Regensburg Domspatzen müssen die Werbetrommel rühren
Die Regensburger Domspatzen haben im aktuellen Schuljahr mit einer gesunkenen Zahl an Neuaufnahmen zu kämpfen. Mit einem Erlebnistag wollen die Verantwortlichen jetzt um neue Schüler werben.
Für Chormanager Christof Hartmann ist die Sache klar: Er sieht in den flächendeckenden Ganztagesangeboten an bayerischen Gymnasien die Ursache für den Nachwuchsschwund. Dies sei das "Alleinstellungsmerkmal" der Regensburger gewesen. Im vergangenen September haben laut Hartmann 50 Jungen bei den Domspatzen begonnen, in den Jahren zuvor waren es noch 60 bis 70 Neuaufnahmen.
Viele Eltern würden sich nun fragen, warum sie ihr Kind zu den Domspatzen schicken sollten, wenn es Nachmittagsangebote auch an örtlichen Gymnasien gebe, so der Chormanager. Daneben spiele das G8 eine Rolle. Viele Eltern fürchteten, dass mit dem G8 zu viel Druck aufgebaut und ihre Kinder das Singen dann überfordern würde.
"Wir haben uns nicht viel um Werbung gekümmert bis. Aber das muss man jetzt verstärkt machen, denn sonst weiß ich nicht, wie's weitergeht."
Domkapellmeister Roland Büchner
Aktuell 430 Schüler
Den Missbrauchsskandal sieht Christof Hartmann nicht als Grund für die gesunkene Zahl der Neuaufnahmen. Trotzdem könne er nicht ausschließen, dass sich manche Eltern aufgrund der negativen Schlagzeilen von 2010 gar nicht bei den Domspatzen melden würden. Nach seinen Angaben werden bei den Domspatzen derzeit 430 Schüler unterrichtet. Ein Großteil von ihnen stammt aus Regensburg und Umgebung.
Erlebnistag am 28. Januar
Am 28. Januar können sich Interessierte den Alltag eines Domspatzen von einem Paten zeigen lassen. Beim Schnuppertag im April ist es möglich, den Alltag bei den Domspatzen dann selbst zu erleben.

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