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BR-KLASSIK - Team Dirk Kruse

Dirk Kruse ist Moderator bei BR-KLASSIK.

Autor: Dirk Kruse Stand: 30.09.2009
Porträt Dirk Kruse | Bild: BR / Ralf Wilschewski

1. Was hat Ihre Begeisterung für klassische Musik geweckt?

Symphonisch Dvoraks 9. Symphonie mit Ferenc Fricsay und den Berliner Philharmonikern. (Das war als Schüler zum Abreagieren besser als Heavy Metal.) Musiktheatermäßig Robert Wilsons legendärer "Parsifal" an der Hamburger Staatsoper. (Der bislang magischste Opernmoment meines Lebens - fünfeinhalb Stunden Wagner völlig außerhalb von Zeit und Raum.)

2. Was fasziniert Sie an der Radioarbeit?

Die Spontaneität, das Unmittelbare, die Schnelligkeit, die Macht des Wortes, die Intimität. Schon als Kind war mir Radiohören immer wichtiger als Fernsehschauen. Und seitdem ich als 17-Jähriger im Jugendfunk des NDR einmal eine Stunde lang Moderator sein durfte, wollte ich das immer beruflich machen.

3. Wie retten Sie die Situation, wenn die Technik im Studio einmal aussteigt?

Solange da ein Rotlicht brennt, rede ich. Zuerst über unser tolles BR-KLASSIK Programm. Danach über meine schönsten Konzerterlebnisse. Und wenn dann immer noch keine Musik kommt, lese ich vielleicht musikalische Stellen aus meinen Krimis vor. Nur eines werde ich niemals tun: selber singen. Das ist ein Versprechen.

4. Welche zeitgenössische oder historische Musikerpersönlichkeit würde Sie besonders für ein Interview reizen und warum?

Richard Wagner. Für mich eine der schillerndsten Musikerpersönlichkeiten. Ich würde gern wissen, wie sich der egoistische, neidische, verschwendungssüchtige und intrigante Antisemit mit dem genialen Komponisten, Erneuerer des Musiktheaters und Experten tiefster menschlicher Leidenschaften verträgt. Mich interessiert aber auch brennend, was Frédéric Chopin über die wunderbare George Sand zu erzählen hat.