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Festspiele im Zeichen Wagners

Münchner Opernfestspiele 2012 Festspiele im Zeichen Wagners

Mit Strauss' "Rosenkavalier" gingen am 31. Juli die Münchner Opernfestspiele 2012 zu Ende. Über 80 Veranstaltungen zählte der Spielplan, mehr als 110.000 Besucher wurden gezählt. Im Zentrum stand Wagners "Ring" - und die "Götterdämmerung" gab's zum Auftakt wie auch bei "Oper für alle".

Seit über 130 Jahren gibt es nun die Münchner Opernfestspiele - und ziehen als eines der international traditionsreichsten Festivals nach wie vor Opernfans weit über die Stadt- und Staatsgrenzen hinweg in seinen Bann. Bis zum 31. Juli standen insgesamt 82 Veranstaltungen auf dem Programm: Konzerte, Performances, Liederabende - und natürlich Oper. Die Auslastung bei den Oper- und Liederabenden im Nationaltheater lag bei 99,40 Prozent.

Kultur zum Nulltarif

Auch "Oper für alle" stand am 14. und 15 Juli ganz im Zeichen Richard Wagners: Trotz des mäßigen Wetters ließen es sich zahlreiche Wagner-Fans am Sonntag nicht entgehen, Münchens neue "Götterdämmerung" live auf Großleinwand auf dem Max-Joseph-Platz zu erleben.

Am 15. Juli wurde die Neuproduktion der seit langem restlos ausverkauften "Götterdämmerung" live aus dem Nationaltheater auf Großleinwand übertragen; Nina Ruge führte das Publikum auf auf dem Max-Joseph-Platz durch das Programm. Das Wetter wollte aber leider an diesem Tag nicht so richtig mitspielen, und so wurden die Open-Air-Besucher immer wieder von - teils lang anhaltenden - Regenschauern heimgesucht. Doch mit der richtigen Ausstattung hielten etliche Wagner-Fans über sechs Stunden auf dem Max-Joseph-Platz aus und verfolgten gespannt die Opernübertragung auf der Großleinwand. Die Musiker des Abends, darunter Nina Stemme als Brünnhilde, Stephen Gould als Siegfried sowie Dirigent Kent Nagano ließen es sich nicht nehmen, sich nach Ende der Vorstellung auch beim Publikum auf dem Platz zu bedanken.

Doch nicht nur Münchner und Besucher konnten die Wagner-Oper an diesem Tag erleben - die "Götterdämmerung" gab es auch weltweit im Live-Stream auf der Website der Staatsoper zu sehen.

Open-Air-Konzert zum Auftakt

Bereits am 14. Juli dirigierte Kent Nagano im Festspiel-Konzert mit dem Bayerischen Staatsorchester Ausschnitte aus Richard Wagners "Ring des Nibelungen": Henk de Vlieger hat unter dem Titel "Der Ring - ein Abenteuer für Orchester" ein Arrangement über Wagners Ring-Themen zusammengestellt. Das Jugendorchester ATTACCA eröffnete das Konzert mit Bedřich Smetanas "Moldau". Als Zugabe gab es dann noch einen anderen Ring: Beide Orchester spielten unter Nagano Teile von Howard Shores Filmmusik zu "Lord of the Rings".

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