielt - "Satie & Compagnie" ]