BR-KLASSIK - Leporello

Berlin und Potsdam "Der alte Fritz" im Museum

Vor 300 Jahren wurde er geboren, Friedrich der Große von Preußen. Anlass für die Region Berlin-Potsdam, an den Mann zu erinnern, dem die Hauptstadt unter anderem ihr Opernhaus unter den Linden verdankt.

Stand: 11.06.2012
Friedrich der Große von Preußen | Bild: picture-alliance/dpa

"Der alte Fritz", wie er unter Kennern genannt wird, war professioneller Flötist. Das illustriert etwa das berühmte Gemälde "Das Flötenkonzert von Sanssouci" von Adolph Menzel, rund sechzig Jahre nach Friedrichs Tod entstanden. Eine Reproduktion ist in der Ausstellung "Friedrich der Große – verehrt, verklärt, verdammt" im Deutschen historischen Museum Berlin zu sehen.

Eskalation bis zur Enthauptung

Gemälde "Das Flötenkonzert von Sanssousi" von Adolph Menzel. Mit Friedrich dem Großen als Flötisten.

Eine musikalische Ausbildung für Aristokraten im 18. Jahrhundert gehörte zum Werdegang selbstverständlich dazu. Friedrichs Neigung zu den Künsten ging dabei über das hinaus, was sein Vater, der "Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I., duldete. So nahm der Königsohn heimlich Flötenunterricht und es kam zur Eskalation. Friedrichs bester Freund und Flötenkollege Hans Hermann von Katte wurde enthauptet. Mit der allzugroßen Leidenschaft des jungen Friedrich für die Muse war es vorbei. Er beugte sich seinem Vater und bekam zur Belohnung seinen ersten eigenen Hof.

"Der musizierende Achill"

Besucher betrachten das Bild "Ansprache Friedrichs des Großen an seine Generale vor der Schlacht bei Leuthen" von Adolph Menzel.

Friedrich der Große gilt auch als Kriegsheld, aber eben nicht nur. Er selbst hat sich gern mit Achill verglichen, dem Retter im trojanischen Krieg, der trotz allem nicht kriegslüstern war; und der in den Kampfespausen musizierte. Ein Relief dieser Szene ließ Friedrich im Potsdamer Stadtschloss aufhängen. Es ist in der großen Jubiläumsausstellung "Friederisiko" im Potsdamer Neuen Palais zu sehen.


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