Herrenchiemsee Festspiele 2013 Barock im Mittelpunkt
Unter dem Motto "Barocke Phanatsien" bieten die diesjährigen Herrenchiemsee Festspiele dreizehn Veranstaltungen, die sich mit der Zeit der Komponisten Bach und Händel beschäftigen. Dies teilte Intendant Enoch zu Guttenberg mit.
Das rund zweiwöchige Festival eröffnet am 16. Juli mit vier Kantaten von Johann Sebastian Bach unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg. Die meisten Konzerte bis zum 28. Juli finden im Spiegelsaal von Schloss Herrenchiemsee statt. Der Barock solle von allen Seiten beleuchtet werden, sagte zu Guttenberg bei der Programmpresse-Konferenz am Freitag. Deshalb gäbe es auch die "Messias"-Komponisten Mozart und Mendelssohn.
"Es werden nicht nur Stücke von Barockkünstlern gespielt, sondern auch von Komponisten, die sich später mit der Epoche auseinandergesetzt haben. Die barocken Spuren sollen nachgezeichnet werden."
Enoch zu Guttenberg, Herrenchiemsee Festspiele
Erstmals wird in diesem Jahr der Freistaat Bayern die Festspiele finanziell unterstützen. Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) sagte, die Landesregierung werde 720.000 Euro beisteuern. Zu Guttenberg betonte, damit habe das Land das Festival vor dem Aus gerettet, nachdem der Hauptsponsor Deutsche Bank die Unterstützung zurückgefahren habe. Ziel sei es aber, in den kommenden Jahren wieder unabhängig von den Mitteln der öffentlichen Hand zu werden.
Die Finanzprobleme wirken sich auch auf das Programm aus. Statt wie bisher zwei wird es mit Richard Strauss "Ariadne auf Naxos" in diesem Jahr nur eine Operninszenierung geben. Da durch die Zusicherung des Staates aber wieder Planungssicherheit herrsche, werde das Programm im kommenden Jahr wieder ausgebaut, kündigte zu Guttenberg an.

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