Trauer um Klavierpädagogen Karl-Heinz Kämmerling ist tot
Er gehörte zu den bedeutendsten Klavierlehrern des vergangenen Jahrhunderts und unterrichtete Schüler wie Ragna Schirmer, Lars Vogt oder Alexej Gorlatch. Am 14. Juni ist Karl-Heinz Kämmerling nach langer Krankheit gestorben.
Die Präsidentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Susanne Rode-Breymann, nannte Karl-Heinz Kämmerling einen Klavierprofessor, der Generationen von Studierenden mit seinem außergewöhnlichen Talent entscheidend geprägt habe. Seit 1963 hat er als "überragender Lehrer" an der hannoverschen Musikhochschule unterrichtet.
"Als einer der internationel renommiertesten Klavierpädagogen hat Karl-Heinz Kämmerling die Klavierabteilung der Hochschule maßgeblich mit aufgebaut und der HMTHM ein Gesicht gegeben."
Susanne Rode-Breymann über Karl-Heinz Kämmerling
Karl-Heinz Kämmerling wurde am 6. Mai 1930 in Dessau geboren, studierte in Leipzig bei Anton Rohden und Hugo Steurer. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover unterrichtete er außerdem für viele Jahre am Mozarteum Salzburg und war Gastprofessor an der Musikuniversität Zagreb, Kroatien.
Weltweite Meisterkurse
Als einer der großen Klavierpädagogen seiner Zeit leitete Karl-Heinz Kämmerling Meisterkurse in Europa, Asien und in den USA. Er war Juror bei den bedeutendsten internationalen Klavierwettbewerben, beispielsweise in Leeds, in Tel Aviv, Warschau, Brüssel, Moskau, beim ARD-Wettbewerb in München, in Leipzig, Peking, Hamamatsu oder Salt Lake City.
Lehrer zahlreicher Spitzenpianisten
Zu Kämmerlings Schülerinnen und Schülern gehören internationale Preisträger und international gefeierte Pianisten wie etwa Ragna Schirmer, Bernd Goetzke, Thomas Duis, Lars Vogt, Severin von Eckardstein, Alice Sara Ott und der letztjährige Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs im Fach Klavier, Alexej Gorlatch. Über 20 seiner Schülerinnen und Schüler bekleiden heute selbst Professuren in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Kämmerling erhielt den Kunstpreis des Landes Niedersachsen, war Träger des Bundesverdienstorden erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland und des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Er war seit 2005 Ehrenmitglied des Deutschen Musikrates.

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