BR-KLASSIK

Zum 100. Geburtstag des Komponisten

Benjamin Britten Zum 100. Geburtstag des Komponisten

Stand: 13.11.2013

Nicht nur Wagner und Verdi feiern dieses Jahr Jubiläum - auch Benjamin Britten hat einen runden Geburtstag: Vor 100 Jahren kam der britische Komponist zur Welt. BR-KLASSIK widmet ihm zahlreiche Sondersendungen.

In seinen Opern erzählt Benjamin Britten (22. November 1913 - 4. Dezember 1976) immer wieder vom tragischen Scheitern einzelner Individuen, die an ihren eigenen moralischen Ansprüchen und an den Zwängen der Gesellschaft scheitern. Britten war Pazifist und lebte mit dem Sänger Peter Pears relativ offen in einer homosexuellen Partnerschaft - beides Umstände, die im prüden Nachkriegs-England nicht karriereförderlich waren.

Komponist des "War Requiems"

Benjamin Britten

Dennoch gelang es ihm, schnell zum bedeutendsten britischen Komponisten seiner Zeit aufzusteigen. Direkt nach dem Krieg setzte er sich für eine Verständigung zwischen den einst verfeindeten Ländern ein und baute künstlerische und menschliche Kontakte vor allem nach Deutschland auf. Zur Einweihung des Neubaus der im 2. Weltkrieg von deutschen Bomben zerstörten Kathedrale von Coventry schuf Britten mit dem "War Requiem" eines der wichtigsten und gleichzeitig erschütterndsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts. Für die Uraufführung waren als Solisten Repräsentanten der einstmals verfeindeten Nationen zu hören: Peter Pears aus England, Dietrich Fischer-Dieskau aus Deutschland und die Russin Galina Wischnewskaja.

Die Oper "Peter Grimes"

Brittens Oper "Peter Grimes" markierte auf dem Inselreich den Beginn einer spezifisch britischen, auf der Originalsprache basierenden Opernkultur. Und getreu seinem Motto, dass der Künstler stets auch der Gemeinschaft dienen sollte, schuf Britten zahlreiche Werke auf dem Gebiet der Laienmusik, darunter nicht wenige Vokalstücke und musiktheatralische Werke speziell für Kinder. BR-KLASSIK erinnert anlässlich des 100. Geburtstags an den Komponisten mit mehreren Sondersendungen, die sein facettenreiches Schaffen beleuchten.