Biografie Pierre-Laurent Aimard
Der Komponist György Ligeti bezeichnete Pierre-Laurent Aimard als den führenden Interpreten für zeitgenössische Musik – weil sich in seinem Spiel technische Perfektion und poetische Empfindung paaren. Die Neue Musik hat den 1957 in Lyon geborenen Pianisten nach eigener Aussage schon von frühester Jugend an "magnetisch angezogen". Prägend war der Unterricht bei Yvonne Loriod, der Ehefrau des Komponisten Olivier Messiaen. Sie machte den gerade Zwölfjährigen mit ihrem Mann bekannt, der zu Aimards "musikalischem Vater" wurde.
1973 gewann der Künstler den Olivier-Messiaen-Wettbewerb und startete eine beispiellose internationale Karriere. Drei Jahre später holte ihn Pierre Boulez als Solopianisten in das Ensemble Intercontemporain, mit dem er 18 Jahre lang zusammen arbeitete. Mit dem Komponisten György Ligeti verband ihn eine enge, 15 Jahre andauernde Zusammenarbeit.
Obwohl Pierre-Laurent Aimard als eine zentrale Interpretenpersönlichkeit der zeitgenössischen Musik gilt, genießt er zugleich hohes Ansehen als einer der führenden Interpreten des Standardrepertoires. Er trat und tritt weltweit mit internationalen Spitzenorchestern und Dirigenten von Rang auf, u.a. mit Pierre Boulez, Christoph von Dohnányi, Christoph Eschenbach, Daniel Harding, Nikolaus Harnoncourt, Jonathan Nott, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen oder Franz Welser-Möst. In seinen vielbeachteten Solo-Recitals wie auch als Kammermusiker fallen seine interessanten Programmzusammenstellungen auf, die stets neue Bezüge zwischen "klassischer" und "neuer" Musik herstellen.

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